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Angebote und weitere Maßnahmen

Mit "Gemeinsam Pflege" entstehen in Bocholt neben Beratungs-, Schulungs- und Unterstützungsangeboten weitere Projekte, die das Leben von pflegebedürftigen und älteren Menschen verbessern sollen.

Im Mittelpunkt stehen Teilhabe, Begegnung, Inklusion und Lebensqualität. Gemeinsam mit Pflegeeinrichtungen, Quartieren und weiteren Partnern möchten wir neue Möglichkeiten schaffen und bestehende Strukturen weiterentwickeln.

Was das Projekt noch zu bieten hat

Die Pflege-Charta - Gemeinsam für gute Pflege

Was ist die Pflege-Charta?

Die Beteiligung am Landesprogramm "Vereinbarkeit von Beruf & Pflege NRW" des Kuratorrium deutsche Altershilfe und die Unterzeichnung der Charta ist eine freiwillige Selbstverpflichtung für Unternehmen, Behörden und Organisationen, die sich für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und der Pflege von Angehörigen einsetzen. 

Mit der Unterzeichnung der Charta positionieren sich als pflegesensibles Unternehmen und verpflichten sich, Arbeitsbedingungen und Unterstützungsangebote pflegefreundlich zu gestalten. Mit dem Beitritt zum Landesprrogramm erhalten Sie ein digitales Signet für die Pflegevereinbarkeit, Zugang zum betrieblichen Pflegekoffer, Qualifizierung betrieblicher Pflege-Guides als erste Anlaufstelle für Ihr Unternehmen und deren fachliche Begleitung, aktuelle Informationen für Pflegende Angehörige und die Möglichkeit der Vernetzung. Der Beitritt zum Landesprogramm und die Unterzeichnung der Charta ist für Sie kostenlos. Weitere Informationen finden Sie hier

Was soll damit erreicht werden?

Ziel ist es, das Bewusstsein für die Herausforderungen pflegender Beschäftigter zu stärken und die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege als wichtigen Bestandteil einer zukunftsorientierten Personalpolitik zu verankern. Im Hinblick auf den demografischen Wandel wird die Zahl der Beschäftigten, die neben ihrem Beruf Angehörige pflegen, weiter steigen. Eine pflegebewusste Unternehmenskultur kann dazu beitragen Fachkräfte langfristig zu halten, indem sie geeignete Rahmenbedingungen schafft, die eine gute Vereinbarkeit von beruflichen Anforderungen und familiärer Pflegeverantwortung ermöglichen. Davon profitieren sowohl die Beschäftigten als auch die Unternehmen.

Die Stadt Bocholt - die selbst bereits die Charta unterzeichnet hat - berät und unterstützt interessierte Unternehmen, Behörden und Organisationen dabei, die Charta in ihrem Unternehmen umzusetzen. 

 

Bei Interesse melden Sie sich gerne bei:

Antje Schlütter

Rente, Senioren, Betreuungen und Ehrenamt

Soziales

E-Mail senden

+49 2871 953-2337

Die "Bocholter Aktivkiste" - gemeinsam spielen und aktiv bleiben

Was ist die "Bocholter Aktivkiste"?

Der Bocholter Aktivkiste bringt Spiele, Beschäftigungs- und Aktivierungsmaterialien direkt zu älteren und pflegebedürftigen Menschen.

Pflegeeinrichtungen, Tagespflegen, ambulante Angebote und Quartierstreffs können den Wagen ausleihen und die unterschiedlichen Materialien für ihre Angebote nutzen. Neben klassischen Spielen können auch moderne und digitale Möglichkeiten zur Aktivierung angeboten werden.

Was soll damit erreicht werden?

Spielen macht nicht nur Spaß: Es kann Bewegung, Gedächtnis, Geschicklichkeit und soziale Kontakte fördern. Vor allem aber bringt es Menschen zusammen.

Die Bocholter Aktivkiste ermöglicht Einrichtungen, unterschiedliche Angebote auszuprobieren, ohne alle Materialien selbst anschaffen zu müssen. So entstehen abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten für pflegebedürftige Menschen.

Lokaler Teilhabekreis - Ihre Erfahrungen zählen

Was ist der lokale Teilhabekreis?

Im lokalen Teilhabekreis kommen Bocholter Akteure der Behindertenhilfe, Selbsthilfegruppen, Einrichtungen, Organisationen, Vereine und weitere Beteiligte zusammen.

Sie können ihre Erfahrungen einbringen und auf Barrieren und Schwierigkeiten im Alltag aufmerksam machen. Der Teilhabekreis dient dabei als Sprachrohr in die Stadtverwaltung.

So können die Bedürfnisse betroffener Menschen beispielsweise bei Veranstaltungen, Planungen jeglicher Art und baulichen Maßnahmen noch besser frühzeitig mitgedacht werden - auch dort, wo allgemeine Vorgaben und DIN-Normen allein nicht alle individuellen Bedürfnisse abbilden.

Auch das Informationsangebot auf der Seite www.bocholt.de/teilhabe soll gemeinsam weiter ausgebaut werden.

Was soll damit erreicht werden?

