Der Seniorenbeirat
Die "Stimme" der Senioren
Der Seniorenbeirat ist so etwas wie die Stimme der Bocholter Seniorinnen und Senioren. Er vertritt die Belange der älteren Bürgerinnen und Bürger und setzt sich für sie ein. Die ordentlichen Mitglieder sind: Edeltraud Chrysanthou ( Vorsitzende), Gabriela Lavric (stellvertretende Vorsitzende), Veronika Kampshoff, Andreas Heitkamp, Dr. Michael Adam, Rainer Hardes, Abdulkadir Kis, Leo Marsching.
Die stellvertretenden Mitglieder sind:
Rolf Oechtering, Gabriele Theling, Michaela Schneider, Gabriele Rehbold, Gabriela Lavric, Dr. Dimitri Macheras.
27. September 2026
Bocholter Seniorenbeirat auf der Vereinsmesse in den Shopping Arkaden
Am Sonntag, den 27. September 2026, drehte sich in den Bocholter Shopping Arkaden alles um das vielfältige Vereinsleben unserer Stadt. Mittendrin: der Bocholter Seniorenbeirat, der die Messe nutzte, um ins direkte Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern zu kommen.
Der Stand des Beirats erfreute sich großen Zuspruchs. In einer offenen und herzlichen Atmosphäre fanden zahlreiche rege Gespräche, Informationsaustausche und persönliche Begegnungen statt.
Ein besonderes Highlight der Aktion war die Verteilung der druckfrischen Broschüre "Bocholt im besten Alter". Der umfassende Ratgeber bietet Seniorinnen, Senioren und deren Angehörigen wertvolle Orientierung und praktische Hilfe für den Alltag.
Die Broschüre deckt ein breites Spektrum wichtiger Themen ab:
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Aktiv im Alter & Freizeit: Wege für ein engagiertes und ausgefülltes Leben
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Gesundheit & Pflege: Unterstützung bei Gesundheitsfragen sowie Pflegeangeboten
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Wohnen im Alter & Demenz: Passgenaue Wohnkonzepte und Orientierung bei demenziellen Erkrankungen
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Finanzielle Hilfen & Mobilität: Praktische Beratung zu Leistungsansprüchen und wie Seniorinnen und Senioren in Bocholt mobil bleiben
Der Seniorenbeirat bedankt sich herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern für das große Interesse und die wertvollen Beiträge!
Sie konnten nicht persönlich vor Ort sein? Die Broschüre "Bocholt im besten Alter" erhalten Sie auch weiterhin an den bekannten Infostellen der Stadt.
17. September 2026
Gabriela Lavric zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Seniorenbeirats gewählt
In der letzten öffentlichen Sitzung des Seniorenbeirats am Donnerstag, dem 17. September 2026, wurde Gabriela Lavric einstimmig zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Ihr Vorgänger Klemens Barde ist aus privaten Gründen von seinem Amt zurückgetreten. Der Seniorenbeirat dankt Klemens Barde herzlich für sein engagiertes Wirken im vergangenen Jahr und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.
16. September 2026
Talkrunde "Ankommen in Bocholt" im Historischen Rathaus
Text von Bruno Wansing.
Ankommen in Bocholt - Geschichten von Zuzug, Anfängen und Perspektiven
Bocholt - Unter dem Titel Ankommen in Bocholt kamen am Mittwochabend Menschen zu Wort, die aus verschiedenen Gründen in die Stadt gezogen sind: aus Flucht, zur Arbeit, wegen Bildung oder anderer persönlicher Umstände. Moderatorin Veronika Kampshoff führte durch einen Abend, bei dem persönliche Geschichten den Raum füllten und Bocholt als offene, vielfältige und bunte Stadt sichtbar machten.
Zu Beginn hob stv. Bürgermeisterin Gudrun Koppers die Bedeutung des Zuzugs für Bocholt hervor: "Bocholt lebt vom Zuzug, wir würden schrumpfen, wenn wir keinen Zuzug hätten. Das Thema ist sehr wichtig, der Zuzug aus unterschiedlichsten Nationen, aber auch aus anderen Städten und Bundesländern." Es gebe die unterschiedlichsten Formate, um die Zahlen der notwendigen Zuzüge zu beschreiben, "heute haben wir auch noch Emotionen dabei, das finde ich besonders spannend", so Gudrun Koppers.
Der Seniorenbeirat, maßgeblich an der Vorbereitung beteiligt, wurde von der Moderatorin vorgestellt und stellte damit auch den Rahmen für den Abend als generations- und schubladenübergreifendes Begegnungsformat.
