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Vardingholter Straße - Jüdischer Friedhof

Jüdischer Friedhof Vardingholter Straße - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Jüdischer Friedhof  

Denkmalnummer: 78
Tag der Eintragung: 04.06.2008
Lage: Vardingholter Straße    

Charakteristische Merkmale:
Das Denkmal "Jüdischer Friedhof" umfasst das ca. 2680 qm große abgegrenzte Friedhofsareal mit der entsprechenden Gestaltung der Anlage. Der Friedhof an der Vardingholter Straße ist der dritte jüdische Friedhof im Bocholter Stadtgebiet und wurde 1940 angelegt. Der erste Begräbnisplatz wurde um 1700 als ca. 140 m langer und 6 - 8 m breiter Streifen entlang der Ostmauer nachgewiesen. Von 1822 - 1940 lag das zweite Begräbnisgelände nördlich des Wasserturmes an der Straße "Auf der Recke". 1940 musste die jüdische Gemeinde in Bocholt der Umbettung und Verlegung zur Vardingholter Straße zustimmen. 133 Verstorbene wurden demnach umgebettet, 94 Denkmale und 140 Nummernsteine umgesetzt. Der älteste Grabstein ist aus 1882 und der älteste Gedenkstein mit 1883 datiert. Seit 1942 haben keine jüdischen Bestattungen mehr stattgefunden. In den Jahren 1941 bis 1945 wurden in dem Kriegsgefangenenlager Stalag VI F gestorbene sowjetische Kriegsgefangene in unbekannter Zahl teilweise zwischen den jüdischen Gräbern auf dem neuen (ab 1940) jüdischen Friedhof beerdigt. 1964 wurden 169 auf dem jüdischen Friedhof beerdigte sowjetische Kriegsgefangene auf dem benachbarten Kriegsgräberfriedhof beigesetzt und der dritte jüdische Friedhof in der heutigen Form umgestaltet. Links vom Eingang ist das 1925 errichtete Denkmal mit den Namen von 11 jüdischen Soldaten die im Ersten Weltkrieg fielen wiederaufgestellt. 1948 errichtete die Stadt Bocholt auf dem Mittelbeet einen Gedenkstein. Der jüdische Friedhof, der seit 1955 von der Stadt Bocholt auf unbeschränkte Zeit betreut wird, ist ein so genannter geschlossener Friedhof, auf dem nicht mehr beerdigt wird.


Vardingholter Straße - Russischer Friedhof

Russischer Friedhof Vardingholter Straße - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Russischer Friedhof  

Denkmalnummer: 77
Tag der Eintragung: 04.06.2008
Lage: Vardingholter Straße    

Charakteristische Merkmale:
In den Jahren 1941 bis 1945 wurden in dem Kriegsgefangenenlager Stalag VI F gestorbene sowjetische Kriegsgefangene in unbekannter Zahl aber auch teilweise zwischen den jüdischen Gräbern dem neuen jüdischen Friedhof (ab 1940) beerdigt. 1964 wurden dann 169 auf dem jüdischen Friedhof beerdigte sowjetische Kriegsgefangene auf dem benachbarten Kriegsgräberfriedhof beigesetzt. Diese, jetzt "Russischer Friedhof" genannte Anlage wurde für im Stadtwaldlager Bocholt und anderswo in Bocholt gestorbene russische Kriegsgefangene errichtet. Ein zentraler Gedenkstein befindet sich herausgehoben in der Mitte der Anlage auf vier Stufen. Der Obelisk als eine sich nach oben verjüngende vierseitige Stele mit Pyramidenabschluss und einem fünfzackigen Sowjetstern auf der Spitze ist seit 1986 mit der Inschrift versehen: "Hier ruhen 1736 russische Kriegsopfer". Auf dem Gelände befinden sich überwiegend mit Stern, Erkennungsnummern und Grabnummern versehene Steine für gestorbene russische Kriegsgefangene. Rund 1550 Erkennungsmarken-Nummern sind auf den Steinplatten des Friedhofes zu lesen. 1333 Namen von gestorbenen russischen Kriegsgefangenen konnten mit den ersten Auswertungen bislang Gräbern auf dem russischen Friedhof zugeordnet werden.


