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Bandeindicker - Energiesparen im Klärwerk


Bevor der Schlamm in den Faulturm kommt, läuft er über den Bandeindicker. (Foto: Stadt Bocholt)Bevor der Schlamm in den Faulturm kommt, läuft er über den Bandeindicker. (Foto: Stadt Bocholt)

Zwei neue so genannte Bandeindicker ersetzen auf der Bocholter Kläranlage die Eindickzentrifugen und reduzieren den Energieverbrauch um 90 %.

In der biologischen Behandlungsstufe der Bocholter Kläranlage werden durch das Zusammenspiel verschiedener Bakterienarten, gelöste organische Substanzen und Nährstoffe in Form von Flocken aus dem Abwasser entfernt. Täglich werden so ca. 1.000 m³ Biomasse bzw. überschüssiger Klärschlamm aus der biologischen Reinigungsstufe entfernt. Dieser flüssige schwarze Schlamm muss, bevor er in die beiden großen Faultürme gepumpt wird, vorentwässert werden, d.h. der Wasseranteil muss reduziert werden. Dies geschah in der Vergangenheit mit zwei Zentrifugen. "

"Aus Gründen des Klimaschutzes und aufgrund hoher Energie- und Wartungskosten dieser beiden veralteten Eindickzentrifugen suchten die Klärwerksmitarbeiter des ESB nach einer innovativen und effizienten neuen Lösung zur Schlammeindickung", so Peter Wansing, stellvertretender Betriebsleiter des ESB. Mit Unterstützung des Klimaschutzministeriums NRW konnte der ESB nun, auf das energetisch wesentlich günstigere Verfahren der Bandeindickung umzusteigen.

Hier wird unter Zugabe von Flockungshilfsmitteln über ein Siebband überschüssiges Wasser abgespalten. "20 % der Kosten dieser innovativen Maßnahme werden im Rahmen des Projektes NRW-Klimakommune der Zukunft - vom Klimaschutzministerium (MKULNV) des Landes NRW übernommen", teilt Umweltreferentin Angela Theurich mit, "die Energieeinsparungen sind enorm".

In einem ersten Schritt wurde mit Hilfe einer mobilen Versuchsanlage ein Probebetrieb vor Ort durchgeführt. Es zeigte sich schnell, dass man mit dieser ausgereiften Technologie den Schritt in Zukunft gehen kann. Mittlerweile wurde bereits eine Zentrifuge durch einen neuen Bandeindicker ersetzt. Der Austausch der zweiten Zentrifuge ist mittlerweile ebenfalls erfolgt. Die Anschaffungs- und Montagekosten dieser neuen Technologie betragen ca. 80.000 Euro pro Bandeindicker.

Bisheriges Fazit des Betriebsleiters des Klärwerkes Bocholt Andreas Wehren: "Der neue Bandeindicker hat die in ihn gesetzten Erwartungen bisher voll erfüllt. Die Anlage läuft störungsfrei. Die vom Hersteller garantieren Abscheidewerte werden eingehalten. Die Umweltbelastung durch die Energiebereitstellung und die Stromkosten konnten um rd. 90 % gesenkt werden. In der Jahresbilanz lassen sich somit ca. 490.000 KWh einsparen."

Insgesamt fügt sich diese Maßnahme damit in ein Paket von Optimierungsmaßnahmen ein, mit dem konsequenten Ziel, den Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen in die Umwelt zu reduzieren.


Kontakt

Angela Theurich
Telefon+49 (2871) 953-137
Fax+49 (2871) 953-222
E-Mailan Angela Theurich
WWWStartseite Umweltreferat