
© Stadt Bocholt
Am 6. August wurde die Sonderausstellung "Schwere Schritte" eröffnet
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Am 6. August wurde die Sonderausstellung "Schwere Schritte" eröffnet
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Bürgermeister Christian Mangen während der EröffnungsfeierSeptember im Stadtmuseum: Tanz, Film, Kunstgespräche und Geschichte vor Ort
Das Rahmenprogramm zur Sonderausstellung "Schwere Schritte" geht im September mit zahlreichen Veranstaltungen weiter. Höhepunkt des Monats ist die Midissage am 13. September mit Tanzperformances und Ausstellungsführungen. Auch das Stadtwaldlager und die Bocholter Stolpersteine stehen wieder auf dem Programm.
Im September öffnet die Sonderausstellung "Schwere Schritte. Bocholter Geschichten von Flucht und Neubeginn" den Raum für ganz unterschiedliche Perspektiven: "Da ist für jeden und jede etwas dabei", sagt Lisa Resing, Leiterin des Stadtmuseums Bocholt. Das umfangreiche Rahmenprogramm soll bewusst unterschiedliche Zugänge zu den Themen Flucht, Migration, Verlust, Ankommen und Zusammenleben schaffen. Neben klassischen Führungen gehören deshalb unter anderem Film, Tanz, Kunstgespräche, Vorträge und weitere Veranstaltungsformate zum Septemberprogramm.
Auftakt mit öffentlicher Führung
Los geht es am Freitag, 4. September 2026, von 18 bis 19.30 Uhr mit einer öffentlichen Führung durch "Schwere Schritte". Die Führung verbindet historische und aktuelle Perspektiven auf Flucht und Migration mit persönlichen Lebensgeschichten aus Bocholt und den künstlerischen Arbeiten der Ausstellung. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung beim Stadtmuseum Bocholt wird gebeten.
"Der besondere Film": Kein Land für Niemand
Am Dienstag, 8. September, um 20 Uhr wechselt das Rahmenprogramm ins Kinodrom Bocholt. In der Reihe "KINO Bocholt - der besondere Film" wird die Dokumentation "Kein Land für Niemand - Abschottung eines Einwanderungslandes" gezeigt. Der Film macht die Realitäten von Flucht sichtbar und gibt Betroffenen eine Stimme und ein Gesicht. Interviews mit Aktivistinnen und Aktivisten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie politischen Entscheidungsträgern beleuchten gesellschaftliche und politische Hintergründe. Zugleich nimmt die Dokumentation den erstarkenden Rechtspopulismus und die Mechanismen in den Blick, mit denen Ängste erzeugt und gesellschaftliche Debatten beeinflusst werden. Tickets kosten 7 Euro und sind über das Kinodrom erhältlich.
Stadtarchiv lädt zum Gespräch über Flucht und Stadtgeschichte
Am Donnerstag, 10. September, um 18.30 Uhr lädt das Stadtarchiv Bocholt im Rahmen des Gesprächskreises Bocholter Stadtgeschichte in die Sonderausstellung ein.
Denn Flucht ist kein Thema, das nur andere betrifft. Fragen nach Schutz, Menschlichkeit, Zugehörigkeit und Zusammenleben gehen die gesamte Gesellschaft an. Der Abend nimmt die Ausstellung zum Ausgangspunkt, um genauer hinzusehen, historische und gegenwärtige Zusammenhänge zu erschließen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein Angebot für alle, die mehr über die Ideen und Geschichten hinter "Schwere Schritte" erfahren und eigene Perspektiven einbringen möchten.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen sind über die VHS Bocholt oder per E-Mail an stadtarchiv(at)bocholt(dot)de möglich.
Midissage: Ausstellung trifft auf zeitgenössischen Tanz
Ein besonderer Höhepunkt folgt am Sonntag, 13. September 2026: Das Stadtmuseum lädt zur Midissage von "Schwere Schritte" ein. Neben zwei Ausstellungsführungen wird die Ausstellung an diesem Tag zum Schauplatz zeitgenössischen Tanzes. Um 15 Uhr und 16.30 Uhr präsentieren Melanie López López und Ricardo Campos Freire aus Münster ihre Tanzperformance "Something in Between". Die beiden Tänzer beschäftigen sich mit der Frage, was es bedeutet, zur selben Zeit mit einem anderen Menschen denselben physischen Raum zu teilen. Sie untersuchen, wie Räume Körper und Bewegungen beeinflussen und wie sich Beziehungen im Zusammenspiel von Raum und Zeit entwickeln. Im Dialog mit "Schwere Schritte" erhält die Performance eine zusätzliche Ebene. Sie folgt Spuren von Aufbruch, Übergängen und Begegnungen und tritt in Resonanz mit ausgewählten künstlerischen Arbeiten der Ausstellung. Dabei geht es um die Verletzlichkeit und Kraft menschlicher Verbundenheit, um Neubeginn und um Beziehungen, die im gemeinsamen Erleben von Raum und Zeit entstehen.
Die beiden Aufführungen können ohne Voranmeldung und kostenfrei besucht werden. Ergänzend finden um 13.30 Uhr und 17.30 Uhr öffentliche Führungen durch "Schwere Schritte" statt.