Musikalisch begleitete das Flötenquartett der Gruppe "Flötissimo" des Bonhöffer-Hauses mit Lucia Graefenstein, Stefani Gertler-Martens, Mamiko Fujita und Astrid Schlautmann die Veranstaltung.
Aus der Vielfalt der Stimmen
"Dr. Abdul Waheed aus Pakistan berichtete von seiner Familiengeschichte und dem Weg, der ihn schließlich nach Deutschland führte. Sein Vater kam 1989 nach Deutschland; über die Niederlande führte der Weg nach Bocholt. Waheed schilderte prägende Themen seiner Geschichte: die Ahmadiyya-Gemeinde, Reformen im Islam und den Umgang mit Diskriminierung in Pakistan in den 70er/80er-Jahren. Seine Erfahrungen in Schule und Studium in Bocholt seien zu rund 90 Prozent positiv gewesen. Besonders prägend sei die Unterstützung durch Menschen gewesen, die ihn auf seinem Weg begleiteten - etwa im Sport, durch ehrenamtliche Nachhilfe oder als Lehrende. Negative Erfahrungen habe es vereinzelt ebenfalls gegeben. Als Ingenieur habe er sich schließlich erfolgreich etabliert. Sein Fazit: Der Weg nach Deutschland habe sein Leben persönlich wie beruflich nachhaltig positiv geprägt."
Ayla Erfidan, gebürtige Bocholterin, berichtete als Vertreterin der sogenannten "zweite Generation" von Hin- und Herfahrten zwischen Bocholt und der Türkei, von der Schule ohne Deutschkenntnisse, dem Weg über Izmir zur echten Oma und schließlich dem Lehramtsstudium in der Türkei, dass am Ende in einer Lehrtätigkeit in Bocholt mündete. Nach fast 25 Jahren Lehrtätigkeit an einer Bocholter Schule arbeitet sie heute mit vielen Nationen zusammen - eine Erzählung, die zeigt, wie Integration in Bildung gelingt, indem man Kinder mit unterschiedlichen Hintergründen begleitet, auch wenn Deutsch noch gelernt werden muss.
Salah Bayoumy erzählte eine ganz andere Geschichte: Einst Künstler in Ägypten, kam er 1990 nach Bocholt und blieb - zunächst eher zufällig. Er lobte die Autonomie der Bocholterinnen und Bocholter, die kreativ und praktisch handeln, und berichtete, dass er hier nie eine schlechte Erfahrung gemacht habe. Bocholt sei eine Stadt, in der sich Menschen gegenseitig helfen. Für Künstler sei es zu Beginn nicht einfach, weil die Bocholterinnen und Bocholter alles selber machen würden, vom Pfannekuchenbacken bis hin zu Bildhauerei.
Aus der Ukraine kommend sprach Alha Knieazefa über eine Familie, deren Situation besonders von der Sprache und der Schulbildung geprägt war. Die Bedürfnisse reichten von der Anerkennung ihres Berufsabschlusses bis zur Integration in Alltag und Bildung. Die Stadt sei ein Ort, an dem Hilfe gefunden werde, und in dem der Sohn sich trotz Startschwierigkeiten weiterentwickeln könne.
Zeyneb Mohammady berichtete von ihrer Flucht aus Afghanistan 2015 mit ihren Eltern. Die Reise führte über die Türkei nach Bocholt, schließlich über eine Hilfe durch eine Klassenlehrerin zu einem Zuhause und weiteren Möglichkeiten. Heute ist sie in Bocholt angekommen und trägt hier ihre Erfahrungen - auch im beruflichen Kontext - weiter. Sie gründete nicht nur den Verein Afghan Hazara Deutsche Gemeinschaft, sie engagiert sich als Mitglied auch im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration.
Christine Büning kommt ursprünglich aus Berlin und flüchtete kurz vor dem Mauerfall mit ihrer kleinen Tochter über Ungarn in die Bundesrepublik Deutschland. Zunächst landete sie in Frankfurt am Main in einem sozialen Brennpunkt. "Da wollte ich mit meiner kleinen Tochter nicht bleiben", so Büning. Von Besuchen her kannte sie Bocholt und machte sich auf den Weg. An der Fachhochschule sah sie ein Schild, dass Leute gesucht wurden. Sie bewarb sich und nach einiger Zeit bekam sie auch die Zusage für ein Vorstellungsgespräch. "Ich habe den Job bekommen und durfte dabei mithelfen die Fachhochschule mit aufzubauen", berichtet Büning. Hilfe gab es direkt. "Ich habe sofort eine Sozialwohnung bekommen, das war nicht selbstverständlich", erinnert sich Büning und ergänzt: "Als berufstätige Mutter gab es - außer der Arbeit - nicht viel Zeit für Kontakte. Das hat sich mittlerweile geändert, ich bin in vielen Vereinen und Organisationen aktiv."
