Beim Anklicken der Sprachfunktion wird eine Verbindung mit Google hergestellt und Ihre personenbezogenen Daten werden an Google weitergeleitet!

Sprache zurücksetzen

Entwicklungen am Bahnhof

Ein moderner Mobilitätsknotenpunkt, mehr Verkehrssicherheit und grüne Aufenthaltsqualität: Das Bahnhofsumfeld in Bocholt wird umfassend umgestaltet. Mit Unterstützung von rund 3,9 Millionen Euro an Fördermitteln von EU und Land NRW wird der Bereich rund um Bahnhofsvorplatz, Hindenburgstraße und den angrenzenden Kreuzungsbereich zukunftsfähig gemacht.

pm_2026-08-28_stadt-bocholt (1)

3,9 Millionen Euro Fördergelder für Bocholt bewilligt

Gute Nachrichten für Bocholt: Ende August 2026 wurden die offiziellen Förderbescheide übergeben. Das Projekt wird im Rahmen des EFRE-Programms "Nachhaltige städtische Mobilität für alle" mit insgesamt rund 3,9 Millionen Euro unterstützt. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Unsere Ziele auf einen Blick

Mit der Neugestaltung verfolgt die Stadt Bocholt zentrale Leitlinien aus dem Integrierten Mobilitätskonzept 2035:

Moderne Mobilstation: Optimale und barrierefreie Verknüpfung von Bahn, Bus, Fahrrad, Taxi und Fußverkehr.

Mehr Raum für den Busverkehr: Erweiterung der Haltestellenkapazitäten für ein zukunftsfähiges Nah- und Regionalbusnetz.

Sicher zu Fuß und auf dem Rad: Entschärfung von Gefahrenstellen, neue Radwege und übersichtliche Querungen über den Innenstadtring.

Grüne Visitenkarte der Stadt: Verkleinerung reiner Verkehrsflächen zugunsten von Grünzonen, schattenspendenden Bäumen und attraktiven Verweilzonen.

Bessere Achse zur Innenstadt: Direkte, attraktive Fuß- und Radwegeverbindung durch das künftige Aa-Quartier zur Bocholter Aa.

Die Maßnahmen im Detail 

NTS Planung

Bahnhofsvorplatz und Hindenburgstraße

Der Vorplatz wird grundlegend neu geordnet, um Verkehrschaos zu vermeiden und mehr Raum für Menschen zu schaffen:

Kompakte Busschleife & sechs Haltestellen: Durch eine kompaktere Verkehrsführung entstehen sechs reguläre Bussteige - drei davon direkt am kombinierten Bus-Bahn-Steig für kurze Umsteigewege.

Neuer Bus-Pausenbereich & Fernbusse: Busse in Betriebspausen stehen künftig nicht mehr störend am Vorplatz, sondern nutzen neue Pausenplätze und eine Wendeanlage am Ende der Hindenburgstraße (ehemaliger Güterbahnhof). Dort werden auch eine Fernbushaltestelle und Ladepunkte für E-Busse vorbereitet.

Klare Trennung - keine blockierten Haltestellen mehr: Um parkende Autos vor den Haltestellen künftig auszuschließen, werden die Pkw-Flächen klar vom Busverkehr getrennt. Am Vorplatz stehen weiterhin reservierte Kurzzeit-, Behinderten-, Motorrad-, Taxi- und E-Ladeplätze zur Verfügung. (Hinweis: Ein ergänzendes Parkhaus an der Ewaldstraße ist separat vorgesehen).

Fahrradfreundliche Ausstattung: Es entstehen vielfältige Fahrradstellplätze, darunter überdachte sowie gesicherte Anlagen direkt am Bahnhof.

Vollständige Barrierefreiheit & Echtzeit-Info: Der gesamte Platz wird barrierefrei ausgebaut - inklusive taktilem Bodenleitsystem, stufenloser Einstiege an den Busborden und moderner dynamischer Fahrgastinformationsanzeigen (DFI). Auch eine moderne WC-Anlage ist fest eingeplant.

Mehr Grün und klimagerechte Aufenthaltsqualität: Flächen, die nicht mehr für den reinen Pkw- und Busverkehr gebraucht werden, verwandeln sich in Grünzüge mit Staudenbeeten, Sitzbänken und Wartezonen.

 

Neugestaltung des Kreuzungsknotenpunkts (Ring / Ebertstraße / Kreuzstraße)

Der vielbefahrene Verkehrsknotenpunkt wird übersichtlicher und spürbar sicherer gestaltet:

Sichere Radinfrastruktur: Der Radverkehr von der Ebertstraße Richtung Theodor-Heuss-Ring wird künftig über getrennte Radwege statt über die Fahrbahn geführt.

