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Zurück auf dem Marktplatz: Bocholter Kulturtage beginnen am 17. August

Abwechslungsreiches Programm mit einer Kulturnacht zum 800-jährigen Stadtjubiläum


- Nach einem pandemiebedingten Ausfall in 2020 und dem Ausweichen auf das kubaai-Gelände in 2021 finden die Bocholter Kulturtage in diesem Jahr vom 17. bis 21. August wieder auf dem Marktplatz vor dem Historischen Rathaus statt. Neben einem Programm von Theater, über Jazz, bis hin zu Comedy, dürfen sich die Besucherinnen und Besucher über eine Kulturnacht im Rahmen der Feierlichkeiten zum 800-jährigen Stadtjubiläum freuen.

Nach zwei Jahren Pause ist es endlich wieder soweit: Die Bocholterinnen und Bocholter - und natürlich auch die Gäste der Stadt - dürfen sich wieder auf die Bocholter Kulturtage auf dem Marktplatz freuen. Nach einem pandemiebedingten Ausfall in 2020 und dem Ausweichen auf das kubaai-Gelände in 2021, findet das etablierte Kulturevent nun wieder vor der Kulisse des Historischen Rathauses statt. Besucherinnen und Besucher können sich als besonderes Event zum 800-jährigen Stadtjubiläum auf die Kulturnacht mit einer Silent Disco freuen. Organisiert und veranstaltet werden die Bocholter Kulturtage vom Fachbereich Kultur und Bildung der Stadt Bocholt.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei! Tagesaktuelle  Informationen können über die Internetseiten www.bocholt.de und www.bocholt800.de abgerufen werden.

Das Programm der Bocholter Kulturtage 2022

Auch in diesem Jahr wurde bei der Planung Wert daraufgelegt, dass die Bocholter Kulturtage ein attraktives, für möglichst viele Alters- und Interessensgruppen abwechslungsreiches Programm bereithalten. Neben etablierten Künstlerinnen und Künstlern werden auch neue Programmpunkte stattfinden:

Mittwoch, 17. August: NN Theater mit dem Stück ODYSSEE (20.00 Uhr)

Wer kennt sie nicht, die sagenhaften Gestalten der Odyssee: Allen voran Odysseus, Penelope und ihr gemeinsamer Sohn Telemach?! Die Götter Zeus und Poseidon nebst Göttin Athene, der Strippenzieherin der Geschichte?! Den einäugigen Zyklopen Polyphem, die geheimnisvolle Zauberin Kirke, das mehrköpfige Ungeheuer Skylla oder die singenden Sirenen?!

Doch die zweitälteste Saga der westlichen Welt, aufgeschrieben ca. 800-700 v. Chr., bietet weit mehr, als eine antike maritime Abenteuerfahrt von Kriegsheimkehrern aus Troja.

Das NN Theater Köln stürzt sich leidenschaftlich in die Geschichte frei nach Homer und nutzt seine ganze Bandbreite, um den Archetypen dieser Saga Leben einzuhauchen. Mit rasantem Rollenwechsel, schauspielerischer Tiefe, Musikalität von Schlager bis sphärischen Klängen, und einer ordentlichen Portion Humor beleuchtet das in Bocholt bekannte Theater auch die hellen und heiteren Seiten dieser vielschichtigen, oft blutrünstigen Geschichte und entzündet ein buntes Theaterfeuerwerk, dessen Nachhall vieltönig sein darf.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Stadttheater Bocholt e. V. statt.

Donnerstag, 18. August: Puppenspiel (15.00 Uhr) und BOHJazz (19.30 Uhr)

Auch für die ganz kleinen kulturinteressierten Besucherinnen und Besucher bietet das Puppenspiel "Die kleine Waldhexe" vom "Theater Blaues Haus" aus Krefeld einen spannenden Programmpunkt. Kinder ab drei Jahren können um 15.00 Uhr die Geschichte einer kleinen Hexe verfolgen, die sich im Wald einnistet und dabei leider nicht bemerkt, in welche Schwierigkeiten sie damit die Tiere des Waldes bringt. Die Puppenspielerin ist zugleich Schauplatz, Ensemble, Erzählerin, Geschichte und Bühne in einem und lässt auf faszinierende Weise Schätze aller Märchen lebendig werden. Wie die Geschichte der kleinen Waldhexe bloß ausgehen mag?

