Höhere Töchterschule um 1904

Der Betrachter befindet sich an der Nordseite der Aa, wo sich hinter der Ravardistraße der Mühlengraben (sog. Binnenaa) und die eigentliche Bocholter Aa vereinigen.
Er blickt nach Südosten auf das Gebäude der Höheren Töchterschule, dem heutigen Mariengymnasium, und auf die städtische Schleuse.
Das Schulhaus wurde auf einem des Pastorats von St. Georg gehörenden Grundstück erbaut und am 22. Juni 1900 seiner Bestimmung übergeben, weil die bisherigen Räumlichkeiten in der Langenbergstraße nicht mehr ausreichten. Zwei Jahre später schon erfuhr der Neubau eine Erweiterung für die Haushaltungsschule. Im ersten Obergeschoss befand sich an der Nordseite einst eine Hauskapelle.
Eine Brücke mit angeschlossener Wasserschleuse verband an dieser Stelle beide Flussufer. Das Stauwerk mit einer lichten Breite von 15,5 Metern wurde 1897/99 gebaut und ersetzte die bisherige Konstruktion aus dem Jahr 1870. Um die Jahrhundertwende konnte die Aa im Übrigen auch mit kleineren Kähnen befahren werden. Der Ruderclub Bocholt unterhielt eigene Boote.