Weitere Stimmen, darunter Künstlerinnen und Künstler, die sich in Bocholt etabliert haben, brachten ergänzende Perspektiven durch die Ausstellung "Schwere Schritte" in der Mohammady und auch Ataf Chaudhry ihre Geschichten erzählten.
Gemeinsam gesprochen wurde auch über konkrete Learnings: Offen aufeinander zugehen, Dezentrales Wohnen als Chance, mutiges Ansprechen fremder Menschen und das gemeinsame Erleben von Vielfalt. Abdul Waheed betonte die bidirektionale Prägung - Zuzug präge auch die Einheimischen und Lernende, während Ayla Erfidan die Willkommenskultur als zentralen Baustein für ein gutes Ankommen bezeichnete. Die Ukrainerin Alha Knieazefa hob hervor, wie wichtig Kontakte und gegenseitige Unterstützung sind, während Zeyneb betonte, dass Bildung in Deutschland oft auch kostenlos zugänglich ist - eine wesentliche Perspektive für kommende Generationen.
Ausblick und Botschaften
Die Teilnehmenden betonten, dass Bocholt stolz auf seine Vielfalt sein könne und müsse. Die Stadt beschloss, das Thema Zuzug weiter zu begleiten: Inserate, Informationstrainings und weitere Formate sollen den Dialog fortführen und Berührungsängste abbauen.
Ataf Chaudhry sieht innere Zufriedenheit als immens wichtig an. "Wenn ich zufrieden und dankbar für das bin, was ich habe, suche ich nicht den Fehler bei anderen. Aktuell scheint es in Deutschland so zu sein, dass viele Menschen unzufrieden sind und dann die Schuld bei anderen suchen - bei den Ausländern, die uns angeblich etwas weggenommen haben", so Chaudhry. Dabei sei in Deutschland die Bildung kostenlos und vieles möglich. "Wir sollten uns viel öfter bewusst machen, welche Möglichkeiten wir haben, und dafür auch dankbar sein. Wenn wir mehr Wertschätzung für das empfinden würden, was uns gegeben ist, könnten wir vielleicht auch wieder stärker aufeinander schauen und weniger danach suchen, was uns voneinander trennt."
"Wohin diese Entwicklung führen kann, sehen wir beispielsweise in Sachsen-Anhalt. Dort gibt es eine Wut, die sich auch in einer Protestwahl ausdrückt."
Gudrun Koppers brachte ihre Dankbarkeit für die Veranstaltung zum Ausdruck und lobte Veronika Kampshoff als neue, engagierte Moderatorin.
Zum Abschluss stand die Frage im Raum: Was können die Bocholterinnen und Bocholter konkret tun, um Ankommende noch besser zu unterstützen? Die Beteiligten antworteten mit klaren Appellen: Herzlichkeit, Begegnung, dezentrales Wohnen, gegenseitiger Respekt und ein offenes Miteinander - damit Bocholt auch künftig eine lebenswerte, bunte Stadt bleibt.
Hinweis: In der Ausstellung "Schwere Schritte" sowie im Film "Kein Land für niemand" werden weitere persönliche Geschichten vertieft vorgestellt. Besucherinnen und Besucher können die DVD in der Bibliothek ausleihen.
11. Juni 2026
Ausstausch mit Bürgermeister Christian Mangen
"Der Bürgermeister lernt die neuen Mitglieder des Seniorenbeirats kennen".
In der letzten öffentlichen Sitzung des Seniorenbeirats am Donnerstag, den 11. Juni 2026, fand ein intensiver und konstruktiver Austausch mit Bürgermeister Christian Mangen statt.
Zu Beginn stellten sich die Mitglieder des Seniorenbeirats dem Bürgermeister kurz vor und erläuterten ihre Erwartungen und Ziele für die neue Amtszeit. Auch der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen. Anschließend beantwortete er die Fragen der Mitglieder ausführlich und ging auf die angesprochenen Themen umfassend ein.
27. Mai 2026
Besuch des Seniorenbeirats aus Belgisch Bocholt
"Es war ein schöner Tag des Austausches mit unserer Partnerstadt aus Belgien".
