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Der Weg zum eigenen Häuschen in Bocholt

Familie vor Eigenheim

Städtische Interessentenliste für Wohnbaugrundstücke

1. Eintragung in die städtische Interessentenliste für Wohnbaugrundstücke

Die Eintragung in die allgemeine Interessentenliste hat das Ziel, über künftige Entwicklungen informiert zu werden und mittelfristig ein städtisches Grundstück zu erwerben. Sie werden anschließend über die städtischen Grundstücksangebote informiert. Mit Ihren Angaben zu den Bauzielen legen Sie sich nicht fest. Dies erfolgt erst mit der späteren Bewerbung um ein Grundstück. Daher brauchen Sie Änderungen Ihrer Wünsche nicht mitzuteilen. Die Eintragung erfolgt unverbindlich und ist kostenfrei.


Formular für den Eintrag in die städtische Interessentenliste


Senden Sie den Vordruck an:

- schriftlich/Posteinwurf:  Stadt Bocholt, Geschäftsbereich 312, Berliner Platz 1, 46395 Bocholt
- Fax:  0 28 71 - 953 - 438
  

2.  Wie erfolgt die Vergabe von städtischen Baugrundstücken?

Aktuell fragen in Bocholt viele Menschen nach bindungsfreien Wohnbaugrundstücken. Dieser Nachfrage steht ein sehr eingeschränktes Angebot sowohl seitens der Stadt Bocholt als auch des Privatmarktes gegenüber.

Auch bei der künftigen Ausschreibung der geplanten Wohnbaugebiete kann voraussichtlich die Nachfrage nur teilweise befriedigt werden. Wohnbaugrundstücke werden daher nur Bauwilligen angeboten, die zeitnah und mit einer sofortigen Eigennutzungsabsicht ein Wohnhaus bauen wollen. Dennoch sind notwendige Auswahlentscheidungen zu erwarten. Diese werden unabhängig und auf der rechtlichen Grundlage kommunalpolitischer Vorgaben getroffen. Ziel ist es, alle Bewerber fair und gleich zu behandeln.

2.1 förmliches Ausschreibungsverfahren erst bei Planungssicherheit

Alle in der allgemeinen "Interessentenliste" (gesamtes Stadtgebiet) geführten Haushalte werden über sämtliche Angebote schriftlich informiert. Diese erfolgen unabhängig von eventuell vorher angegebenen Präferenzen (z.B. bestimmte Bauweisen, Stadtteile, gewünschtes Baujahr). Änderungen der Präferenzen müssen daher nicht mitgeteilt werden. 

2.2 Einzelbewerbung um konkrete Angebote

Bauwillige können die Ausschreibungsunterlagen prüfen und sich um die Baugebiete mit einem Vordruck bewerben (Veröffentlichung aller Informationen auf www.bocholt.de). Es wird hierfür eine ausreichend lange Frist festgesetzt (Stichtagsprinzip). Der Tag des Eingangs der Bewerbung innerhalb dieser Frist ist für die Vergabeentscheidung unerheblich! Nur verspätete Bewerbungen (nach dem Stichtag) werden nachrangig in einer 2. Gruppe behandelt.

2.3 Reihenfolge der Verkaufsgespräche nach den kommunalen Vergaberichtlinien

Alle Bewerbungen werden erfasst und von einem Gremium ("Mehraugenprinzip") nach den kommunalen Vergaberichtlinien gewichtet. Hieraus ergibt sich eine Reihenfolge der Verkaufsgespräche. Bei den ersten Gesprächen ist daher die Auswahl entsprechend groß. Sie verkleinert sich mit jedem Vermarktungsgespräch.

Bewerber auf den tieferen Rangplätzen kommen möglicherweise nicht mehr zum Zuge. Da nicht jeder Bauwunsch gelingt, kann durch evtl. wieder frei werdende Grundstücke im nach hinein noch ein Grundstücksangebot offeriert werden. Auch kommt es vor, dass bestimmte Lagen und Bauweisen nicht jedem Bewerber zusagen und so auch die tieferen Rangplätze nicht unbedingt chancenlos bleiben. 