Menschen, die im Alltag selbst auf Barrieren stoßen, wissen häufig am besten, wo Veränderungen notwendig sind. Dieses Wissen soll stärker in Entscheidungen und Planungen der Stadt einfließen.

Gleichzeitig funktioniert der Austausch auch in die andere Richtung: Informationen aus der Stadtverwaltung können über den Teilhabekreis an Einrichtungen, Organisationen und Vereine weitergegeben werden.

So entsteht ein gemeinsamer Austausch mit einem Ziel: mehr Inklusion, Barrierefreiheit und Teilhabe in Bocholt.

Pflegeeinrichtungen als Begegnungsorte - Gemeinsam im Quartier

Was steckt hinter dieser Maßnahme?

Pflegeeinrichtungen sollen nicht nur Orte zum Wohnen und zur Pflege sein, sondern stärker zu offenen Begegnungsorten im Quartier werden.

Dafür werden gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten organisiert, bei denen Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen mit Menschen aus dem Quartier zusammenkommen.

Das können zum Beispiel Feste, Spielenachmittage, gemeinsame Aktionen, kulturelle Angebote oder andere Begegnungsveranstaltungen sein.

Was soll damit erreicht werden?

Pflegebedürftige Menschen sollen weiterhin Teil ihres Quartiers und des gesellschaftlichen Lebens bleiben. Gleichzeitig können Bürgerinnen und Bürger Pflegeeinrichtungen in einer offenen und ungezwungenen Atmosphäre kennenlernen.

Durch gemeinsame Erlebnisse sollen Berührungsängste und Vorbehalte abgebaut, neue Kontakte geschaffen und das Miteinander im Quartier gestärkt werden.

Bocholt barrierefreier machen 

Gemeinsam möchten wir öffentlich zugängliche Orte in Bocholt genauer unter die Lupe nehmen. Dazu gehören zum Beispiel Geschäfte, Restaurants, Arztpraxen, Apotheken sowie Kultur-, Freizeit- und öffentliche Einrichtungen.

Mithilfe eines vorbereiteten Erhebungsbogens wird vor Ort geprüft: Ist der Eingang gut erreichbar? Gibt es Stufen? Sind Türen breit genug? Gibt es eine barrierefreie Toilette? Wie sieht es mit Orientierung, Sehen und Hören aus?

Was ist der Zweck?

Die Ergebnisse sollen auf der Internetseite von "Gemeinsam Pflege" veröffentlicht werden. Menschen mit Pflegebedarf oder körperlichen Einschränkungen und ihre Angehörigen können dadurch schon vor einem Besuch sehen, wie gut eine Einrichtung für sie zugänglich ist.

Gleichzeitig möchten wir Einrichtungen und die Öffentlichkeit auf bestehende Barrieren aufmerksam machen und dazu motivieren, diese nach und nach abzubauen.

Die Erhebung wird unter anderem gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern einer Bocholter Förderschule mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung durchgeführt. Dadurch fließen die Erfahrungen von Menschen, die Barrieren selbst erleben, unmittelbar in die Bewertung ein.

Auch weitere freiwillig Engagierte können die Erhebung unterstützen. Das Konzept sieht neben den Schülerinnen und Schülern ausdrücklich auch ehrenamtliche Beteiligung vor.

→ Mehr erfahren & Bocholt auf Barrierefreiheit prüfen

Mit der Rikscha gemeinsam unterwegs

Bocholt ist eine Fahrrad-Stadt. Mit den E-Fahrrad-Rikschas möchten wir pflegebedürftigen und mobilitätseingeschränkten Menschen ermöglichen, wieder mit dem Rad unterwegs zu sein, frische Luft zu genießen und am Leben im Quartier teilzunehmen. Ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer unternehmen mit den Fahrgästen kleine Ausflüge durch Bocholt und schaffen dabei Raum für Begegnung, Gespräche und schöne gemeinsame Erlebnisse.

Dabei geht es um viel mehr als eine Fahrt: Gespräche, gemeinsame Erlebnisse, Begegnung und Teilhabe stehen im Mittelpunkt.

Was ist der Zweck?

Gerade Menschen mit Pflegebedarf oder eingeschränkter Mobilität können ihre Umgebung häufig nicht mehr selbstständig erkunden. Die Rikschafahrten ermöglichen ihnen wieder mehr Mobilität, soziale Kontakte und schöne Erlebnisse außerhalb der eigenen vier Wände

Für die Rikschafahrten suchen wir noch ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich - vor dem ersten Einsatz erfolgt eine ausführliche Einweisung in die sichere Nutzung der Rikscha. Bei Interesse freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme!

Sozialführerschein - Soziales Engagement erleben

Mit dem Sozialführerschein erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im sozialen Bereich zu sammeln. Über ein Schulhalbjahr engagieren sie sich wöchentlich für zwei Stunden in einer sozialen oder pflegerischen Einrichtung in Bocholt.

Dabei lernen sie unterschiedliche soziale Tätigkeitsfelder kennen, kommen mit Menschen verschiedener Lebenssituationen in Kontakt und stärken Fähigkeiten wie Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Kommunikation. Gleichzeitig soll der Sozialführerschein Interesse an ehrenamtlichem Engagement sowie sozialen und pflegerischen Berufen wecken.