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Krankenhaus um 1920

Der Betrachter befindet sich im oberen Stockwerk eines Hauses an der Ecke Wesemannstraße/Schonenberg und schaut in die nordöstliche Richtung auf das 1844 gegründete St.-Agnes-Hospital mit angrenzender St.-Agnes-Kapelle.

Beim genauen Hinschauen fallen die unterschiedlichen Baustile des Krankenhauses auf. Der hintere Teil, ein Gebäude mit aufragendem Frontgiebel, entstand in den Jahren 1874/75. Hier war zuvor eine dem Hospital angegliederte Kinderbewahranstalt untergebracht.

Bei dem sich anschließenden Trakt handelt es sich um Erweiterungsbauten aus der Zeit 1896 und 1906/07. Der vorgelagerte Garten wurde als Anbaufläche für Gemüse, später auch als Erholungsbereich für die Patienten genutzt. Die benachbarte St.-Agnes-Kapelle zählt neben der Pfarrkirche St. Georg zu den beiden noch verbliebenen mittelalterlichen Bauten der Stadt. Sie entstand 1488, wurde 1819 der Evangelischen Kirchengemeinde überlassen und 1901 als katholisches Gotteshaus zurückerworben.