Verwaltungsgebäude - Münsterstraße 76

Verwaltungsgebäude Münsterstraße 76 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Verwaltungsgebäude  

Denkmalnummer: 75
Tag der Eintragung: 11.07.2002
Lage: Münsterstraße 76    

Charakteristische Merkmale:
Denkmalwert ist das dreigeschossige Gebäude aus dem Entstehungsjahr 1922 mit der originalen Grundrissaufteilung, dem repräsentativem Treppenhaus und den originalen Türbeschlägen, Türen und Türzargen, Fenstern, Treppenanlagen und Bodenbelägen sowie den Wand-, Decken- und Heizkörperverkleidungen. Das Verwaltungsgebäude für die Maschinenbaufirma Pieron wurde nach Entwürfen der Architekten Prof. Fritz Becker und Carl Staudt aus Düsseldorf erbaut. Das lang gestreckte Gebäude erfüllt eine straßenbildprägende Funktion im Verlauf der Münsterstraße. Im Inneren ist die originale Aufteilung erhalten. Hinter dem Vorraum des Eingangsbereiches befindet sich ein repräsentatives Treppenhaus. Dekorationselemente aus der Außenfassade werden hier wiederholt. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein repräsentatives Verwaltungsgebäude einer größeren Firma, das im Stile der Zeit unter Einfluss des Art nouveau (franz. Jugendstil) errichtet wurde.


Viktoriastraße 36 - Wohnhaus

Wohnhaus Viktoriastraße 36 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Wohnhaus an der Viktoriastraße 36  

Denkmalnummer: 64
Tag der Eintragung: 26.02.1987
Lage: Viktoriastraße 36    

Charakteristische Merkmale:
Typisches Kleinwohnhaus des Historismus in dieser Region, welches in wesentlichen Teilen (Stuckierung) gut überliefert ist.


Villa - Adenauerallee 14

Villa Adenauerallee 14 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Villa an der Adenauerallee 14  

Denkmalnummer: 34
Tag der Eintragung: 23.02.1984
Lage: Adenauerallee 14  

Charakteristische Merkmale:
In Form und Dekor schlicht in nachklassizistischer Auffassung 1907 erbautes Bürgerhaus; für Bauunternehmer Hermann Hitpass, Architekt Josef Nießing. Später Wohnhaus des Fabrikanten Wilhelm Borgers (1874-1937). Leider durch Umbauten stark verändert. Hervorzuheben ist die Lage an der Adenauerallee mit vorwiegend bürgerlich geprägter Bebauung, insbesondere der enge bauliche Zusammenhang mit dem qualitätvollen Baudenkmal Adenauerallee 16 ist wichtig für das Gesamtbild der Straße.


Villa - Adenauerallee 16

Villa Adenauerallee 16 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Villa an der Adenauerallee 16

Denkmalnummer: 30
Tag der Eintragung: 10.02.1984
Lage: Adenauerallee 16  

Charakteristische Merkmale:
Erbaut für den Fabrikanten August Fischer, jun.
Von den erhalten gebliebenen Villenbestand Bocholts ist die Nr. 16 die einzige, die in so ausgeprägter Form sich in dem in der Architektur durchsetzenden Jugendstil zeigt. Dabei sind die barockisierenden Einflüsse ganz auf der Höhe der Zeit, wie z.B. das Gesamtwerk Behrens und Olbrichs zeigt, zwei in dieser Zeit vorbildliche Architekten Deutschlands.
Auf einem Grundstück mit schöner Pfeilermauer eine zweigeschossige Villa des Jugendstils, verputzt mit reichem Stuck in leicht barockisierenden Jugendstilformen. Die Straßenfassade zu Vier-Achsen, davon die rechte als Risalit mit Schweifgiebel, als Schlussstein eine Maske von Voluten gerahmt.
Im Erdgeschoß ein Vorbau auf geschwungenem Grundriss, im Obergeschoß ein Balkon mit großem, zurückliegenden Rundbogenfenster. Die Fenster links mit Rundsäulen im Erdgeschoß und Pilastern im Obergeschoß Links zurückliegend Eingang und Treppenhaus im Risalit, in dessen Schweifgiebel bez. 1907.  


