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Zukunft Bocholter Aasee

Rahmenplanung Aasee

Die Stadt Bocholt arbeitet stetig daran, den Aasee und seine Umgebung weiterzuentwickeln. Der Aasee bildet das verbindende Element zwischen Innenstadt, KuBAaI und Aasee - und ist damit ein wichtiger Bereich im Herzen unserer Stadt.

In den letzten Jahren gab es verschiedene Entwicklungen rund um den Aasee:

  • neue Planungen am KuBAaI-Areal,
  • einen Bebauungsplan für Gastronomieflächen am nordwestlichen Ufer,
  • Anfragen zur Erweiterung des Wohnmobilparks und zur Nutzung der Badebucht.

Damit alles gut zusammenpasst und sinnvoll weiterentwickelt wird, braucht es ein Gesamtkonzept.

Um die nächsten Schritte zu planen, hat die Stadt Bocholt im Sommer 2022 das Büro Lichtenstein Landschaftsarchitekten & Stadtplanung (LILASP) mit einer Rahmenplanung für den Aasee beauftragt:

Weitere Informationen 

Erstellung des Rahmenplans Aasee

  • LILASP hat das Gebiet genau untersucht - Stärken, Schwächen und Chancen
  • Bürgerinnen und Bürger sowie viele Interessengruppen konnten im Herbst/Winter 2022 ihre Ideen und Wünsche einbringen
  • Themen wie demografischer Wandel und Klimaanpassung spielten ebenfalls eine wichtige Rolle
  • Viele Maßnahmen für den Aasee: entwickelt, bewertet und nach Kosten, Nutzen und Wirkung priorisiert
  • 23. Oktober 2023: Beschluss von Rahmenplanung und der Kosten- und Finanzierungsübersicht (KuF) im Rat der Stadt Bocholt

Umsetzung des Rahmenplans 

Die Maßnahmen aus der Rahmenplanung Aasee werden seit 2025 Schritt für Schritt bis über 2030 hinaus umgesetzt.

Dafür prüft die Stadt u.a., welche Förderprogramme genutzt werden können. Zusätzlich werden ab 2025 regelmäßig Haushaltsmittel für die wichtigsten Maßnahmen eingeplant.

Vor der Umsetzung werden die einzelnen Projekte genauer ausgearbeitet und die Kostenpläne fortgeschrieben.

Damit alle auf dem Laufenden bleiben, berichtet die Stadt jährlich im Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr über den aktuellen Stand der Arbeiten.

Was passiert als Nächstes am Aasee?

Ökologische Aufwertung/Erweiterung und Qualifizierung der Naturzone

Die naturgeprägte Zone auf der Westseite nördlich der Surferbucht soll in Fläche und Qualität weiterentwickelt werden. Bestehende Vegetationsstrukturen werden aufgewertet und die dichte Brombeer- und Pioniervegetation an der Bucht langfristig zurückgedrängt. Dadurch verbessert sich der Anflugbereich für Vögel, insbesondere für die Ansiedlung von Uferschwalben in den vom NABU geschaffenen Nisthilfen.

Die freigelegte Schneise wird nicht nur Arten der offeneren Lebensräume anziehen, sondern wird auch den Besuchern ein "Fenster zur Natur" eröffnen. Eine Aussichtsplattform ermöglicht Einblicke in den Uferbereich und auf Teile der Insel, ohne die Tierwelt wesentlich zu stören.

Die vorgelagerte Insel soll weiterhin als Lebensraum für Vögel sowie wassernahe Tier- und Pflanzenarten dienen und sich natürlich entwickeln können. Nach Norden kann die naturhafte Zone durch die Pflanzung einzelner Bäume erweitert werden, ohne die geplanten Freizeitnutzungen an der Segelbucht einzuschränken. Dabei sollen widerstandsfähige, heimische Arten verwendet werden.

Zuletzt wurde im Ausschuss für Klima, Umwelt und Energie am 28.04.2026 über den Sachstand der Maßnahme berichtet. Die Umsetzung soll im Herbst 2026 erfolgen.

Gefördert werden die Maßnahmen über den Naturpark Hohe Mark, durch die Förderrichtlinie Naturschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Fahrradständer

Die Verbesserung der Anbindung und Erfahrbarkeit des Aasees soll durch Maßnahmen der Rahmenplanung erreicht werden. Statt weniger, überdimensionierter Fahrradstellplätze sollen dezentrale Stellplätze errichtet werden. Zunächst wurden als erste Standorte dazu an der "Surferbucht" und im Bereich des großen Spielplatzes neue Fahrradanlehnbügel aufgestellt. Weitere Stellplätze sind noch in Abstimmung.

Spielplatz an der Badebucht

Die naturnahe Umgestaltung des Spielplatzes an der Badebucht soll einen abwechslungsreichen, attraktiven und ökologisch wertvollen Spielraum schaffen. Durch die Maßnahme werden die motorische Entwicklung, Kreativität und das soziale Miteinander der Kinder gefördert. Zusätzlich wird der Spielplatz klimaresilienter gestaltet, indem mehr schattenspendende Bäume gepflanzt und versickerungsfähige Flächen geschaffen werden.

