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Freie Fahrt für flotte Fietsen


NRW-Verkehrsminister Johannes Remmel weiht im Rahmen der Bocholter Radmesse 2011 den Schnellradweg im Löverick ein. (Foto: Stadt Bocholt)

In der Stadt Bocholt hat der Radverkehr seit je her einen hohen Stellenwert, dies zeigt sich daran, dass über 39 % von der Bocholter Bevölkerung täglich zurückgelegte Wege mit dem Fahrrad vorgenommen werden. Somit ist es vor dem Hintergrund der umweltschonensten Fortbewegung das Ziel der Stadt den Radverkehr bestmöglich zu fördern und den Stellenwert des Fahrrades noch weiter zu erhöhen.

Einen Beitrag hierzu können Beschleunigungen des Radverkehres mittels Maßnahmen der Netz- und Infrastrukturplanung leisten. So genannte Schnellradwege bieten in dem bereits bestehenden engmaschigen Straßen- und Wegenetz den Vorteil, dass sie zielgerichtet und großzügig ausgebaut eine schnelle und beeinträchtigungsarme Erreichbarkeit des jeweiligen Zielpunktes ermöglichen.

Die Streckenabschnitte wurden aus einer umfassenden Analyse, „Konzept zur Beschleunigung des Radverkehrs“, des gesamten Verkehrssystems der Stadt ausgewählt und als besonders geeignet für umfassende Beschleunigungsmaßnahmen identifiziert.

Im Jahr 2011 wurden im Rahmen der "NRW-Klimakommune" in den Stadteilen "Löverick" und "Hohe Giethorst" zwei Schnellradverbindungen realisiert, zudem der Radweg an der Dinxperloer Straße ausgebaut. Im Vergleich zu herkömmlichen Radwegen sind die Schnellradwege breiter und werden als selbständige Radwege mit benachbarten Gehwegen abseits von den Hauptverkehrsstraßen geführt. An einigen Stellen wird dem Radverkehr an Kreuzungsstellen mit Anliegerstraßen Vorrang eingeräumt. In der Realisierung von Radschnellverbindungen wird ein Ansatzpunkt gesehen, den Radverkehrsablauf in Bocholt sicherer und komfortabler zu gestalten und den Radverkehrsanteil weiter zu steigern. 

Stadtteil Löverick

Diese Wegeverbindung ist als Hauptverbindungsweg im Radverkehrsnetz der Stadt Bocholt klassifiziert worden. Nach dem Bau des ersten Teilabschnittes ist durch die Weiterführung bis zu den Siedlungsgebieten um die Straße "Zur Eisenhütte" der bauliche Lückenschluss geschlossen worden. Eine komfortable, weitgehend unabhängig vom motorisierten Verkehr geführte zieldirekte Verbindung der nordwestlichen Siedlungsgebiete mit der Innenstadt ist entstanden. Zuletzt wurde ein Teilabschnitt an der Klaraschule bis unter die Fahrradüberdachung erweitert.

Durch den Ausbau können auf diesem Streckenabschnitt Radverkehre aus den umliegenden Wohngebieten gebündelt und beeinträchtigungsarm abgewickelt werden. Zudem können die Verkehre aufgenommen werden, die aus den westlichen Stadtteilen kommen und den Stadtkern erreichen wollen.

Dinxperloer Straße

Der Radweg im überplanten Bereich der Dinxperloer Str. hat an sich eine "ausreichende" Breite. Es stellt sich aber in der Örtlichkeit derart dar, dass der breite Grün-/ Sicherheitsstreifen durch die starke Frequentierung von Gruppen von Radfahrern überfahren wird. Es handelt sich um einen Hauptverbindungsweg im Radverkehrsnetz der Stadt Bocholt. Somit wurde der Sicherheitsstreifen auf eine erforderliche Mindestbreite reduziert und der verbleibende Grünstreifen als zusätzliche Breite für den Radweg in Asphaltbauweise genutzt. Ziel dieser Verbesserung war eine Beschleunigung des Radverkehrs, speziell zu den Stoßzeiten des Schüler-Radverkehrs.

Giethorst

Der Radschnellweg Giethorst wurde von einem gemeinsamen Geh- und Radweg zu einer Radschnellverbindung mit benachbartem Gehweg ausgebaut. Mit Beginn der Bauarbeiten für den dritten Bauabschnitt im Mai 2014 wird die Schnellradwegverbindung Giethorst fertig gestellt. Der Radweg stellt eine direkte Verbindung zwischen der Straße Unter den Eichen und den Platanenweg auf einer Länge von etwa einem halben Kilometer her. Zudem wurden die beiden Überquerungsstellen des Akazienweges so umgebaut, dass der Radverkehr an diesen Stellen bevorrechtigt ist. An den beiden Enden schließt der Schnellradweg jeweils an das bestehende Radwegenetz an. Der Radweg Giethorst ist Teil einer wichtigen Verbindungstraße als Sammelachse von den äußeren Wohngebieten Richtung Innenstadt, Kindergärten und Schulen. Mit dem Ausbau dieser Verbindung können die Belastungsspitzen im Schülerverkehr aufgefangen und Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern entschärft werden.

Evaluierung

Nach etwas mehr als einem Jahr nach der Fertigstellung der ersten Bocholter Schnellradwege wurden die Nutzer im Rahmen einer Evaluierung durch das hierfür beauftragte Büro für Verkehrsplanung nach ihrem dem Meinungsbild zu den Radschnellverbindungen befragt. Die Bewertung der Befragten zu den Schnellradwegen Giehorst und Löverick fällt sehr positiv aus! Für die Gesamtbewertung der Schnellradwege geben 91 Prozent der Befragten eine sehr gute bis gute Bewertung der Wege ab, hinsichtlich der Bewertung zwischen den beiden Wegen gibt es keinen nennenswerten Unterschied. Über 80 Prozent der Befragten wünschen sich weitere Schnellradwegeverbindungen für Bocholt.


Kontakt

Angela Theurich
Telefon+49 (2871) 953-137
Fax+49 (2871) 953-222
E-Mailan Angela Theurich
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