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Innenstadtentwicklung

Die Bocholter Innenstadt soll in den nächsten Jahren als Handels- und Gastronomiestandort, als Freizeitstandort und als Wohnquartier nach wie vor attraktiv und zukunftsorientiert weiterentwickelt werden. Als Grundlage für die Innenstadtentwicklung wurden in den vergangenen Jahren einige Konzepte, z. B. Flächenmanagement 2.0, das Integrierte Handlungskonzept für die Bocholter Innenstadt von 2020 und die Innenstadtstrategie erarbeitet.

Nachdem sich die baulichen Maßnahmen, die aus diesen bereits umgesetzt wurden bzw. sich in der Umsetzung befinden, sich vor allem auf den nördlichen und den südlichen Bereich der Innenstadt konzentrierten, steht mit dem neuaufgestellten Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für die westliche Innenstadt die zentrale und westlichen Innenstadt im Fokus der Maßnahmen für die kommenden Jahren.

Was ist das ISEK?

Ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept ist ein strategisches, informelles Planungsinstrument, das einen Orientierungsrahmen für die Stadtentwicklung - hier die Innenstadt dient. Es betrachtet verschiedene Themen, z. B. Einzelhandel, Gastronomie, öffentlicher Raum, Wohnen, Mobilität und Klimaschutz in einem gesamtheitlichen Blick. Es werden Ziele und Handlungsfelder für die Innenstadt festgelegt, aus denen Maßnahmen zur Weiterentwicklung und Stärkung der Innenstadt entwickelt werden.

In das ISEK sind sowohl die Ergebnisse aus Bürgerbeteiligungen zu vorherigen Konzepten eingeflossen als auch die Ergebnisse aus einer durchgeführten Online-Beteiligung und eines Stadtspaziergangs im Frühjahr 2024.

Das ISEK  wurde am 17.09.2025 durch die Stadtverordnetenversammlung als städtebauliches Entwicklungskonzept gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB beschlossen. Es bildet damit die Grundlage für die weitere Gestaltung der Innenstadt und enthält neben Zielen auch Maßnahmen. Zudem ist es Voraussetzung für die Beantragung von Städtebaufördermitteln.

Was ist genau geplant?

Das ISEK enthält mehrere Maßnahmen. Schwerpunktmäßig sind die Maßnahmen auf die Aufwertung des öffentlichen Raumes gerichtet. Die Innenstadt soll zu einem attraktiven Aufenthaltsort werden. Dazu soll der Grünanteil erhöht werden, Flächen teilweise entsiegelt werden. Außerdem sollen Bänke und Spielgeräte aufgestellt werden.

Wie ist der weitere Ablauf?

Damit die Maßnahmen umgesetzt werden können, müssen für die Maßnahmen konkrete Pläne erarbeitet werden. Erst in vertiefenden Planungen werden Einzelheiten, z. B. an welchen Standort werden Bäume gepflanzt und wo werden Beete angelegt. Auch Fragen zur konkreten Aufteilung des Straßenraums und zu Standortfragen von Bänken, Fahrradständern, Spielgeräten etc. werden erst im Laufe der detaillierteren Planung festgelegt.

Für einen Teil der Maßnahmen liegen bereits erste Entwürfe vor, für andere Maßnahmen gibt es lediglich Ideen und Zielsetzungen für eine Umgestaltung. Für die Planung der Maßnahmen sind bzw. werden Fachplanungsbüros beauftragt. Zusammen mit der Politik und mit verschiedenen Beteiligungsformaten für Bürgerinnen und Bürgern werden die Maßnahmen weiter ausgearbeitet.

Hier finden Sie einen Überblick zu einzelnen Maßnahmen des ISEK sowie zu bereits abgeschlossenen Maßnahmen.

Der so genannte Erstantrag in der Städtebauförderung wurde im Frühjahr 2026 gestellt. Im Juli 2026 wurde das Städtebaufördererprogramm des Landes NRW veröffentlicht, darin wurde die Stadt Bocholt aufgenommen. Die Bewilligung steht noch aus.

Geplante Maßnahmen

Ravardistraße, 1. und 2. BA

Die Umgestaltung der Ravardistraße soll in zwei Bauabschnitten erfolgen. Der erste Bauabschnitt umfasst den östlichen Teil der Ravardistraße östlich des Gebäudes Ravardistraße 29; der zweite Bauabschnitt umfasst den westlichen Teil der Ravardistraße westlich der Wiethold Stiege.