Weitere Führungen durch "Schwere Schritte"
Auch nach der Midissage gibt es mehrere Gelegenheiten, die Ausstellung geführt kennenzulernen. Am Montag, 14. September, um 15 Uhr und am Dienstag, 22. September, um 15 Uhr bietet das Stadtmuseum weitere öffentliche, kostenfreie Führungen an. Am Dienstag, 29. September, um 16 Uhr folgt eine kompakte öffentliche Kurzführung. Direkt im Anschluss an die Kurzführung heißt es am 29. September um 17 Uhr erneut "Meet the Artist". Bei diesem Format stellen beteiligte Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten persönlich vor und geben Einblicke in Ideen, Entstehungsprozesse und ihre ganz eigene Auseinandersetzung mit den Themen der Ausstellung. Dieses Mal sind Nora Weßel, Heidi Artz und Georg Paar dabei. Um Anmeldung im Stadtmuseum wird gebeten.
Stadtgeschichte am historischen Ort: Stadtwaldlager und Stolpersteine
Neben dem Rahmenprogramm zu "Schwere Schritte" setzt das Stadtmuseum im September seine historischen Führungsangebote im Bocholter Stadtgebiet fort. Am Donnerstag, 17. September, um 17 Uhr führt Dr. Werner Loock durch das Bocholter Stadtwaldlager. Die öffentliche Führung widmet sich der wechselvollen Geschichte des historischen Geländes und vermittelt die unterschiedlichen Nutzungsphasen unmittelbar am authentischen Ort. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung beim Stadtmuseum Bocholt ist erforderlich.
Am Mittwoch, 23. September, um 17 Uhr findet außerdem die letzte öffentliche Stolpersteinführung des Jahres statt. Dr. Monika Wobben führt zu ausgewählten Stolpersteinen im Bocholter Stadtgebiet und erinnert an die Menschen, deren Lebens- und Verfolgungsgeschichten sich hinter den kleinen Denkmälern im Straßenraum verbergen. Auch diese Führung ist kostenfrei. Um Anmeldung beim Stadtmuseum Bocholt wird gebeten.
Die Septembertermine im Überblick
- 04.09.2026 | 18-19.30 Uhr: Öffentliche Führung durch "Schwere Schritte" - Anmeldung Stadtmuseum
- 08.09.2026 | 20 Uhr: "Der besondere Film": Kein Land für Niemand - Abschottung eines Einwanderungslandes im Kinodrom - Tickets: 7 Euro über das Kinodrom
- 10.09.2026 | 18.30 Uhr: Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte in "Schwere Schritte" - Anmeldung über VHS Bocholt oder stadtarchiv(at)bocholt(dot)de
- 13.09.2026 | ganztägig: Midissage "Schwere Schritte"
- 13.09.2026 | 13.30 Uhr: Öffentliche Ausstellungsführung - Anmeldung Stadtmuseum
- 13.09.2026 | 15 Uhr: Tanzperformance "Something in Between" - ohne Anmeldung
- 13.09.2026 | 16.30 Uhr: Tanzperformance "Something in Between" - ohne Anmeldung
- 13.09.2026 | 17.30 Uhr: Öffentliche Ausstellungsführung - Anmeldung Stadtmuseum
- 14.09.2026 | 15 Uhr: Öffentliche Führung durch "Schwere Schritte" - Anmeldung Stadtmuseum
- 17.09.2026 | 17 Uhr: Öffentliche Führung durch das Bocholter Stadtwaldlager mit Dr. Werner Loock - Anmeldung Stadtmuseum
- 22.09.2026 | 15 Uhr: Öffentliche Führung durch "Schwere Schritte" - Anmeldung Stadtmuseum
- 23.09.2026 | 17 Uhr: Letzte öffentliche Stolpersteinführung des Jahres mit Dr. Monika Wobben - Anmeldung Stadtmuseum
- 29.09.2026 | 16 Uhr: Öffentliche Kurzführung durch "Schwere Schritte" - Anmeldung Stadtmuseum
- 29.09.2026 | 17 Uhr: "Meet the Artist" mit Nora Weßel, Heidi Artz und Georg Paar
Mit Ausnahme der Kinovorführung sind alle aufgeführten Veranstaltungen kostenfrei.
Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten für die Veranstaltungen des Stadtmuseums gibt es unter www.stadtmuseum-bocholt.de, per E-Mail an stadtmuseum(at)bocholt(dot)de oder telefonisch unter 02871 953-2171.
Die Sonderausstellung "Schwere Schritte. Bocholter Geschichten von Flucht und Neubeginn" und ihr Begleitprogramm werden mit Unterstützung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Heimat-Fonds, des LWL-Museumsamtes für Westfalen, der Stadtsparkasse Bocholt sowie der Rudolf-und-Margot-Ostermann-Stiftung realisiert. Das Stadtmuseum dankt darüber hinaus allen beteiligten Projekt- und Kooperationspartnerinnen und -partnern sowie den zahlreichen Unterstützenden des Projekts.
