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Pläne und Perspektiven

Was genau ist geplant?

Viele Fäden laufen am Rathaus mit Kulturzentrum am Berliner Platz zusammen: Es soll wieder sowohl Begegnungsstätte mit öffentlicher Gastronomie als auch erster Anlaufpunkt für Bürgerinnen und Bürger sowie Kulturstätte mit Theatersaal werden. 

Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss des Gebäudes werden die bürgerintensiven Bereiche angesiedelt werden, darunter:

  • Bürgerbüro
  • Ausländerbehörde
  • Kreisnebenstelle
  • Beraterplätze für Bürgerinnen und Bürger (z.B. Bauordnung)

Auch soll die Barrierefreiheit im Gebäude maßgeblich verbessert werden - unter Beachtung der Bestimmungen des Denkmalschutzes, dem das Gebäude seit 2016 unterliegt.

Weitere Maßnahmen und Daten:

  • Aufstockung um eine 4. Etage
  • Arbeitsplätze für 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung
  • Größerer Ratssaal
  • Theatersanierung mit erweiterter Bühne
  • Erneuerung der Haustechnik
  • Energie sparen
  • Barrierefreiheit verbessern

Vorhang auf: Das städtische Bühnenhaus

Ob Neujahrskonzert, Theateraufführung, Kabarett oder Lesung: Das städtische Bühnenhaus ist eine der zentralen Orte für die Bocholter Kulturlandschaft.

Dabei haben sich die Ansprüche und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb eines Bühnenhauses seit den 1970er-Jahren verändert. So sehen die aktuellen Planungen für den Umbau des Bühnenhauses eine erweiterte Hinterbühne an der Ostseite des Gebäudes vor, um dort unter anderem technisches Material wie Beleuchtung und Dekoration zu lagern.

Die Sanierung des Bühnenhauses umfasst unter anderem:

  • Eine komplette Erneuerung der Bühnen- und Saalbeleuchtung
  • Aufarbeitung und teilweiser Austausch des Bühnenbodens
  • Neue Bühnentechnik (Maschinen, Audio- und Videotechnik)
  • Neue Vorhänge und andere Bühnentextilien
  • Aufarbeitung der Saalbestuhlung

Gesamtkosten für das Projekt:

Die Stadtverordnetenversammlung hat am 10. Juni 2026 der aktualisierten Kosten- und Risikobetrachtung für die Sanierung des Rathauses am Berliner Platz zugestimmt. Beschlossen wurde dabei die finanzielle Abdeckung der signifikanten Projektrisiken, wodurch sich der neue Gesamtrahmen auf 114,1 Millionen Euro beläuft. Die gezielte Vorsorge soll den weiteren Bauverlauf absichern und zeitliche Verzögerungen durch nachträgliche Budgetanpassungen verhindern. Dieser Gesamtrahmen bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Risiken eintreten oder die Mittel voll ausgeschöpft werden.

Die Anpassung des Budgets wurde notwendig, da das bisherige Budget von 83,9 Millionen Euro, welches im April durch kurzfristige zusätzliche Mittel auf rund 92,4 Millionen Euro erhöht worden war, für die Fertigstellung nicht mehr auskömmlich ist.

Die reine Basis-Kostenprognose ohne Risikobetrachtung liegt aktuell bei rund 102,3 Millionen Euro. 

Ratsbeschluss

Im Jahr 2018 fasste der Bocholter Stadtrat den Grundsatzbeschluss, das Rathaus zu sanieren.

Die Pläne wurden im weiteren Verlauf konkreter. Im Jahr 2021 wurden Varianten vorgestellt (siehe Download unten) und durch die Bocholter Stadtpolitik beschlossen.