Naturnahe Spielplätze bieten vielseitige und interessante Gestaltungselemente, die Kinder anregen, kreativ und aktiv zu spielen sowie beiläufig Naturerfahrungen zu sammeln. Materialien wie Holz und Steine fördern die Fantasie sowie die körperliche und geistige Entwicklung. Sie ermöglichen Rollenspiele, experimentelles Spielen mit verschiedenen Materialien, das ruhige Beobachten der Natur und das Erlernen von Problemlösungen im freien Spiel. Zudem haben Naturerlebnisse nachweislich einen positiven Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit und den Stressabbau bei Kindern und Jugendlichen.

Die Umsetzung erfolgt voraussichtlich ab Herbst 2026.

Planungsstand vom 10.09.2024

Für die Maßnahme wurden Mittel aus der Förderung "Natürlicher Klimaschutz in Kommunen" der KFW (Zuschuss Nr. 444) bewilligt.

Angebote für alle Generationen

Neben den Elementen für Kinder sollen auch generationenübergreifende Angebote geschaffen werden.

Am Spielplatz an der Badebucht wird eine Bank mit einem Tretrad davor und einem Drehsitz zur Förderung der Beweglichkeit aufgestellt. Die Umsetzung soll noch in 2026 erfolgen.

Weiterentwicklung der Festwiese

Die Festwiese am Aasee soll künftig intensiver genutzt und zu einer Eventfläche mit den entsprechend notwendigen technischen Anschlüssen an Strom und Wasser entwickelt werden. Die Umsetzung ist im Herbst 2026 geplant.

Extensive Wiesenfläche und Streuobstwiese anlegen

Die Wiesenflächen nördlich und südlich des Bewegungsparks sollen extensiv gepflegt und als artenreicher Lebensraum entwickelt werden. Südlich des Bewegungsparks soll eine Streuobstwiese mit hochstämmigen Obstbäumen angelegt werden, deren Früchte den Besuchern des Aasees zur Erntezeit zum privaten Verzehr zur Verfügung stehen. Unterhalb der Obstbäume wird eine Blühmischung ausgesät, um den ökologischen Wert einer Streuobstwiese voll auszuschöpfen.

Die Flächen nördlich des Bewegungsparks bieten Platz für weitere einzelne hochstämmige Obstbäume sowie blütenreiche Wiesenabschnitte.

Zuletzt wurde im Ausschuss für Klima, Umwelt und Energie am 28.04.2026 über den Sachstand der Maßnahme berichtet. Insgesamt werden 30 hochstämmige Obstbäume gepflanzt. Die Umsetzung ist für 2026/2027 geplant.

Für die Maßnahme wurden Mittel aus der Förderung "Natürlicher Klimaschutz in Kommunen" der KFW (Zuschuss Nr. 444) bewilligt.

Abgeschlossene Projekte

Aasee Terrassen und Gastronomie 

Um den Standort für Freizeit und Erholung zu stärken und zugleich die Verbindung zwischen Innenstadt, kubaai und Aasee zu attraktivieren, wurden mit dem Bebauungsplan SO 28, 7. Änderung die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung von Speisegastronomiebetrieben am Westufer des Aasees an der Uhlandstraße geschaffen. Zudem sollen die Grünflächen erhalten und der Freiraum aufgewertet werden.

Das R-Café eröffnete im Mai 2026. Rund um die neue Gastronomie wird der öffentliche Raum im selben Jahr neugestaltet.

Querungsmöglichkeit Uhlandstraße

Um den Fuß- und Radverkehr weiterhin zu fördern, wird die Verbindung zur Innenstadt gestärkt. Zu diesem Zweck wurde eine zusätzliche Querungsmöglichkeit an der Uhlandstraße geschaffen. Diese wurde auf Höhe der der neuen Gastronomie hergestellt und dient damit auch den vom südlichen Ufer kommenden Passanten als kürzeste Verbindung in die Innenstadt.

Wellenliegen

Der Naturpark Hohe Mark verfolgt als Verein das Ziel, die Region als bedeutendes Erholungsgebiet zu erhalten und eine naturnahe Freizeitgestaltung zu fördern. Da weite Teile des Bocholter Stadtgebietes zum Naturpark gehören, arbeiten die Stadtverwaltung und der Verein eng zusammen, um die Infrastruktur für einen nachhaltigen Tourismus stetig zu verbessern.

Das jüngste Ergebnis dieser Kooperation ist die Aufstellung von drei Doppelwellenliegen und drei Einzelwellenliegen, die seit November 2025 für eine gesteigerte Aufenthaltsqualität am Aasee sorgen.

Ein Großteil der Kosten wurde über das Förderbudget für den Naturpark Hohe Mark des "FöNa" des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. Weitere Informationen zu der Maßnahme finden Sie hier.

Aasee