Ein erstes Konzept zur Umgestaltung des Ravardistraße ist bereits erarbeitet. Die grundsätzliche Überlegung besteht darin die Verkehre wie Kfz-Verkehr, ÖPNV und Radverkehr mittig der zur Verfügung stehenden Querschnittsbreiten, im Kontext eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches (Tempo-20-Zone), zusammenzuführen und für Kfz-Verkehr, ÖPNV und Radfahrer eine klar strukturierte und gut erkennbare Führung zu bieten. Der Kfz-Verkehr wird zukünftig durch die Aufhebung der Zufahrt zur Tiefgarage am Europaplatz deutlich reduziert. Der Radverkehr wird künftig auf der Fahrbahn geführt. Der Verkehrsraum wird auf das erforderliche Mindestmaß reduziert, sodass die Fahrbahn zukünftig eine Breite von 4,50-5,50 m besitzen wird.

Durch die Zusammenlegung des Kfz-Verkehrs und dem ÖPNV mit dem Radverkehr in zentraler Lage zwischen den bestehenden Gebäuden, können die Gehwege verbreitert werden. So sind auf der nördlichen Seite Bäume vorgesehen, zwischen denen Fahrradbügel und Sitzbänke Platz finden. Auf der südlichen Seite soll neben ausreichend Fläche für Fußgänger, Einzelhandel und ggfls. Gastronomie ein Bereich für barrierefreie Stellplätze und Lieferzonen entstehen.

Der Stellplatzbedarf ist ausreichend gedeckt. Dementsprechend werden lediglich Bereiche für den Lieferverkehr und Behindertenstellplätze auf der südlichen Seite zwischen Westend und zentralem Platz vorgesehen. Der Platzgewinn durch den Entfall der PKW-Stellplätze ist ein deutlicher Mehrwert für eine belebte Innenstadt.

Der Fokus liegt im Zentrum der Ravardistraße auf der Schaffung einer größtmöglichen öffentlichen Platzsituation in Kombination mit einem vergrößerten Platzangebot im Bereich der nördlich ansässigen Gastronomie. Im Bereich der zu erhaltenden wird die Aufenthaltsqualität durch die Installation einer großen Sitzbank als kommunikativer und konsumfreier Treffpunkt gesteigert. Das Konzept sieht zudem vor, den Solitärbaum als Teil der Platzsituation zu integrieren. Bereiche für Außengastronomie sind vor jedem Restaurant vorhanden.

Im Bereich des Cityhotels werden die Bestandsbäume erhalten und die Fläche mittels Wurzelbrücken befestigt. Hierdurch entsteht ebenfalls ein Bereich der als attraktive Außengastronomie genutzt werden kann.

Der Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr hat in seiner Sitzung am 07.07.2026 die Planung gebilligt.

Planungsstand 07/2026

Umgestaltung des Gasthausplatzes

Ein erstes Konzept zur Umgestaltung des Gasthausplatzes ist bereits erarbeitet. Dieses sieht u. a. vor, dass die rahmenbildenden Platanen erhalten werden. Die Bepflanzung auf dem Gasthausplatz wird im nordöstlichen und südwestlichen Bereich durch Dachplatanen ergänzt, unter denen Flächen mit Biergartencharakter geplant sind. Dort sollen Tisch-Bank-Kombinationen auf wassergebundener Wegedecke aufgestellt werden. In beiden Bereichen können Gastronomie-Pavillons aufgestellt werden. Die beiden Biergärten werden keiner Gastronomie zugeordnet und die Tische und Bänken können ohne Konsumzwang genutzt werden.

Umgeben sind die Bereiche mit Biergarten-Charakter durch einen Platz mit Betonsteinpflaster. Eingelassen werden Bodenhülsen für Sonnenschirme, die von der am Platz ansässigen Gastronomie für ihre Außengastronomie genutzt werden können. Dadurch soll das Erscheinungsbild der Außengastronomie einheitlicher werden und zu einem verbesserten Stadtbild beitragen.

Mittig auf dem Platz ist ein Fontänenfeld geplant, das zum einen eine Spielmöglichkeit für Kinder bietet und zum anderen als Verdunstung und damit zur Kühlung des Platzes beiträgt. Vor dem Fontänenfeld wird eine lange Sitz- und Liegebank installiert, die als weitere Sitzgelegenheit dient und die Aufenthaltsqualität erhöht.

