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 Am 22. September 2026 wird die Ausstellung eröffnet
Am 22. September 2026 wird die Ausstellung eröffnet
 Schriftstellerin und Friedens- und Menschenrechtsaktivistin Lizzie Doron
Schriftstellerin und Friedens- und Menschenrechtsaktivistin Lizzie Doron
 Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin Alexandra Nocke
Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin Alexandra Nocke
14. September 2026Bildung und Kultur

Ausstellungseröffnung: "Ich sehe was, was du nicht siehst. Deutschland. Israel. Einblicke."

Ausstellungseröffnung am 22. September 2026 im LernWerk // Eintritt frei // Anmeldung erwünscht

Mit der Ausstellung "Ich sehe was, was du nicht siehst. Deutschland. Israel. Einblicke." möchten die VHS Bocholt-Rhede-Isselburg und der Geschäftsbereich Kultur und Archiv dazu einladen, die Lebenswelten von Israelis und Deutschen, die sich begegnen, aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Am 22. September 2026 wird die Ausstellung eröffnet.

Im Mittelpunkt stehen 35 Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Diplomatie, Medien und Zivilgesellschaft, die beide Länder aus eigener Erfahrung kennen. Ihre persönlichen Antworten auf zwei einfache Fragen eröffnen überraschende, berührende und manchmal widersprüchliche Perspektiven auf Deutschland, Israel und die Verbindungen zwischen beiden Gesellschaften.

Die Ausstellung schafft Raum für Dialog, Perspektivwechsel und differenzierte Auseinandersetzung. Sie wurde anlässlich des 60. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel entwickelt und im Mai 2025 im Landtag Nordrhein-Westfalen eröffnet. Gefördert wird sie von Sylvia Löhrmann, Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur und befindet sich derzeit auf Tournee durch Nordrhein-Westfalen.

In Rahmen der Eröffnung laden VHS und Kultur zum persönlichen Künstlerinnen-Gespräch "Zwischen Tel Aviv und Berlin" mit der Schriftstellerin und Aktivistin Lizzie Doron ein. Die israelische Autorin, die ihr Leben zwischen Tel Aviv und Berlin teilt, ist eine der Beitragsautorinnen des gleichnamigen Buches, aus dem die Ausstellung hervorgegangen ist. Im Gespräch mit Dr. Alexandra Nocke, Kulturwissenschaftlerin und Mitherausgeberin des Buches, spricht Lizzie Doron über die besondere Beziehung zu Deutschland, ihre literarische Arbeit und ihr politisches Engagement in Israel.

Anmeldungen können über die Homepage vhs.bocholt.de, in der Geschäftsstelle im LernWerk und den Zweigstellen in Rhede und Isselburg vorgenommen werden.

Über Lizzie Doron

Die Schriftstellerin, Friedens- und Menschenrechtsaktivistin Lizzie Doron wurde 1953 in Tel Aviv geboren. Sie wuchs in einem Viertel auf, in dem sich viele jiddischsprachige Holocaust-Überlebende angesiedelt hatten. Mit 18 Jahren zog Doron in einen Kibbuz in den Golanhöhen, für ihr Linguistik-Studium kehrte sie zurück. Ihr erstes Buch "Warum bist du nicht vor dem Krieg gekommen?" (1998) setzt sich mit der Lebens- und Verfolgungsgeschichte ihrer Mutter auseinander. In "Who the Fuck is Kafka" (2015) und "Sweet Occupation" (2017) thematisiert sie den israelisch-palästinensischen Konflikt. Beide Bücher stießen in Israel auf Ablehnung und wurden dort bis heute nicht verlegt.

Seit vielen Jahren setzt sich Doron für die Demokratiebewegung und die Versöhnung von Israelis und Palästinenserinnen und Palästinensern ein. Doron erhielt 2018 den Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung. 2019 war sie Friedrich Dürrenmatt Gastprofessorin für Weltliteratur an der Universität Bern. 2021 erschien ihr Roman "Was wäre wenn?". Zuletzt erschien ihr emotionaler Einblick in den Alltag einer zerrissenen Gesellschaft nach dem 7. Oktober: "Wir spielen Alltag" (2025). Lizzie Doron lebt in Tel Aviv und Berlin.

Über Alexandra Nocke

Dr. Alexandra Nocke arbeitet als Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin. In ihren Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen beschäftigt sie sich mit Fragen von Erinnerung, Identität, Migration und dem deutsch-israelischen Dialog.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der VHS Bocholt-Rhede-Isselburg mit dem Geschäftsbereich Kultur und Archiv inklusive Stadtmuseum Bocholt und der AG Westmünsterland der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. und wird gefördert durch die Stadt Bocholt, das VHS-Projekt "Vielfalt (mit)gestalten - Fokus 2026: Bildungswege demokratisch, professionell, gemeinsam und nachhaltig stärken" und die Rudolf und Margot Ostermann-Stiftung.

 Am 22. September 2026 wird die Ausstellung eröffnet
Am 22. September 2026 wird die Ausstellung eröffnet
 Schriftstellerin und Friedens- und Menschenrechtsaktivistin Lizzie Doron
Schriftstellerin und Friedens- und Menschenrechtsaktivistin Lizzie Doron
 Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin Alexandra Nocke
Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin Alexandra Nocke