Der besondere Film "Astrid Lindgren - Die Menschheit hat den Verstand verloren"
Die einzigartige filmische Dokumentation gibt Einblick in die Kriegstagebücher der Autorin. Der Abend beleuchtet neue Seiten dieser weltberühmten Frau und Ihrer Familie. Die Vorführung erfolgt in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bocholt - Astrid Schupp.
Die filmische Dokumentation taucht ein in die Welt der Kriegstagebücher, die Astrid Lindgren zwischen 1939 und 1945 führte und die bis 2015 unentdeckt in ihrem Schlafzimmer lagen. Diese Tagebücher gewähren einen eindringlichen Einblick in die Schrecken des Zweiten Weltkriegs aus der Sicht einer Mutter und frühen Feministin, die sich für Frieden, Menschlichkeit und Gleichberechtigung einsetzte.
»Es waren ungewöhnlich Zeiten« beginnt der Film mit der Stimme der Tochter von Astrid Lindgren. Sie, Ihre Tochter und der Enkel stöbern gemeinsam durch die Tagebücher ihrer Vorfahrin. Sie lesen zwischen den Zeilen und begeben sich gemeinsam auf eine emotionale Reise in die schönen und schmerzhaften Erinnerungen. In jedem ihrer Einträge schimmern die Sanftmut, die Menschenliebe und der unbedingte Wille Astrids durch, die Welt ein bisschen besser zu machen.
Das meiste erzählt Astrid Lindgren jedoch selbst durch die Schauspielerin Sofia Pekkari, die in ihre Rolle schlüpft. Vom ersten Tag des Krieges im Jahr 1939 an bis zum Ende und wenige Monate danach folgt man ihr, wie sie sich Gedanken macht, sich um die Menschen in diesem Krieg sorgt, um die Menschheit allgemein, wie sie die Russen irgendwann noch mehr fürchtet als die Deutschen, wie sie das schlechte Gewissen plagt, weil es ihr und ihrer Familie dank des guten Gehaltes ihres Mannes Sture so gut geht. Sie reflektiert über ihr Leben und das Weltgeschehen und beweist dabei immer wieder eine vorausschauende Weitsicht.
Der Film dauert 102 Minuten. Die Regie führte Wilfried Hauke.
Trailer und Tickets gibt es unter www.kinodrom.de
Die Filmreihe "KINO Bocholt - der besondere Film" besteht seit 1977 als Kooperation des Fachbereiches Bildung und Kultur der Stadt Bocholt mit dem Kinodrom Bocholt. Ziel ist es, außergewöhnliche Filme, die sonst nicht im regulären Programm laufen, einem breiten Publikum zugänglich zu machen. In der Regel werden jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat ausgewählte Produktionen gezeigt. Der Eintritt beträgt 7 €.

