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Ortskernentwicklung Suderwick

Dorfplatz Suderwick

Suderwick soll noch schöner werden!

Im März 2025 hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, ein neues Konzept für die Gestaltung des Ortskerns weiter voranzutreiben: das Ortskernentwicklungskonzept, kurz OKEK: Ziel ist es, das Zentrum von Suderwick noch gemütlicher und einladender zu machen, das Dorfbild weiter aufzuwerten und die grünen Flächen zu vergrößern.

Dabei soll die Verbindung zum niederländischen Nachbarn Dinxperlo gestärkt werden und gleichzeitig die besondere Identität Suderwicks bewahrt bleiben. Der Blick über die Grenze ins niederländische Dinxperlo ist dabei ausdrücklich erlaubt.

Der Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr hat am 24.02.26 beschlossen, die Planungen zu billigen und für beide Maßnahmen Fördermittel aus dem Programm "Struktur- und Dorfentwicklung NRW" zu beantragen (Beschlussvorlage 42/2026).

Hier finden Sie die Präsentation (Stand: 24.02.26) aus dem Ausschuss.

Die Förderanträge wurden Anfang März eingereicht. Währung noch auf die die Entscheidung der Fördergeber gewartet wird, werden die Planungen bereits weiter vorangetrieben.

Aktuelles

Dorfplatz Entwurf 05.03.26

Damit der Dorfplatz möglichst gut zu den Bedürfnissen des Suderwicker Dorflebens passt, werden die ortsansässigen Vereine vom 20.04.26 bis zum 29.05.26 um eine Stellungnahme zu der Planung gebeten

Während der Zeit können die Stellungnahmen zu diesem Plan hier abgegeben werden. Ihre Rückmeldungen helfen dabei, Veranstaltungen und Nutzungen bestmöglich zu berücksichtigen.

Ein Blick über die Grenze: Die Centrumsvisie Dinxperlo

Die Idee für die Veränderungen in Suderwick ist- neben in die Jahre gekommenen Leitungen Suderwicks, die sowieso ausgetauscht werden müssen - nämlich durch die Entwicklungen im Nachbarort Dinxperlo beeinflusst worden. Seit 2020 wurde in den Niederlanden an der sogenannten "Centrumsvisie Dinxperlo" gearbeitet - einem Plan, wie das Zentrum von Dinxperlo neugestaltet werden kann (siehe https://centrumdinxperlo.nl/). Die Gemeinde Aalten hat dafür gemeinsam mit Planungsbüros Planungen für den Dorfplatz, die Allee und den Hellweg erarbeitet. Ein Teil des Hellwegs liegt sogar auf deutscher Seite und führt direkt zur Sporker Straße. Bis zur Landesgrenze werden daher Dinxperlo und Suderwick durch eine gemeinsame Umgestaltung des Hellwegs weiter aufgewertet.

Über den Hellweg und die Allee hinweg sollen Besucherinnen und Besucher über attraktiver gestaltete Wege direkt ins Zentrum Dinxperlos gelangen. Hotspots sollen an Vergangenes erinnern und zum Verweilen einladen. Die Grenzerlebbarmachung soll so stärker erfolgen, als es bisher der Fall war. Anstelle der heutigen Kreuzchen auf der Fahrbahn, wird der gesamte Bürgersteig Bereich, der südlich der Grenze liegt, umgestaltet und ausgebaut.

Die Centrumsvisie endet im Bereich des Hellwegs, der entlang der Landesgrenze in die Sporker Straße mündet. Das OKEK knüpft daher für den oben dargestellten Bereich an die Pläne der Centrumsvisie an.

Was ist also das OKEK?

Das OKEK ist ein erster Plan, wie der Ortskern von Suderwick in Zukunft gestaltet werden könnte. Betrachtet wurde dabei die Sporker Straße, der Dorfplatz und ein Teil der Wiggerstraße. Besonders genau wurde dabei auf zwei Bereiche geschaut: auf den Dorfplatz und den Abschnitt der Sporker Straße zwischen Dorfplatz und Hellweg. Damit wurde also auch hier der Weg ins Zentrum Suderwicks in den Fokus genommen.

In dem Gestaltungsentwurf OKEK werden viele Themen zusammengebracht: Grünflächen, Umwelt- und Klimaschutz, Verkehr und die Gestaltung von öffentlichen Plätzen und vieles mehr. Suderwick soll also nicht nur schöner werden - es geht auch um mehr Lebensqualität und Klimaresilienz.

Erarbeitet wurde der Gestaltungsentwurf vom Planungsbüro Wolters Partner Stadtplaner GmbH. Schon bei diesem Schritt konnten Bürgerinnen und Bürger mitreden - zum Beispiel bei einem Stadtspaziergang mit anschließender Planungsrunde im September 2024. Hierbei konnten Interessierte ihre Ideen und Meinungen einbringen (https://www.bocholt.de/neuigkeiten/stadtentwicklung/stadtteil-suderwick-soll-(noch)-schoener-werden). Diese Rückmeldungen sind bereits in den aktuellen Entwurf eingeflossen.

