Eichenprozessionsspinner
Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt - was ist zu tun?
Die Stadt Bocholt verzeichnet eine anhaltend positive Entwicklung bei der Eindämmung des Eichenprozessionsspinners (EPS). Bereits im vergangenen Jahr 2025 wurde kein größerer Befall auf dem gesamten Stadtgebiet festgestellt. Die in den Vorjahren ergriffenen präventiven Maßnahmen in Kombination mit einer konsequenten und zeitnahen Nestentfernung haben sich als wirksam und nachhaltig erwiesen. Neben den städtischen Maßnahmen spielen hierbei wahrscheinlich auch externe Faktoren wie Witterungseinflüsse und allgemeine, großräumige Populationsverschiebungen eine Rolle, die in Fachkreisen diskutiert werden. Auch für das aktuelle Jahr 2026 sieht die Stadt Bocholt aufgrund der stabilen Lage von flächendeckenden präventiven Einsätzen ab.
Falls präventive Maßnahmen erforderlich sein sollten, wird auf die bewährten zugelassenen Verfahren (Einsatz von Bacillus thuringiensis-Präparaten) zurückgegriffen. Durch seine selektive Wirkung ist das eingesetzte Mittel besonders nützlingsschonend und nicht bienengefährlich. Das Mittel hemmt die Entwicklung der Raupen, so dass erst gar keine Nesselhärchen ausgebildet werden.
Um Raupen oder Raupennester des Eichenprozessionsspinners an Bäumen im Gebiet der Stadt Bocholt zu melden, nutzen Sie bitte das Online-Meldeformular.
Hinweis: Auf öffentlichen Flächen ist die Stadtverwaltung für die Entfernung von Nestern zuständig, auf privatem Gelände der Eigentümer!
Nachfolgend finden Sie eine digitale Karte, in der alle bereits gemeldeten bzw. bekannten Befallsorte im Stadtgebiet markiert sind. Das Online-Meldeverfahren und die Übersichtskarte wurden vom Kreis Borken und der Stadt Bocholt entwickelt und den kreisangehörigen Kommunen und Gemeinden zur Verfügung gestellt.
Karte: Gemeldete Nester im Kreis
Auf folgender Karte können Sie sehen, wo im Kreis Borken Nester des Eichenprozessionsspinners gemeldet wurden:
Gefahren durch Eichenprozessionsspinner
Die Brennhaare der Raupen, die ein Nesselgift enthalten, können für Menschen und Tieren erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen.
Ein Kontakt mit den fast unsichtbaren Härchen löst Hautausschläge, Brennen und Juckreiz aus. Seltener kommt es auch zu schwereren Reaktionen wie Atemwegsreizungen, Bindehautentzündungen oder Fieber.
Bei Auftreten von allergischen Symptomen sollte der behandelnde Arzt oder Hautarzt aufgesucht werden!
Stadt setzt ergänzend auf Meisen
Die Verwaltung in Bocholt erprobt seit einiger Zeit neben den üblichen Vorsorgemaßnahmen eine neue Methode: Meisen sollen helfen, das Aufkommen der Eichenprozessionsspinner-Raupen auf natürliche Weise einzudämmen.
Die Idee stammt aus den Niederlanden. Dort soll in Straßenzügen mit Eichenbestand, in denen viele Meisen nisten, weniger Raupenbefall beobachtet worden sein.
An vier ausgesuchten Stellen im Außenbereich wurden Nistkästen für Meisen aufgehängt. Während der Brut- und Nistzeit nutzen die Vögel die Raupen des Eichenprozessionsspinners auch als Nahrung. Jedoch nur solange sie keine Brennhaare gebildet hat.