Attraktive Querung zur Innenstadt: Die Fuß- und Radquerung über den Theodor-Heuss-Ring dockt direkt an den geplanten Fuß- und Radweg durch das Aa-Quartier zur neu gestalteten Bocholter Promenade an.

Entlastung im Einmündungsbereich: Durch die Verschiebung der Einmündung Hindenburgstraße/Ebertstraße und den Wegfall des freien Rechtsabbiegers aus der Kreuzstraße wird der Verkehrsfluss für den motorisierten Individualverkehr beruhigt und das Queren für Zufußgehende und Radfahrende erheblich sicherer.

Wie geht es weiter?

Derzeit werden die Planungen weiter vorangetrieben und vertieft. Es werden aktuell viele Details weiter geprüft und bei Bedarf angepasst. In der Sitzung des Ausschusses für Planung, Bau und Verkehr im November soll der weiter fortgeschriebene Planungsstand vorgestellt werden. Gleichzeitig soll dann der entsprechende Durchführungsbeschluss gefasst werden, um anschließend die Bauleistung auszuschreiben. Der Baubeginn ist für das erste Halbjahr 2027 geplant. Ende 2028 soll der Umbau abgeschlossen sein.

Förderung durch die EU und das Land NRW 

EFRE_JTF_Logokombination_Umwelt_Naturschutz_Verkehr_RGB_S

Die Umgestaltung des Bahnhofs einschließlich der Hindenburgstraße und des angrenzenden Knotenpunktes Innenstadtring/Bahnhof mit einer Fördersumme von insgesamt rund 3,9 Mio. € durch die EU mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW unterstützt.


Weitere Bausteine im Bahnhofsumfeld

Umgestaltung Bahnhof1

Die geförderte Neugestaltung des Vorplatzes und der Kreuzung ist Teil eines größeren Ganzen: Über den Rahmenplan "Bahnhofsumfeld" werden sukzessive weitere Schlüsselprojekte rund um den Bahnhof vorangetrieben. Dazu gehören ein modernes Parkhaus, die Anbindung an das neue Wohnquartier an der Bocholter Aa sowie eine Neuordnung der Industriestraße.

Das neue "Aa-Quartier"

Auf dem Industrie-Areal der ehemaligen Firmen van Oepen und Blumentrath realisiert ein privater Investor ein modernes, gemischtes Wohn- und Quartiersgebiet. Städtebaulich schlägt dieses Areal die Brücke zwischen Mobilitätsknoten und City. Herzstück der Anbindung ist ein breiter, begrünter Fuß- und Radweg, der vom Knotenpunkt am Bahnhof direkt durch das Aa-Quartier bis an das südliche Aa-Ufer und an die neugestaltete Boggeter Promenade führt. Begleitend werden der öffentliche Straßenraum entlang des Theodor-Heuss-Rings und der Kreuzstraße an die neue Quartiersbebauung angepasst und übersichtlich gegliedert.

Umbau der Industriestraße

Auch für die Industriestraße und die angrenzenden Einmündungen liegen konkrete Überlegungen vor, um die Verkehrsströme zu ordnen und die Sicherheit zu erhöhen. Der Kreuzungsbereich Industriestraße / Ewaldstraße / Franzstraße soll für alle Verkehrsteilnehmer optimiert und sicherer gestaltet werden. Für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende wird insbesondere auf Höhe des Kulturzentrums LernWerk eine deutlich verbesserte Querungsmöglichkeit über die Industriestraße geschaffen. In Verbindung mit dem Theodor-Heuss-Ring soll der Radverkehr künftig über eigene Wege geführt werden, sodass bisherige Radfahrstreifen auf der Fahrbahn entfallen können.

Parkhaus Bahnhof

Parkhaus an der Ewaldstraße

Da am Bahnhofsvorplatz künftig Flächen für Aufenthaltsqualität, Grün und Busverkehre reserviert sind, wird der ruhende Pkw-Verkehr neu geordnet und gebündelt. Eine Machbarkeitsstudie favorisiert den Bau direkt auf der Ostseite des Bahnhofs auf der Fläche des derzeitigen P+R-Parkplatzes. Pendlerinnen und Pendler würden hier von kurzen Wegen direkt zum Bahnsteig profitieren. Vorstellbar sind rund 300 Pkw-Stellplätze sowie rund 190 wettergeschützte und sichere Fahrradstellplätze. Das Parkhaus soll auch Bedarfe aus dem benachbarten Kultur- und Bildungsquartier rund um das LernWerk, umliegender Wohnprojekte und der Innenstadt abdecken. Der Baukörper kann so angeordnet werden, dass östlich der Gleise ausreichend Freiraum für den perspektivisch geplanten zweiten Bahnsteig der Bahnstrecke erhalten bleiben würde.