Die unterschiedliche Aufenthaltsmöglichkeiten sollen dazu beitragen, dass der Platz zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten belebt wird. Ein unmöblierter Teil des Platzes ermöglicht es, dass kleinere Veranstaltungen weiterhin auf dem Platz stattfinden können.

Um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, wird die Umfahrung des Gasthausplatzes für den allgemeinen Kfz-Verkehr durch Absperrpoller gesperrt.

Zentrales Ziel ist es, den öffentlichen Raum und das Stadtbild aufzuwerten, indem u.a. die Grüngestaltung durch die Pflanzung von Bäumen verbessert wird. Dadurch soll der Gasthausplatz soll einerseits als fester Standort für Gastronomie etabliert werden und andererseits sollen auch Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten geboten werden. Der Gasthausplatz auch zum Ort der Begegnung werden.

Der Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr hat in seiner Sitzung am 07.07.2026 die Planung gebilligt.

Planungsstand 06/2026

Umgestaltung St.-Georg-Platz/Neubau Markt 8/Manes-Schlatt-Platz

Die Stadt Bocholt und die Stadtsparkasse Bocholt planen eine gemeinsame Entwicklung des Manes-Schlatt-Platzes und der Grundstücke Markt 8 und Neustraße 2-4. Dort sollen neben dem Stadtmuseum und dem Stadtarchiv Flächen für den Einzelhandel, die Gastronomie und Dienstleistungen entstehen. In den Obergeschossen werden Wohnungen untergebracht.

Im Zuge der Hochbauten soll auch der öffentliche Raum umgestaltet werden. Auf dem St.-Georg-Platz wird die Schaffung von Aufenthaltsmöglichkeiten und Attraktivität unter Einbezug der angrenzenden Straßenräume angestrebt. Die Königstraße wird für den Pkw-Verkehr möglichst weitgehend gesperrt werden und die Fußwege- und Radwegeanbindung von der Fußgängerzone auf der Neustraße zum Rathaus am Berliner Platz attraktiviert werden.

Zentrales Ziel ist es, den öffentlichen Raum aufzuwerten. Dabei soll die zentrale Innenstadt-Lage und der historische Stadtgrundriss Berücksichtigung finden. Die Verkehrsflächen werden auf das erforderliche Mindestmaß reduziert. In Verlängerung der Königstraße erhält die Fahrbahn eine Breite von 3,5 m und ist weiterhin lediglich in Ost-West-Richtung befahrbar. Da die Königstraße für den allgemeinen Pkw-Verkehr gesperrt wird, erfolgt kein regulärer Durchgangsverkehr. Für den Radverkehr ist die Königstraße weiterhin in beide Richtungen befahrbar. Die Nebenanlagen sind mindestens 2,4 m breit.

Auch die Straße St.-Georg-Platz wird auf ein Mindestmaß von 4,0 m reduziert und ist damit auf den Begegnungsfall Pkw-Fahrrad ausgelegt. Der Pkw-Verkehr ist lediglich in Nord-Süd-Richtung zulässig. Aufgrund der wichtigen Radverkehrsachse in Nord-Süd-Richtung ist der Fahrradverkehr in beide Richtungen zulässig. Der Fahrradverkehr wird von den Nebenanlagen auf die Fahrbahn verlegt. Dadurch können zum einen die Gehwege und zum anderen die Grünstreifen verbreitert werden. Entlang der Neubauten am St.-Georg-Platz verläuft ein Gehweg auf das Südportal der St-Georg-Kirche zu, und bildet den historischen Stadtgrundriss ab.

Der Parkplatz westlich des Sparkassen-Gebäudes wird entsiegelt und es soll eine kleine Grünfläche geschaffen werden. Der Baumbestand wird, soweit wie möglich, erhalten und die Standortbedingungen für die Bäume verbessert. Außerdem sind Staudenpflanzungen vorgesehen.

Josef-Jakob-Platz

Eine Aufwertung soll die Anbindung des Bustreffs an die Innenstadt verbessern, sodass auch Ortsunkundige vom Bustreff zum Rathaus und umgekehrt geleitet werden. Dazu soll zum einen der Ausbau im innerstädtischen Standard erfolgen. Auf eine Treppenanlage zur Überwindung des Höhenunterschieds soll möglichst verzichtet werden, stattdessen soll eine ausreichend breite Rampe die Barrierefreiheit ermöglichen.

Der Baumbestand soll, soweit wie möglich, erhalten werden. Sofern einzelne Bäume nicht erhalten werden können, sollen Bäume nach gepflanzt werden. Des Weiteren sollen Sitzmöglichkeiten ergänzt werden.