Am Abend folgt dann ein Konzert ganz im Zeichen des Jazz. Das Trio rund um den Gitarissten Christian Hassenstein tritt in diesem Jahr mit der Sängerin und Pianistin Sanna van Vliet aus den Niederlanden auf, die bereits im vergangenen Jahr das Publikum bei den Bocholter Kulturtagen begeistern konnte.

Van Vliet studierte Jazz-Gesang und Jazz-Piano in den Niederlanden. Tourneen führten sie in über 15 Länder weltweit, u. a. nach Südkorea, Thailand, die Azoren, Schweden, Slowenien und Polen. Die Produktion von mittlerweile vier CDs und die Zusammenarbeit mit vielen rennomierten niederländischen Jazz-Musikern wie z. B. John Engels, Jarmo Hoogendijk, Eric Ineke, Beets Brothers, Ben van den Dungen, Ack van Rooijen, Ruud Jacobs, Wouter Hamel und Cees Slinger zeigen, dass sich die Besucherinnen und Besucher auf einen qualitativ hochwertigen Jazz-Abend freuen können.

Der Jazz-Abend wird durch die Stadtsparkasse Bocholt unterstützt.

Freitag, 19. August: Comedian Lars Redlich (19.30 Uhr)

„Lars but not least!“ – dahinter verbirgt sich das erste Soloprogramm des Berliner Entertainers Lars Redlich, der im vergangenen Jahr den Kleinkunstpreis NRW der Bühne Pepperoni in Bocholt gewinnen konnte.

Lars Redlich – Der Thermomix unter den Kleinkünstlern: Er singt, swingt, springt von der Sopran-Arie in den Hip Hop, mimt den Rocker, die Diva, zückt die Klarinette für eine Klezmer-Nummer, textet Hits wie „Mandy“ oder „Ladies' Night“ brüllend komisch um und unternimmt einen zweistündigen Frontalangriff auf die Lachmuskeln! Seine eigenen Songs zeugen von Phantasie und grandiosem Humor, wie etwa das Lied über „Schorsch, die einzelne Socke“, die ihren Partner bei 60 Grad verliert.

Der Musical-Star (Grease, Rocky Horror Show, Disney in Concert u.v.m.) nimmt sich selber auf die Schippe. Er improvisiert am Klavier zusammen mit dem Publikum ein Medley aus zugerufenen Songs und parodiert perfekt z.B. Whitney Houston in „I will always love you“– oder ist es gar eine Hommage?

„Lars But Not Least!“ – Ein einzigartiges Zusammenspiel aus Show, intelligenter Comedy und Musikkabarett, das dem Zuschauer kaum Zeit zum Durchatmen lässt! Kein Wunder, dass Lars Redlich innerhalb kürzester Zeit mit diversen renommierten Kleinkunstpreisen überhäuft wurde.

Die Veranstaltung wird durch das Kultursekretariat NRW Gütersloh und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Samstag, 20. August: Kulturnacht (18.00 Uhr bis 21.00 Uhr) mit Silent Disco (ab 21.00 Uhr bis 24.00 Uhr)

Zum 800-jährigen Stadtjubiläum machen wir gemeinsam den Tag zur Nacht! Ab 18.00 Uhr finden an mehreren Stellen der Bocholter Innenstadt kulturelle Programmpunkte statt. Vom Chor Capella Cantica, über eine musikalische Lesung von Texten Hermann Hesses bis hin zu Improtheater der „Bocholter Bühne“ und eines Ensembles der Theaterpädagogin Alice Aischa Meisberger in den Gassen und Ladenlokalen: Überall gibt es etwas zu entdecken! Auch die Musikschule Bocholt-Isselburg wird mit Ensembles vertreten sein und ihren Beitrag für einen abwechslungsreichen Abend leisten.

