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Informationen zur Zustands- und Funktionsprüfung privater Abwasserleitungen


Informationen zur Zustands- und Funktionsprüfung privater Abwasserleitungen

Aufnahme eines defekten Kanalrohrs (Foto: Stadt Bocholt)Aufnahme eines defekten Kanalrohrs (Foto: Stadt Bocholt)

Unser Grundwasser muss geschützt werden!
Versickert Abwasser durch defekte Rohre ins Grundwasser und wird verschmutzt, ist auch unser tägliches Trinkwasser gefährdet. Andersherum kann aber auch sauberes Grundwasser durch defekte Leitungen eintreten und führt zu höheren Reinigungskosten. Auch aus Sicht des Rückstauschutzes macht es Sinn, die Abwasseranlagen zu überprüfen.

Nach dem bundesweit geltenden Wasserhaushaltsgesetz ist jeder Grundstückseigentümer dazu verpflichtet, seine private Abwasseranlage nach den allgemeinen anerkannten Regeln der Technik zu errichten, zu betreiben und zu unterhalten. Ebenso ist dort die Verpflichtung geregelt, den Zustand und die Funktionsfähigkeit seiner Abwasseranlage selbst zu überwachen.

Im Landeswassergesetz Nordrhein-Westfalen sind die Anforderungen an die Selbstüberwachung im Oktober 2013 in einer Verordnung konkretisiert worden. Aus der Verordnung geht u.a. hervor, wer, was, und bis wann prüfen muss.

Im Juli 2020 ist diese Verordnung geändert bzw. neu gefasst worden. (Die Verordnung können Sie hier als pdf nachlesen.) Die Änderungen betreffen hauptsächlich die privaten Abwasserleitungen, die häusliches Abwasser führen, innerhalb einer Wasserschutzgebietes liegen und nach dem Jahre 1965 errichtet worden sind. Diese müssen nun nicht mehr bzw. nur im Verdachtfall geprüft werden. Geblieben ist die Überprüfung der privaten Abwasserleitungen bei Neubau und wesentlichen Änderungen, sowie private Abwasserleitungen im Wasserschutzgebiet, die vor 1965 errichtet worden sind. Ebenso ist die Überprüfung für gewerbliche und industrielle Abwasserleitungen geblieben.

Geprüft werden müssen alle im erdreich verlegten Abwasserleitungen, die Schmutz und Mischwasser sammeln und fortleiten, sowie deren zugehörigen Schächte und Inspektionsöffnungen.

Die Fristen für die Überprüfungen sind folgendermaßen:

Nach Neubau oder wesentlicher Änderung:

  • Häusliches Abwasser -> unverzüglich
  • Gewerbliches und industrielles Abwasser -> unverzüglich

Innerhalb Wasserschutzgebiet:

  • Häusliches Abwasser mit Baujahr vor 1965 -> bis 31.12.2015
  • Häusliches Abwasser mit Baujahr nach 1965 -> nur im Verdachtsfall
  • Industrielles und gewerbliches Abwasser mit Baujahr vor 1990 -> bis 31.12.2015
  • Industrielles und gewerbliches Abwasser mit Baujahr nach 1990 -> bis 31.12.2020

Außerhalb Wasserschutzgebiet:

  • Industrielles und gewerbliches Abwasser, für das Anforderungen in einem Anhang der Abwasserverordnung festgelegt sind -> bis 31.12.2020

Private Abwasserleitungen, die zwischen 1996 und 2013 auf Zustand und Funktionsfähigkeit geprüft worden sind, bedürfen keiner erneuten Prüfung, sofern Prüfung und Prüfbescheinigung den zum Zeitpunkt der Prüfung geltenden Anforderungen entsprochen haben.

Ob Ihr Grundstück im Wasserschutzgebiet liegt können Sie im Fachinformationssystem ELWAS des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein- Westfalen nachsehen: Mit einem Klick öffnet sich der Link in einem neuen Fenster.
Ob Ihr Grundstück in einem Wasserschutzgebiet liegt entnehmen Sie bitte der Karte.

Informationen über die Prüfverfahren, die Sachkundigen, die die Prüfungen durchführen dürfen und welche Unterlagen Ihnen ausgehändigt werden müssen, finden Sie in einem Flyer des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein- Westfalen.
Den Flyer als PDF finden Sie hier.
Eine Musterbescheinigung als pdf finden Sie hier.

Für weitergehende Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter des Entsorgungs- und Servicebetriebes Bocholt (ESB) unter der Telefonnummer 0 28 71/ 24 63 42 zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie auf folgenden Seiten:


Kontakt

Heinz Welberg
Telefon+49 (2871) 2463-40
E-Mailan Heinz Welberg