Um die Leerstände im südlichen Bereich der Maßnahme kurzfristig zu beheben, ist die Aufteilung der Maßnahme in zwei Bauabschnitte nördlich und südlich der Crispinusstraße vorstellbar.

Berthold-Löwenstein-Platz/Liebfrauenplatz West

Vorgesehen ist die Verlagerung des WC-Häuschens, das stark sanierungsbedürftig ist, zum Liebfrauenplatz, sodass die Sichtbeziehung und damit auch die Anbindung von der Langenbergstraße und dem Liebfrauenplatz zur Fußgängerzone in der Osterstraße verbessert und eine angemessene Eingangssituation in die Fußgängerzone geschaffen wird. Auf dem Berthold-Löwenstein-Platz soll anstelle des WC-Häuschens ebenfalls eine Begrünung erfolgen.

Dadurch, dass das öffentliche WC in den nördlichen Teil verlagert werden soll, ist dieser Bereich neuzuordnen. Angedacht ist die Integration des WCs in eine neue Radabstellanlage, die als Radstation vorstellbar ist. Es sollen Sitzmöglichkeiten und Spielmöglichkeiten geschaffen werden. Der Baumbestand soll erhalten und ggf. ergänzt werden.

Grünfläche Schanze

Es sollen mehrere grüne Trittsteine zwischen Rathaus und Kerninnenstadt entstehen. Zu einem dieser Trittsteine soll diese Grünfläche werden.

Die Grünfläche soll im Zuge der Umgestaltung bei gleichzeitiger Erhaltung und Inwertsetzung der prägenden Bestandsgehölze zu einer optisch durchlässigen platzartigen Situation weiterentwickelt werden, in deren Kulisse sich das denkmalgeschützte Ensemble des Bocholter Rathauses mit Kulturzentrum und der bestehenden Brücken befindet. In funktionaler Hinsicht wird die aktuelle Grünanlage weiter für den fußläufigen Verkehr geöffnet. Durch die Freistellung von Sichtbeziehungen wird einerseits die soziale Kontrolle gestärkt und andererseits trägt die Grünanlage durch bessere Integration in das Fußwegenetz der Bocholter Innenstadt erheblich dazu bei, die Wegeverbindungen nicht nur zwischen der Kerninnenstadt und dem Bocholter Rathaus, der Ravardistraße und dem Grünzug Bocholter Aa auch im Sinne des Mobilitätskonzeptes zu stärken.

Innerhalb der Fläche werden einzelne Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen, die zum Verweilen einladen und Besuchern der Innenstadt und des Rathauses, Anwohnern sowie Passanten die Möglichkeit zu kurzweiliger Erholung eröffnen. Am Ufer der Aa werden Sitzmöglichkeiten geschaffen, die den Blick auf das Bocholter Rathaus ermöglichen. Des Weiteren werden die Baumbeete mit Sitzblöcken eingefasst. Außerdem wird eine gestalterisch und ökologisch hochwertige flächige Pflanzung aus Stauden und Gräsern angelegt. Ergänzt wird die Gestaltung der Grünfläche durch ein behutsam integriertes Spielangebot.

Planungsstand: 10/2025

Grünfläche SSK Parkplatz

Ein weiterer grüner Trittstein ist die Entsieglung der bisherigen als Parkplatz genutzten Flächen. Der Parkplatz wird entsiegelt und stattdessen eine neue Grünfläche angelegt und zur Schanze geöffnet. Der Baumbestand wird, soweit möglich, erhalten. Als weitere Begrünung sind eine gestalterisch und ökologisch hochwertige flächige Pflanzung vorgesehen.

In funktionaler Hinsicht wird die Fläche weiter für den fußläufigen Verkehr geöffnet und Sichtbeziehungen verbessert. Durch die bessere Integration in das Fußwegenetz der Bocholter Innenstadt wird die Wegeverbindungen zwischen der Kerninnenstadt und dem Bocholter Rathaus sowie dem Grünzug Bocholter Aa auch im Sinne des Mobilitätskonzeptes gestärkt.

Zentral wird innerhalb der Fläche werden Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen, die zum Verweilen einladen und Besuchern der Innenstadt und des Rathauses, Anwohnern sowie Passanten zur Erholung einladen. Für Kinder wird außerdem ein Spielgerät integriert.

