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13. Mai 2026Europa/EDI

Bocholt erhält IPZ-Europapreis 2025

Auszeichnung für "80 Jahre Frieden und Freiheit" beim Internationalen Kinder- und Familienfest überreicht

Die Stadt Bocholt ist mit dem IPZ-Europapreis 2025 in der Kategorie "Städtepartnerschaftsprojekt" ausgezeichnet worden. Verliehen wurde der Preis am 1. Mai 2026 im Rahmen des Internationalen Kinder- und Familienfestes am LWL-Museum Textilwerk Bocholt. Bürgermeister Christian Mangen nahm die Auszeichnung aus den Händen von Anna Noddeland, Geschäftsführerin des Instituts für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit e. V. (IPZ), entgegen.

Preis für gelebte Partnerschaften

Ausgezeichnet wurde die Veranstaltungsreihe "80 Jahre Frieden und Freiheit", mit der Bocholt im Mai 2025 gemeinsam mit Gästen aus den Partner- und Freundschaftsstädten ein starkes Zeichen für Begegnung, Erinnerung und europäische Verständigung gesetzt hatte. "Dieser Preis ist eine große Anerkennung für alle, die unsere Städtepartnerschaften mit Leben füllen - in Vereinen, Schulen, Initiativen, Verwaltung und Politik", sagte Bürgermeister Christian Mangen. "Frieden und Freiheit bleiben keine Selbstverständlichkeit. Sie wachsen dort, wo Menschen einander begegnen."

Anna Noddeland würdigte besonders den innovativen Ansatz der Bocholter Europaarbeit. "Besonders lobenswert finden wir, dass die Stadt Bocholt ihre Städtepartnerschaften immer neu erfindet", sagte sie. "Mit ihrer lokalen Außenpolitik baut Bocholt Brücken, auf denen Verständigung wächst, Missverständnisse abgebaut werden und Frieden gestärkt wird." Mit auf der Bühne standen die Europabeauftragte Petra Taubach, EUROPE-DIRECT-Leiterin Sonja Wießmeier und Juan Lopez Casanava, Vorsitzender des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration. Moderiert wurde die Übergabe von Martin Schmidt, wissenschaftlicher Referent im Textilwerk Bocholt.

Europa mitten im Familienfest

Das Internationale Kinder- und Familienfest bot für die Verleihung einen passenden Rahmen: Unter dem Motto "Bocholts Rezept für Europa" präsentierten Kulturvereine, Organisationen und Initiativen die Vielfalt der Stadt. Die IPZ-Auszeichnung knüpft an zahlreiche Höhepunkte der Veranstaltungsreihe an, darunter die grenzüberschreitende Ausstellung "Freiheitsstrom", der Festakt zum Ende des Zweiten Weltkriegs, die Einweihung der Akmenė-Promenade sowie Begegnungen mit Delegationen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Litauen, der Ukraine und den Niederlanden.