In künftigen Planungsschritten wird es zu weiteren Beteiligungen kommen. Bürgerinnen und Bürger werden weiter herzlich eingeladen sein, sich an den Planungen zu beteiligen und ihre Ideen einzubringen. Eine konkrete Zeitschiene zu Vorstellungen der Planungen und Beteiligungen kann zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gegeben werden.

Was ist in Suderwick geplant?

Der Dorfplatz und die Sporker Straße (als Verlängerung des Hellwegs) sollen also schöner und einladender werden. Die Gestaltung soll sich dabei an den Plänen der Niederlanden orientieren, um die besondere Lage direkt an der Grenze zu betonen. So sollen einige Gestaltungselemente aus der Centrumsvisie auch für Suderwick übernommen werden: Zum Beispiel könnten Geh- und Fußwegbereiche in Anlehnung an die Dinxperloer Gestaltung rotes Klinkerpflaster im Reihenverband erhalten. Eine "Lange Bank" könnte geplante Grünflächen am Dorfplatz Suderwicks einfassen und zum Verweilen einladen - ähnlich wie sie nun in Dinxperlo z.B. um die Kirche entstanden sind. So könnte ein Wiedererkennungswert geschaffen werden in beiden Ortskernen. Gleichzeitig soll natürlich auch der eigene Charakter Suderwicks erhalten bleiben.

Die Kanäle an der Sporker Straße zwischen Dorfplatz und Hellweg sind veraltet und werden erneuert - eine Chance, den Bereich noch schöner zu gestalten.

Wie geht es jetzt weiter?

Damit die Ideen aus dem OKEK Wirklichkeit werden können, sind nun weitere Planungsschritte erforderlich. Beim vorliegenden OKEK handelt es sich zunächst um einen Gestaltungsentwurf. Dieser zeigt Ideen und Zielrichtungen auf - etwa durch eingezeichnete Bäume, die symbolisch für mehr Grün stehen. Wo genau Bäume gepflanzt werden können, wird im nächsten Schritt geprüft. Gleiches gilt für die Parkplätze: Welche Stellplätze künftig entstehen können oder möglicherweise entfallen, muss im Detail untersucht werden.

Das aktuelle OKEK bildet somit die Grundlage, auf der nun weitergearbeitet wird, um einen umsetzbaren und konkreten Plan zu entwickeln.

Zu Beginn des Jahres 2026 wurde dafür die nts Ingenieurgesellschaft mbH aus Münster beauftragt. Zunächst werden die Planungen für die westliche Sporker Straße, zwischen dem Hellweg und der Einmündung Wiggerstraße, sowie für den Dorfplatz  weiter ausgearbeitet und konkretisiert.

Ein wichtiger Bestandteil des Prozesses ist weiterhin die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Deshalb fand am 10.02.26 eine Bürgerinformationsveranstaltung statt, bei der über den aktuellen Stand informiert und Anregungen aufgenommen wurden.

Auf dieser Grundlage wurden die Planungen anschließend weiter präzisiert. Der Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr hat am 24.02.26 beschlossen, die Planungen zu billigen und für beide Maßnahmen Fördermittel aus dem Programm "Struktur- und Dorfentwicklung NRW" zu beantragen. Die Anträge wurden Anfang März eingereicht.

Währung noch auf die die Entscheidung der Fördergeber gewartet wird, werden die Planungen bereits weiter vorangetrieben.

Der Dorfplatz soll mit der Umgestaltung insbesondere mehr Aufenthaltsqualität bieten und an den Klimawandel angepasst werden. Zugleich soll der Platz die Dorfgemeinschaft stärken und Raum für unterschiedliche Nutzungen und Veranstaltungen bieten.

Damit der Platz möglichst gut zu den Bedürfnissen des Suderwicker Dorflebens passt, werden aktuell die ortsansässigen Vereine, vom vom 20.04.26 bis zum 29.05.26 um eine Stellungnahme zu der Planung gebeten. Ihre Rückmeldungen helfen dabei, Veranstaltungen und Nutzungen bestmöglich zu berücksichtigen.

Im Jahr 2027, nach Fertigstellung des Hellwegs im Rahmen der Centrumsvisie, startet die Umgestaltung auch auf Suderwicker-Seite: Zeitgleich mit den Tiefbauarbeiten beginnt die Erneuerung der Sporker Straße West, anschließend folgt die Neugestaltung des Dorfplatzes. Insgesamt investiert die Stadt rund 3,2 Millionen Euro in die Verschönerung - idealerweise unterstützt durch Fördermittel aus dem NRW-Programm "Struktur- und Dorfentwicklung".

Besonders wichtig ist dabei die aktive Mitarbeit der Menschen aus Suderwick und Umgebung mit einbezogen werden. Ziel ist es, Suderwick als attraktiven Wohnort und besonderen Grenzort nachhaltig weiterzuentwickeln.