Bahnhofsumfeld

Im Rahmen der Landesinitiative "Bauland an der Schiene" wurde im Jahr 2020 ein Rahmenplan für das Bahnhofsumfeld in Bocholt erstellt. Dieser sieht unter anderem die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes vor. Des Weiteren sind im Integrierten Mobilitätskonzept 2035 der Stadt Bocholt Maßnahmen rund um den Bocholter Bahnhof enthalten. Auf der Grundlage dieser Pläne und Konzepte sind diverse Planungen angestoßen worden. Zum einen ist eine Ingenieursplanung für die Umgestaltung des Bocholter Bahnhofs beauftragt worden. Als weiterer Baustein ist die Kreuzungssituation Theodor-Heuss-Ring/Ebertstraße/Kreuzstraße/Hindenburgstraße/Industriestraße betrachtet worden. Für ein Parkhaus an der Ewaldstraße wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt.

Ziel der Maßnahme ist es, den ÖPNV zu attraktivieren und verschiedene Verkehrsmittel besser miteinander zu verknüpfen. Daher ist vorgesehen, den Bahnhof zu einer Mobilstation auszubauen. Es sollen weitere Haltestellen-Kapazitäten für den Busverkehr geschaffen werden, um das kommunale und regionale Busverkehrsangebot ausweiten zu können. Außerdem sollen verbesserte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden. Durch Komprimierung der Verkehrsflächen werden außerdem mehr Aufenthaltsflächen geschaffen. Außerdem soll der angrenzende Knotenpunkt mit der Zielsetzung geändert werden, insbesondere die Verkehrssicherheit für den Fuß- und Radverkehr zu verbessern, u.a. soll der Radverkehr von der Ebertstraße in Richtung Theodor-Heuss-Ring künftig nicht mehr über die Fahrbahn geführt, sondern über einen Radweg.

Für die Maßnahme "Umgestaltung des Bahnhofs einschl. der Hindenburgstraße zu einer Mobilstation" sowie der "Umbau des Knotenpunktes Ebertstraße/Hindenburgstraße/Kreuzstraße zur Verbesserung der Verkehrssicherheit" sind im Herbst 2025 Förderanträge im Förderprogramm "Nachhaltige städtische Mobilität für alle" gestellt.

Der Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr hat in seiner Sitzung am 02.07.2025 die Planung gebilligt.

Planungsstand: 10/2025

Abgeschlossene Projekte

Aa-Südufer

Der Uferbereich wird aufgeweitet, sodass mehr Fläche für Spiel- und Sitzangebote geschaffen werden kann.

Durch Grunderwerb konnte der Uferbereich aufgeweitet werden, sodass mehr Flächen für Spiel- und Sitzangebote geschaffen werden konnten. Auf dem Spielplatz sind Spielangebote für unterschiedliche Altersgruppen vorgesehen. Außerdem werden verschiedene Sitzgelegenheiten angelegt.

Neben der Steigerung der Aufenthaltsqualität wurde der Bereich auch ökologisch aufgewertet werden. Dazu werden insektenfreundliche Stauden gepflanzt. Der Baumbestand wurde, soweit wie möglich, erhalten. Zudem wurden Bäume gepflanzt.

Vom Neutorplatz bis zur versunkenen Brücke gibt es einen gepflasterten Fußweg sowie einen asphaltierten Radweg im Standard eines Radschnellwegs.

Die Freigabe ist Anfang Juli 2026 erfolgt.

Für die Maßnahme wurden Mittel aus der Städtebauförderung des Landes NRW und des Bundes bewilligt. Außerdem wurde die Maßnahme mit Mittel aus dem Sonderprogramm Stadt und Land finanziert.

Siehe auch https://www.bocholt.de/neuigkeiten/verkehr/neugestaltete-promenade-an-der-aa-wird-in-dieser-woche-freigegeben

Neutorplatz

Die Stadtsparkasse Bocholt baute am ehemaligen Hertie-Standort und verlegte ihre Hauptstelle vom Marktplatz an den Neutorplatz. Daneben wurde ein weiteres Geschäftshaus errichtet. Außerdem wurden die Freiflächen zur Aa aufgeweitet. Die Neubebauung ermöglichte, dass diese Flächen umgestaltet werden könnten und die Aufenthaltsqualität stieg.

Vor den Neubauten entstand ein neuer Platz, der für Veranstaltungen genutzt wird. Außerdem entstanden verschiedene Aufenthaltsmöglichkeiten z. B. unter Dachplatanen oder am Gräserbeet. An der Aa ist eine Reling, die teilweise über die Wasserflächen reicht. In diesem Bereich wurden weitere Bäume gepflanzt und Sitzbänke errichtet.