Silent Disco gemeinsam mit dem DochDu e. V.

Nach verschiedenen Eindrücken quer durch die Kultursparten folgt dann ab 21.00 Uhr der krönende Abschluss der Kulturnacht mit einer Silent Disco auf dem Bocholter Marktplatz unter dem bunt beleuchteten Zeltdach des Skyliners. In Zusammenarbeit mit dem DochDu e. V. legen insgesamt drei verschiedene DJs ein Musikprogramm auf, das für (fast) jeden Geschmack etwas zu bieten hat! Mit Hilfe der Kopfhörer kann sich jeder „seinen“ DJ auswählen und zur Musik feiern. Ein spaßiges Event für verschiedene Altersgruppen und einer Partyatmosphäre, wie sie so schnell nicht wieder auf dem Marktplatz zu erleben sein dürfte.

Die speziellen Kopfhörer für die Silent-Disco können an diesem Abend vor Ort gegen eine angemessene Pfandgebühr ausgeliehen werden. Für ausreichend Getränke und Essen ist gesorgt.

Sonntag, 21. August: Junge Bläserphilharmonie NRW (17.00 Uhr)

Den Abschluss der Bocholter Kulturtage bildet in diesem Jahr die Junge Bläserphilharmonie NRW mit dem neuen Programm „Fast and Furious“. Über das Orchester sagte u. a. der Komponist und Dirigent Johan de Meij, dass es „eines der besten Ensembles seiner Art in Europa“ sei.

Faszinierendes Konzertprogramm mit dem Bocholter Saxophonisten Lukas Stappenbeck

Wer einen schnellen wilden Ritt durch die sinfonische Musik für Blasorchester nicht scheut, der ist bei diesem Konzert genau richtig. Das neue Programm der Jungen Bläserphilharmonie NRW beinhaltet Werke der US-Amerikaner James Barnes und John Mackey. Von letzterem ist das furiose Solokonzert für Sopransaxophon und Bläserensemble, das 2007 von der Bläsersinfonie in Dallas uraufgeführt und dort zu Recht bejubelt wurde, zu hören. Lukas Stappenbeck übernimmt als ehemaliger Schüler der Bocholter Musikschule den Solopart, für den sich der Komponist umfangreiche Gedanken zu den Möglichkeiten und Klangfarben eines Saxophons gemacht hat. „The sax can play some monster-difficult stuff“, so die Aussage Mackeys. Lukas Stappenbeck gewann mehrere preisträchtige nationale und internationale Wettbewerbe und ist aktuell Dozent für klassisches Saxophon und Kammermusik am „Institut für Musik der Hochschule Osnabrück.

Der zweite Konzertteil beginnt mit einem kurzen Stück, das der Jungen Bläserphilharmonie NRW buchstäblich auf den Leib geschnitten ist, denn es ist die von Alexander Reuber komponierte Trailermusik zum neuen Image-Video des Ensembles. Weiterhin werden Werke von David Gillingham und des großen amerikanischen Komponisten Alfred Reed zu hören sein.

Die Junge Bläserphilharmonie NRW, das sind rund 75 junge Musikerinnen und Musiker zwischen 14 und 24 Jahren, die aus allen Teilen Nordrhein-Westfalens kommen. Gemeinsam arbeiten sie engagiert und mit hoher Spielfreude daran, die mitreißende Energie sinfonischer Blasmusik einem möglichst breiten Publikum zu präsentieren.

Alle großen Werke der sinfonischen Blasmusik im Original und als Bearbeitungen, internationale Konzerterfolge und Begeisterung in den Sälen in NRW - die Junge Bläserphilharmonie NRW zeigt seit über dreißig Jahren, wie die mitreißende Energie sinfonischer Blasmusik die Vielfalt in der Musikwelt bereichert!

Die Veranstaltung wird durch das Kultursekretariat NRW Gütersloh und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

 



22.07.2022 12:00
Kategorie: Bildung und Kultur, Startseite - Slider



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