Der besondere Film "Kein Land für Niemand - Abschottung eines Einwanderungslandes"
Dokumentarfilm zur Migrations- und Asylpolitik in Deutschland und der EU // Vorführung am Dienstag, 8. September 2026 um 20 Uhr im Kinodrom
Im Rahmen der Reihe "KINO Bocholt - der besondere Film" wird am Dienstag, den 8. September 2026 die Dokumentation "Kein Land für Niemand - Abschottung eines Einwanderungslandes" gezeigt. Der Film ergänzt die städtische Ausstellung "Schwere Schritte - Fluchtgeschichten", die im Anbau (Appendix) des LernWerks an der Industriestraße 1 zu sehen ist.
Die Dokumentation zeigt die grausamen Realitäten von Flucht und gibt Betroffenen eine Stimme und ein Gesicht. Exklusive Interviews mit Aktivisten, Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern verdeutlichen gesellschaftliche und politische Hintergründe. Der erstarkende Rechtspopulismus wird mit seinen Mechanismen der Angst fühlbar gemacht.
Deutschland steht im Jahr 2025 vor einem historischen Wendepunkt: Zum ersten Mal seit 1945 wird im Bundestag ein migrationspolitischer Entschließungsantrag verabschiedet - mit Unterstützung der AfD, die vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Tendenzen beobachtet wird. Die beschlossene Erklärung zur Begrenzung der Zuwanderung fordert unter anderem die vollständige Schließung der deutschen Grenzen. Ein politischer Kurswechsel ist erkennbar: weg vom Schutz Geflüchteter, hin zu Abschottung und Abschreckung. Die Regisseure untersuchen und verdeutlichen die Ursachen dieser Entwicklung. Polarisierung - Populismus - Bürokratie. Die Doku argumentiert sowohl etisch-moralisch als auch wirtschaftspolitisch äußerst klar und logisch.
Der Film dauert 111 Minuten.
Die Regie führten Maximilian Ahrens und Maik Lüdemann.
Trailer und Tickets gibt es unter www.kinodrom.de
Die Filmreihe "KINO Bocholt - der besondere Film" besteht seit 1977 als Kooperation des Fachbereiches Bildung und Kultur der Stadt Bocholt mit dem Kinodrom Bocholt. Ziel ist es, außergewöhnliche Filme, die sonst nicht im regulären Programm laufen, einem breiten Publikum zugänglich zu machen. In der Regel werden jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat ausgewählte Produktionen gezeigt. Der Eintritt beträgt 7 €.