Entlang der Aa wurde ein Fußweg angelegt, der von Gräserbeeten eingefasst wird. Der Fußweg führt an einem Aa-Steg vorbei, auf dem weitere Sitzmöglichkeiten eingerichtet sind.

Das Projekt wurde im April 2021 fertiggestellt.

Für die Maßnahme wurden Mittel aus der Städtebauförderung des Landes NRW und des Bundes bewilligt.

Aa-Nordufer

Die nördliche Aa-Promenade zwischen Theodor-Heuss-Ring und Neustraße lädt nach einer Umgestaltung zum Aufenthalt ein. So wurden zwei Sitzplatzsituationen mit Blick auf die Aa geschaffen, die mit einem Betonsteinbelag eingefasst sind. Eine Blockstufe trennt den Platz von der Uferböschung und bietet eine zusätzliche Sitzmöglichkeit.

Ökologisch aufgewertet ist der Grünzug durch eine insektenfreundliche Stauden- und Strauchpflanzung, die beispielsweise die Sitzplätze umgeben.

Außerdem wurde der vorhandene Weg mit einer neuen wassergebundenen Wegedecke versehen. Ein Aufweichen der Oberfläche wird durch den neuen Belag verhindert, so dass der Weg nicht mehr matschig wird und komfortabel begehbar ist.

Die Umgestaltung wurde im Herbst 2023 abgeschlossen.

Für die Maßnahme wurden Mittel aus der Städtebauförderung des Landes NRW und des Bundes bewilligt.

Weberplatz

Eine der wenigen innerstädtischen Grünflächen liegt an der Weberstraße. Bisher bestand diese im Wesentlichen aus niedrigem, flächigem Strauchwerk. Außerdem waren zwei kleinere Spielpunkte integriert, die jedoch zum Teil wegen mangelnder Verkehrssicherheit entfernt werden mussten. Die Funktion der Grünfläche bestand seitdem überwiegend in der Zuwegung zum Altenheim.

Im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt 2030+ sind in verschiedenen Bürgerveranstaltungen Anregungen und Ideen zur künftigen Nutzung und Gestaltung gesammelt worden, die in die Planungen aufgenommen wurden. Diese betrafen vor allem die Möglichkeit, sich zu bewegen und zu begegnen

Jung und Alt finden dort Platz und Angebote für Spiel, Bewegung und Ruhepausen unter den schattenspendenden Bäumen im Zentrum der belebten Innenstadt. Ergänzt wurde die Gestaltung durch die Anlegung von Staudenbeeten sowie Aufstellung von Hochbeeten, die in einem Gemeinschaftsprojekt des Stifts und einer angrenzenden Kita gepflegt werden. Die Grünanlage bietet einen Spielbereich mit einem Kletter- und Balancierparcours, eine Gruppenschaukel und einen Wasserspielbereich. Eine große "Hollywood-Schaukel", Pedaltrainer vor Sitzbänken und eine auf Federn gelagerte Wipp-Bank sind entlang des umlaufenden Rundwegs angeordnet und laden zum Ausprobieren ein.

Die Umgestaltung wurde im Jahr Sommer 2022 abgeschlossen.

Für die Maßnahme wurden Mittel aus der Städtebauförderung des Landes NRW und des Bundes bewilligt.

Spielgarten Liebfrauenplatz

Auf dem Liebfrauenplatz ist ein Teil der Fläche zu einem Stadtgarten mit Spielplatz umgestaltet worden. Verschiedene Sitz- und Spielelemente sind in eine attraktive Gartenanlage integriert worden und tragen so zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität bei.

Die Fläche wurde bereits für die Aktion "Bocholter Gärten" im Frühjahr 2022 als temporärer Spielgarten angelegt. Dieser wurde seitens der Bürgerinnen und Bürgern sowie auch der Politik sehr gut angekommen, sodass die Aktion zunächst verlängert und schließlich für die kommenden Jahre temporär umgestaltet. Der Platz konnte im Dezember 2023 freigegeben werden.

Finanziell unterstützt wird die Stadt Bocholt über Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem "Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren des Landes Nordrhein-Westfalen".

Siehe auch https://www.bocholt.de/neuigkeiten/stadtentwicklung/liebfrauenplatz-neuer-stadtgarten-fuer-attraktivere-innenstadt