2.4 Einzeleinladung zum Verkaufsgespräch

Die Bewerber werden von der Verwaltung eingeladen. Im persönlichen Verkaufsgespräch kann der Bewerber das noch vorhandene Angebot prüfen und ein Grundstück auswählen. Die Teilnahme von Architekten und Beratern an diesem Gespräch ist möglich. Es wird ausreichend Zeit für die Klärung aller Planungs- und Finanzierungsfragen gewährt.


2.5 Beurkundung des Kaufvertrages erst nach der Klärung aller Fragen

Nach der endgültigen Kaufentscheidung und der Fertigstellung der Erschließungseinrichtungen wird der Kaufvertrag beurkundet.


2.6 Umfang des Angebotes: nicht alle Grundstücke stehen zum Verkauf

Der Umfang des Angebots wird in der Ausschreibung festgelegt. Die Stadt Bocholt verkauft nicht alle Grundstücke in den Neubaugebieten. Es ist regelmäßig erforderlich, einen Teil für Grundstücksgeschäfte und weitere öffentliche Interessen zu bevorraten. Es kommt auch vor, dass private Alteigentümer Grundstücke vermarkten bzw. Bauträger, die von diesen Alteigentümern Grundstücke erworben haben. 

Das für Bauwillige freie Angebot wird mit der Ausschreibung und im persönlichen Vermarktungsgespräch dargestellt. Alle Grundstücke in den Neubaugebieten sind sinnvoll bebaubar. Bauwilligen wird daher dringend empfohlen, ihr Kaufinteresse gedanklich nicht auf einzelne Grundstücke bzw. Lagen zu beschränken. Im persönlichen Gespräch werden die gegebenen Auswahlmöglichkeiten eingehend erörtert. 

Die Erfahrung zeigt auch, dass Bewerber mit einer genauen Kenntnis der finanziellen Möglichkeiten (max. mögliche Gesamtkosten) im Vorteil sind. Eine frühzeitige Beratung zu Finanzierungsfragen (Banken, freie Berater, Verbraucherzentralen) und Baukosten (Architekten, Hausanbieter) ist daher sinnvoll.

In allen Neubaugebieten können Vorgaben für Einzelgrundstücke erfolgen (z.B. bessere Energiestandards bei besonders geeigneten Grundstücken, Gestaltungsregeln), die von Interessenten zu übernehmen sind.


3. Vergaberichtlinien der Stadt Bocholt  (Änderungen vorbehalten)

Die nachstehenden Vergaberichtlinien kommen nur bei notwendigen Auswahlentscheidungen zur Anwendung, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Der Verkauf ist grundsätzlich an alle Bürger möglich, der Familienstand und der heutige Wohnsitz von Bewerbern sind im Verfahren unerheblich.


Vertragliche Verpflichtungen der Käufer

Das Grundstücksangebot der Stadt Bocholt richtet sich nur an Bauwillige, die folgende Bedingungen erfüllen wollen:

a) Bauverpflichtung

Mit den Bauarbeiten ist innerhalb von 1 Jahr ab dem Grundstückskauf zu beginnen. Das Gebäude ist spätestens 2 Jahre nach dem Kaufdatum bezugsfertig zu erstellen. Werden diese vertragliche Zusagen des Käufers nicht eingehalten, kann die Stadt Bocholt die Grundstücke einseitig zurückerwerben. Zusagen und Verpflichtungen werden mit Sanktionen gesichert.

b) Eigennutzungsverpflichtung

Der Käufer geht eine Eigennutzungsverpflichtung von 5 Jahren ab dem Kaufdatum ein (bei Einheimischen-Modellen 10 Jahre). Es darf eine frei vermietbare Einliegerwohnung geschaffen werden, z.B. als Nutzungsreserve für Angehörige. Wird ein Haus innerhalb der Fristen veräußert, kann ein einseitiger Rückkauf erfolgen oder eine Nachzahlung zum Preisniveau des Privatmarktes verlangt werden.

Alle Regelungen unterliegen einer Härtefallklausel, z.B. bei einem berufsbedingten Fortzug, finanziellen Schwierigkeiten, persönlichen Härten, usw..

c) Im Einzelfall: Allgemein verbesserte energetische Auflagen und architektonische Vorgaben bei Projekten.


Ihre Ansprechpartnerin


Kontakt

Annegret Hüllstrung
Telefon+49 (2871) 953-293
E-Mailan Annegret Hüllstrung