Stadt Bocholt erprobt Pfandringe an mehreren Standorten
Fünf Standorte im Bereich Innenstadt und Arkaden // Passgenaue Ringe für städtische Abfallbehälter
Die Stadt Bocholt startet einen praktischen Versuch zur Nutzung von Pfandringen an öffentlichen Abfallbehältern. Der zuständige Betriebsausschuss hat den Entsorgungs- und Servicebetriebs Bocholt mit der Durchführung eines entsprechenden Projektes beauftragt. Über einen Zeitraum von einem Jahr soll an ausgewählten Punkten im Stadtgebiet erprobt werden, wie sich das System im Alltag bewährt.
Nach vorangegangenen, wiederkehrenden Diskussionen auf politischer Ebene und der Prüfung verschiedener Aspekte sammelt die Stadt Bocholt nun konkrete Praxiserfahrungen mit der Vorrichtung. Ziel des Projektes ist es zu beobachten, wie das Angebot von den Bürgerinnen und Bürgern sowie von Pfandsammelnden angenommen wird und welche Auswirkungen sich für das Stadtbild und die Sauberkeit ergeben. Pfandringe ermöglichen es, leere Flaschen und Dosen abzustellen, sodass diese nicht im Restmüll landen oder mühsam aus den Behältern herausgeholt werden müssen.
Für den Testlauf wurden zunächst fünf Standorte im Bereich der Innenstadt und des Umfelds der Shopping-Arkaden festgelegt. Die Auswahl erfolgte bewusst an Stellen mit regelmäßigem Publikumsverkehr, jedoch mit ausreichendem Abstand zu Supermärkten und Rücknahmeautomaten. Besonders sensible und stark frequentierte Bereiche wie das Bahnhofsumfeld oder das Ausgehviertel an der Ravardistraße wurden für die erste Phase zunächst ausgespart, um das System schrittweise und kontrolliert zu erproben.
Zum Einsatz kommt eine eigens für die Abfallbehälter der Bocholter Innenstadt angepasste Konstruktion. Das Modell ist so gestaltet, dass gängige Flaschen und Dosen stabil gehalten werden und nicht herausfallen können. Die Mitarbeitenden der städtischen Abfallwirtschaft und Stadtbildpflege begleiten den Versuch kontinuierlich. Sollten sich an einzelnen Stellen unerwünschte Nebeneffekte wie Verunreinigungen oder Glasbruch zeigen, können Standorte flexibel angepasst oder Vorrichtungen kurzfristig zurückgebaut werden.
Nach Ablauf der einjährigen Testphase wird der ESB die gesammelten Erfahrungen auswerten und dem Betriebsausschuss zur weiteren Entscheidung über das künftige Vorgehen vorlegen.