Am 27. Mai 2026 durfte die Stadt Bocholt den Seniorenbeirat aus dem belgischen Bocholt zu einem Tagesbesuch willkommen heißen. Nach einer rund zweieinhalbstündigen Busfahrt erreichte die Delegation gegen 10 Uhr ihre deutsche Partnerstadt.
Empfangen wurden die Gäste im LernWerk von Bürgermeister Christian Mangen, der Vorsitzenden des Seniorenbeirats Edeltraud Chrysanthou sowie weiteren Mitgliedern des Bocholter Seniorenbeirats. In herzlicher Atmosphäre bot ein gemeinsames Frühstück Gelegenheit zu ersten Gesprächen und zum persönlichen Austausch.
Im Anschluss erhielten die Besucherinnen und Besucher bei einer Führung Einblicke in das LernWerk und dessen vielfältige Angebote. Ein kleiner Spaziergang über das Kubaai-Gelände vermittelte zudem Eindrücke von der städtebaulichen Entwicklung und der besonderen Atmosphäre dieses Quartiers.
Das gemeinsame Mittagessen im Europahaus setzte den freundschaftlichen Begegnungen einen weiteren geselligen Rahmen. Den kulturellen Höhepunkt des Tages bildete schließlich die Besichtigung des Textilwerks, das die textile Geschichte der Region eindrucksvoll lebendig werden lässt.
Bevor die Gäste am Nachmittag die Rückreise in die belgische Partnerstadt antraten, blieb noch Zeit für einen Bummel durch die Bocholter Innenstadt, deren Charme und Gastfreundschaft den Besuchern in angenehmer Erinnerung bleiben werden.
Neuer Seniorenbeirat der Stadt Bocholt gewählt.
Am 8. Oktober 2025 wurde im Lernwerk Bocholt der neue Seniorenbeirat gewählt. Nach der Auszählung der Stimmen steht der neue Beirat mit 21 Mitgliedern fest: Vorsitzende ist Edeltraud Chrysanthou, stv. Vorsitzender Klemens Barde. Weitere Mitglieder sind Dr. Michael Adam, Rolf Oechtering, Michaela Schneider, Dimitrios Macheras, Gabriele Theling, Veronika Kampshoff, Abdulkadir Kis, Hedwig Bruckmann, Leo Marsching, Sabine Kremer, Gabriela Lavric, Rainer Hardes, Marita Degeling, Werner Marschall, Beate Feldkamp, Gabriele Rehbold, Andreas Heitkamp, Doris Menker und Pierre Zibell. (Stadt Bocholt)
Neue Vorsitzende des Seniorenbeirates
Edeltraud Chrysanthou (rechts im Bild) wurde in der Sitzung des Seniorenbeirates am 8. Oktober 2025 zur neuen Vorsitzenden gewählt.
Der Seniorenbeirat
- ist eine überparteiliche und religiös ungebundene Interessenvertretung
- besteht aus Personen, die in der ehrenamtlichen Seniorenarbeit Erfahrung haben
- wird gewählt in Form einer Delegiertenwahl. Alle in der örtlichen Seniorenarbeit tätigen Vereine, Verbände und Gruppen in Bocholt benennen Personen für die Delegiertenversammlung. Diese wählt dann aus ihrer Mitte die Mitglieder des Seniorenbeirates.
- wird für fünf Jahre gewählt, die Wahlzeit ist gekoppelt an die Wahlperiode der Stadtver-ordnetenversammlung.
Satzung, Wahlordnung und Geschäftsordnung des Seniorenbeirates (Stand: Mai 2025)
Arbeitskreise: Unsere Themen
Die Mitglieder des Seniorenbeirats besprechen in Arbeitskreisen regelmäßig Themen, die für Seniorinnen und Senioren in Bocholt wichtig sind. Hier finden Sie eine Übersicht über die Arbeitskreise, in denen wir aktiv sind:
2024: 30 Jahre Seniorenbeirat Bocholt: Präsentation zur Jubiläumsveranstaltung
Der Seniorenbeirat hat die Aufgabe,
- die Interessen der älteren Menschen in Bocholt gegenüber Rat und Verwaltung sowie in der Öffentlichkeit zu vertreten
- Ideen zu entwickeln, die zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen beitragen
- dem Rat und der Verwaltung der Stadt Bocholt Vorschläge zu allen Belangen, die Seniorinnen und Senioren betreffen, zu unterbreiten.
- kooperativ tätig zu sein und zur guten Zusammenarbeit aller im Bereich der Altenhilfe tätigen öffentlichen und privaten Einrichtungen beizutragen.


















