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Fachforum II

"Gut Wohnen und Leben in jedem Alter und in jeder Lebenssituation"

Bocholts Bürgermeister Peter Nebelo begrüßte die Gäste des Fachforums Wohnen und Mobilität im Textilwerk - Foto Bruno Wansing

Über 80 Akteure und Fachleute konnte Bürgermeister Peter Nebelo im Textilwerk zum 2. Demografiefachforum begrüßen. Der Inputvortrag  des Stadtbaurates Ulrich Paßlick skizziert die Bedeutung des Themas Wohnen in Zeiten des demografischen Wandels und thematisiert Überlegungen, die sich für die Zukunft des Wohnens in Bocholt ergeben. Stadtbaurat Ulrich Paßlick brachte es in seinem Vortrag schon früh auf den Punkt: "Gut Wohnen und Leben in jedem Alter und in jeder Lebenssituation wollen wir für die Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt."  Paßlick ging nicht nur auf die geschichtliche Entwicklung der Stadt ein, sondern verdeutlichte, dass heutzutage weniger Personen immer mehr Raum nutzten. "So lebt das ältere Ehepaar, wenn die Kinder ausgezogen sind, alleine in einem Einfamilienhaus mit 200 qm Wohnfläche", erläuterte Paßlick.

Zum Thema Mobilität hielt Dipl.-Ing. Wilhelm Angenendt einen Vortag, der anschaulich machte, wie sich die Verkehrsmittelnutzung in den verschiedenen Altersgruppen darstellt. Gerade die ältere Bevölkerungsgruppe nutze mehr den ÖPNV und gehe wieder mehr zu Fuß. "In Bocholt ist das allerdings anders", so Angenendt. "Da fahren auch über 80-Jährige noch regelmäßig mit dem Fahrrad." Dies müsse bei den künftigen Planungen der Konzeption der Verkehrsinfrastruktur und der Straßenraumgestaltung berücksichtigt werden.

Anschließend teilte sich das Fachforum in die AG Wohnen und die AG Mobilität auf. Der überwiegenden Anzal der Teilnehmer lag das Thema "Wohnen im demografischen Wandel" besonders am Herzen. Ziel eines jeden Menschen sei es, möglichst lange ein selbständiges Leben in vertrauter Umgebung, also in seinem "Quartier", zu führen. Dies sei nur möglich, wenn die Wohnung alters- und behindertengerecht gestaltet sei und das soziale Umfeld stimme (intakte Nachbarschaften).

Die Bocholter können sich aber auch andere Wohnformen für ihr Leben im Alter vorstellen. Stichworte wie Senioren-WG oder "(Mehr)Generationenhaus" fielen. Diese Wohnform ermögliche gegenseitige Unterstützung. Die AG Wohnen formulierte folgende Ziele:

  • Barrierefreiheit in der Stadt / in Gebäuden fördern und umsetzen
  • Altersgerechte Quartiere schaffen mit sozialer Vernetzung
  • Studentisches Leben in Bocholt integrieren
  • Bewusstseinsbildung für das Leben im Alter im Bereich Wohnen fördern

Da die Bocholter mit dem Rad mobil sind, getreu dem Motto "Fahhradstadt Bocholt", wurde das gute Radwegenetz als Werbung für junge Leute gesehen. Eine neue Herausforderung für die kommunale Infrastruktur seinen elektrisch betriebene Räder, sog. "E-bikes", die inzwischen auch für überschaubare Entfernungen eine gute Alternative zum Auto bilden. Hieran müsse sich nach Ansicht der Arbeitsgruppe Mobilität die kommunale Planung orientieren. Eine Chance, mehr Mobilität zu ermöglichen, sah die AG auch in dem Weiterausbau des Buswegenetzes. Die "AG Mobilität" formulierte folgende Maßnahmen:

  • Bahnverbindung ins Ruhrgebiet verbessern
  • Förderung von Fahrgemeinschaften im Alter
  • Persönlicher Fahrkartenverkauf für ältere Menschen bei der Bahn

Nach der Vorstellung der Gesamtergebnisse im Gesamtplenum war klar, dass die Themen noch nicht abschließend diskutiert werden konnten. Aus der "AG Wohnen" kam der Wunsch nach Vernetzung und Vertiefung der Thematik.

Lesen Sie mehr in der Dokumentation des Fachforums.