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Musterhaussanierung im Stadtteil Fildeken


Vorbildcharakter: Familie Büning aus Bocholt lässt ihr Haus sanieren. (Foto: Stadt Bocholt)Vorbildcharakter: Familie Büning lässt ihr Haus sanieren. (Foto: Stadt Bocholt)

Im Stadtteil „Fildeken“ ist in Kooperation mit dem Bürgerverein "Blühendes Fildeken" eine Musterhaussanierung eines Einfamilienhauses erfolgt. Im Sinne einer "offenen Baustelle“ wurde diese zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Der Bürgerverein erstellte im Zeitraum von Juni bis September gemeinsam mit den Hauseigentümern eine vorbildhafte Vorgabe, wie aus einem Altbau ein modernes, attraktives und vor allem energieeffizientes Gebäude geschaffen werden kann.


Bautagebuch

Neben den Offenen Baustellen besteht die Möglichkeit, sich im Bautagebuch der Familie Büning über den aktuellen Stand der Arbeiten zu informieren. Fast täglich berichtet die Familie dort lebhaft über den Fortschritt und ihre Erlebnisse auf der Baustelle. An dieser Stelle werden zudem alle Öffentlichkeitstermine bekannt gegeben.


Auswahlverfahren

Im Rahmen eines Auswahlverfahrens wurde im Stadtteil „Fildeken“ das Haus Rheinstraße 31 d der Familie Büning als Musterhaus ausgewählt. Grundlage des Auswahlverfahrens waren folgende Kriterien:

  • Effizienz der Sanierung: Ziel der Sanierung ist es, einen möglichst großen Unterschied zur Ausgangssituation herzustellen.
  • Vielfalt der Maßnahmen: Es sollten möglichst viele Maßnahmen zum Thema energetische Sanierung am Objekt erklärt werden können.
  • Musterhauscharakter: Die durchgeführten Sanierungsmaßnahmen sollen auch auf andere, ähnliche Objekte im Fildeken übertragbar sein, um einen möglichst großen Nachahmungseffekt zu erzielen.
  • Lage des Gebäudes: Je zentraler die Lage ist, desto größer ist die Öffentlichkeitswirksamkeit, diese ist das Hauptziel der Sanierung.
  • Gestalt: Bei der Auswahl des zu sanierenden Gebäudes spielt auch das gestalterische Potential eine Rolle. Das "Vorher-Nachher" wird auch daran zu messen sein.

Unter 13 Bewerbern konnte sich das Haus der Familie Büning durchsetzen. Die Familie erhält Fördermittel, damit sie ein Maximum an Energieeinsparung erreicht, gleichzeitig aber auch architektonische sowie städtebauliche Kriterien berücksichtigt. Voraussetzung für die Förderung ist weiterhin die umfangreiche Sanierungsmaßnahme der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ziel dabei soll es sein, das Thema energetisch-architektonische Sanierung den Bürgern näher zu bringen, sie dafür zu begeistern und so vielleicht auch Nachahmer zu finden.

Das Haus der Bünings ist Baujahr 1955 und ein typisches der Nachkriegszeit, wie es im Stadtteil „Fildeken“ häufig zu finden ist. Vor zehn Jahren haben sie das Haus gekauft und sich direkt darin „verliebt“, wie Holger Büning sagt: „Wobei schon damals klar war, dass man in Sachen Energietechnik etwas machen muss.“

85 % weniger Energiekosten, mehr Wohnqualität

Durch eine fehlende Dämmung geht viel Energie verloren. Die Energiekosten sind entsprechend hoch. Nach der Sanierung rechnen die Bünings mit rund 80 Prozent weniger Energiekosten und natürlich mehr Wohnqualität. Ein weiterer Aspekt kam für das Ehepaar hinzu: „Wir wollen auch ökologisch etwas tun in Zeiten des Klimawandels.“

Im Juni 2014 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Ziel der Familie ist es, unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Aspekte, eine möglichst hohe Energieeinsparung nahe dem Standard KfW 55 zu erreichen. Dabei wird sich das Haus architektonisch auch nach der Sanierung dem baulichen Stil der Siedlung weiterhin anpassen, wie Jens Matzken vom begleitenden Architekturbüro Winkelmann-Matzken erläutert.

Geplant sind:

  • Dämmung des Daches
  • Dämmung der Außenhülle
  • Erneuerung der Heizungsanlage mit Unterstützung einer solarthermischen Anlage
  • Austausch von Fenstern und Haustür
  • Dämmung der Kellerdecke

Die Sanierungsarbeiten sind während der Sommermonate zügig voran geschritten, im Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Offene Baustelle

An drei Terminen der offenen Baustelle konnten sich interessierte Bocholter über den Fortschritt der Sanierung informieren. Dabei standen die Familie Büning, der Architekt, der Bürgerverein sowie die Handwerksfirmen Rede und Antwort. Interessant ist diese Tage für alle, die wissen wollen, welche Möglichkeiten es gibt, ältere Gebäude energetisch aufzuwerten. Monika Haverkamp vom Bürgerverein „Blühendes Fildeken“ erhofft sich einen Nachahmungseffekt: „Wir wollen die Leute, insbesondere auch junge Familien, darauf aufmerksam machen: Da geht ja was, auch bei älteren Häusern!“

Die Themenschwerpunkte der drei offenen Baustellen lagen bei „Dämmung“, „Dach“ und „Heizung“.

(Stand: September 2014)


Kontakt

Angela Theurich
Telefon+49 (2871) 953-137
Fax+49 (2871) 953-222
E-Mailan Angela Theurich
WWWStartseite Umweltreferat

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