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WFG eröffnet Bionik-Büro an der Westfälischen Hochschule in Bocholt:

Ein erster Schritt zum „Haus der Bionik“


Vor Ort den Technologietransfer im Bereich Bionik mit Förderunterstützung in die heimische Wirtschaft voranbringen – das ist das Ziel des Bionik-Büros der WFG an der Westfälischen Hochschule in Bocholt. Im Beisein von Landrat Dr. Kai Zwicker, Ludger Dieckhues, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketinggesellschaft Bocholt, Vertreter der Westfälischen Hochschule und weiteren Gästen wurde jetzt das Büro der Bionik im InnoCent-Gebäude offiziell eröffnet. „Wir freuen uns, mit dem Bionik-Büro den Unternehmen, die den Zugang zu der sehr vielversprechenden neuen Technologie Bionik suchen, nun eine direkte Anlaufstelle anbieten zu können“, so der Landrat

Dabei ist der Kommunikationsweg keineswegs einseitig. So soll über das Büro der Bionik mit seiner unmittelbaren Nachbarschaft zur Westfälischen Hochschule Campus Bocholt (WH) umgekehrt auch Bionik-Professoren und -Studenten der Kontakt zu Wirtschaftsunternehmen ermöglicht werden. Ansprechpartner im Büro für Bionik ist Hermann-Josef Raatgering), der nach langjähriger Beschäftigung bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) als Innovationsberater nun nach seinem Renteneintritt in Teilzeit das Büro der Bionik managen und dafür planmäßig in Kürze personelle Unterstützung bekommen wird.

Prof. Dr. Tobias Seidl informierte im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung über die Kompetenzen der WH im Bereich Bionik und über erste gemeinsame Projekte mit Firmen: „Bionik ist im Grunde eine alte Methodik - nämlich die Technik der belebten Natur zu analysieren und zu nutzen. Durch unseren systematischen Ansatz können wir viele und zum Teil überraschend neue Ansätze identifizieren, auf die man sonst wohl nicht so einfach gekommen wäre.“

„Das Bionik-Büro ist im Bocholter InnoCent ideal angesiedelt. Wir wollen mit diesem Büro nun gezielt den Transfer des Bionik-Know-hows von der Westfälischen Hochschule in die Wirtschaft forcieren“, so WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider.

„Neben der zentralen Beratungsfunktion wird das Büro für Bionik die Koordination des geplanten INTERREG-Förderprojekts BiK „Bionik in KMU“ für Unternehmen aus der Region übernehmen“, informierte Hermann-Josef Raatgering. Ziel des Förderprojektes BiK ist das Bionik-Know-how von der WH sowie von der Rijksuniversiteit Groningen (RuG) und dem Bionica Innovatie en Expertise Centrum ebenfalls in Groningen für Firmen-Entwicklungsprojekte nutzbar zu machen. Das Einzugsgebiet dieses Förderprojektes umfasst die nördliche Euregio „Ems-Dollart-Region“ (EDR) und die hiesige EUREGIO mit Sitz in Gronau. Als Bindeglieder zur Wirtschaft fungieren vier Wirtschaftsfördereinrichtungen, für die EDR das Technologie-Center Nord-Niederlande in Groningen (tcnn) zusammen mit der Emsland-GmbH aus Meppen und für die EUREGIO die Novel T zusammen mit der WFG.

Firmen, die an BiK teilnehmen, profitieren dabei in fünf Förderphasen von einer kostenfreien Aufschluss- und Intensivberatung für die Ideenfindung, von Potenzialanalysen mit einem Projektbudget von 10.000 Euro und 75 % Zuschuss, von der Entwicklung von Demonstratoren (40.000 Euro, 50 % Zuschuss) und schließlich in der Endphase von dem Prototypenbau (160.000 Euro, 50 % Zuschuss), bei der zudem eigenes Personal gefördert eingebunden werden kann. Daneben wird auch das ZIM-Kooperationsnetzwerk zum Thema „Bionische Leichtbaustrukturen“ (ZIM-KN) weiter vorbereitet, es soll ab Januar 2018 zusammen mit zehn Firmen aus der Region durchgeführt werden.

Regionale-Projekt mit A-Status

Das Büro der Bionik ist Teil des Regionale 2016-Projektes „Haus der Bionik“. „Dieses Bionik-Büro ist gleichsam ein erster Schritt zur Realisierung unseres Projektes ‚Haus der Bionik‘“, erklärte Joachim Schüling, Geschäftsführer InnoCent GmbH und Projektträger dieses Regionale 2016-Projektes. Auf die Verzahnung von Hochschule und Wirtschaft, die das Haus der Bionik für die Region bieten soll, verwies auch Ulrich Grunewald, Vorsitzender der Fördergesellschaft Westmünsterland der Hochschule in Bocholt/Ahaus e.V, die diese Regionale 2016-Maßnahme engagiert unterstützt.

„Wir freuen uns, dass mit diesem Büro nun eine Anlaufstelle besteht für den Transfer der Bionik in Unternehmen der Region. Deshalb hat der Lenkungsausschuss das Projekt mit dem A-Status ausgezeichnet und als Regionale 2016 Projekt bestätigt“, führte Uta Schneider, Leiterin der Regionale 2016-Agentur, bei der Übergabe des Regionale 2016-A-Stempels aus.

In den nächsten 12 Monaten werden die Projekte BiK und ZIM-KN entscheidend für Unternehmen aus der Region forciert und Stimmungsbarometer für den Bau des geplanten Hauses der Bionik sein. „Wer die Innovationskraft der Bionik für sein Unternehmen prüfen und nutzen möchte, kann jetzt noch aufspringen“, empfiehlt WFG-Projektkoordinator Hermann-Josef Raatgering.



03.07.2017 15:36
Kategorie: Wirtschaft

Übergabe des A-Stempels der REGIONALE 2016 (v. l. Dr. Markus Könning (WFG), Dr. Kai Zwicker (Landrat), Uta Schneider (Regionalagentur), Hermann-Josef Raatgering (WFG), Dr. Heiner Kleinschneider (WFG), Joachim Schüling (InnoCent), Prof. Tobias Seidl (WHS)



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