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Ökologische Revitalisierung und stadtklimatische Verbesserung


Ausgangslage

Im Siedlungsbereich ist die biologische Vielfalt bedroht, Flächenversiegelungen und intensive Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen verändern oder zerstören naturnahe Lebensräume. Viele Tierarten sind aufgrund der Artenverarmung im landwirtschaftlichen Raum auf Habitate im Siedlungsraum angewiesen. Gerade öffentliche Grünflächen sind wichtige Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten. Die Grünflächen im Quartier Fildeken-Rosenberg umfassen nur 3,5 % der Fläche. Für die Bewohner des Quartiers stellt der geringe Anteil an Grünflächen einen limitierenden Faktor für die Lebensqualität dar. Die wenigen urbanen Grünflächen sind für einige Bewohner die einzige Möglichkeit, mit der Natur in Berührung zu kommen - gleichzeitig besteht aufgrund von beengten Straßenverhältnissen nur wenig Platz für die Straßenbegrünungen und Straßenbäume.


Zielsetzung

Wildblumenwiese. Mit Klick öffnet sich eine Großversion des Bildes. Bild: Bruno Wansing Bocholt.de

Die Maßnahme verfolgt die Zielsetzung, das Quartier im Sinne der Biodiversität unter stadtökologischen Aspekten zu revitalisieren sowie die Möglichkeiten der Entsiegelung und Habitatschaffung zur Förderung der Artenvielfalt zu nutzen. Durch Entsiegelung und Begrünung sollen stadtklimatische Belastungen wie Luftschadstoffe und Hitzeepisoden wie auch die Folgen von Starkregenereignissen abgemildert werden. Auf diese Weise soll nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Förderung eines funktionierenden Naturhaushalts geleistet werden, sondern darüber hinaus auch die Lebensqualität der Bewohner des Quartiers durch funktionale und gestalterische Aufwertung des Wohnumfeldes gesteigert werden.


Bauliche Maßnahmen

Vorentwurfsplanung mit möglichen Baumstandorten. Plan: Tobias Elskamp bocholt.de

Die Maßnahme setzt sich aus drei Teilmaßnahmen mit unterschiedlichen Schwerpunkten zusammen.

Die erste Teilmaßnahme betrifft die ökologische Aufwertung von intensiv gepflegten Rasenflächen im Umfeld von Mehrfamilienhäusern durch die Anlage von blütenreichen Wiesen- und Saumflächen mit Regio-Saatgutmischungen. Durch die erhöhte Arten- und Strukturvielfalt entstehen für verschiedenste Tierarten hochwertige Habitate - wie etwa für zahlreiche Insekten- und Vogelarten.

Als zweite Teilmaßnahme soll die vorhandene Grünfläche zwischen Scheiben- und Speerstraße insbesondere durch Entsiegelung, die Anlage blütenreicher Staudenpflanzungen und die Einbringung von Kleinstrukturen insbesondere für bestäubende Insekten ökologisch aufgewertet werden.

Durch die Anpflanzung von Gehölzen mit Bienenweidefunktion im Straßenraum und in öffentlichen Grünflächen findet eine ökologische Aufwertung in der dritten Teilmaßnahme statt, die neben der Steigerung der Artenvielfalt auch eine Entsiegelung und einen stadtklimatischen Ausgleich auf nahezu vollständig versiegelten Flächen bewirkt.


Kosten und Finanzierung

Für die Maßnahme „Ökologische Revitalisierung und stadtklimatische Verbesserung“ sind Kosten von 110.000 Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt zu 20 % aus eigenen städtischen Mitteln und zu 80 %, also mit einem Betrag von 88.000 Euro, aus öffentlichen Fördermitteln.

55.000 Euro der Fördermittel, dies entspricht 50 % der Gesamtkosten, werden aus Mitteln der europäischen Union zur Verfügung gestellt.


Kontakt

Projektkoordinatorin

Nina Kremer
Telefon+49 (2871) 953-640
E-Mailan IHK Fildeken-Rosenberg

Gefördert durch

Logo des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Großversion mit Klick.

Logo des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung NRW. Großversion mit Klick.

Logos der Städtebauförderung und des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat. Großversion mit Klick.bocholt soziales ihk fildeken rosenberg logo bmi 01

Logo des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Großversion mit Klick.