Villa - Adenauerallee 32

Villa Adenauerallee 32 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Villa an der Adenauerallee 32  

Denkmalnummer: 73
Tag der Eintragung: 04.12.2001
Lage: Adenauerallee 32    

Charakteristische Merkmale:
Das Gebäude ist Teil einer einheitlichen historischen Wohnbebauung, die um die Jahrhundertwende an der heutigen Adenauerallee entstanden ist. Im Zusammenhang mit den benachbarten Baudenkmälern Adenauerallee 14 und 16 sowie 26, 28, 30, 34, 36 zeigt dieses Straßenstück noch wesentlich den Charakter der großzügigen Ausfallstraße mit Villenbebauung und dokumentiert eindrucksvoll die wirtschaftliche Blüte Bocholts um 1900. Die Mischung von im Stil unterschiedlichen Villen ist ein für den Städtebau in wilhelminischer Zeit typisches Phänomen. Die einheitliche zweigeschossige historische Wohnhausbebauung ist hier hervorragend erhalten. Denkmalwert ist das historische Wohnhaus in Ecklage mit Schaufassaden zu den Straßenseiten Adenauerallee und Kuckuckstraße mit der typischen Zweigeschossigkeit und der Kombination von Backstein und hellen Stuckverzierungen. Erbaut 1896 durch den Bauunternehmer Menting von Bernhard Breuer.


Villa - Adenauerallee 66

Villa Adenauerallee 66 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Villa an der Adenauerallee 66  

Denkmalnummer: 81
Tag der Eintragung: 03.01.2011
Lage: Adenauerallee 66    

Charakteristische Merkmale:
Frei stehende verputzte Villa auf der Ostseite der Adenauerallee als giebelständiges eingeschossiges Gebäude mit zweigeschossigem Mansarddach und Krüppelwalm. Die Fassaden sind mit Zwerchhaus über dem Eingang, zur Straßenseite mit einer Ausflucht bzw. Standerker und auf der Rückseite mit einer nachträglich geschlossenen Veranda gegliedert. Die 1912 fertiggestellte Villa wurde für den Beigeordneten und zweiten Bürgermeister der Stadt Bocholt, Dr. Johannes Alff (1881-1973) erbaut. Architekt war R. Hülskamp. Das Gebäude besticht durch viele originale Ausstattungsdetails.


Villa - Adenauerallee 79

Villa Adenauerallee 79 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Villa an der Adenauerallee 79  

Denkmalnummer: 71
Tag der Eintragung: 28.10.1999
Lage: Adenauerallee 79    

Charakteristische Merkmale:
Fabrikantenvilla in Backsteinmassivbauweise mit dekorativen Details aus Tuffstein und Kupferblech, auf Symmetrie ausgerichtet mit Walmdach. In der Tradition der bürgerlichen, historischen Baukultur und auf großen Wohnkomfort ausgerichtetes Wohngebäude. Denkmalwert ist das Haus mit seinem unverändert erhaltenen Grundriss und der wandfesten Ausstattung - z. B. die originalen Türen mit den Beschlägen, die Einbauschränke, die verschiedenen Fußböden: u. a. Marmorfußboden, Parkettfußboden im Herrenzimmer, Esszimmer, Diele und Wohnzimmer, die Wandverkleidung, die Heizkörper inklusive Heizkörperverkleidungen. Denkmalwert sind die Treppenanlagen innen und außen; ebenfalls denkmalwert sind die zum Haus gehörige Terrassenanlage und die Garteneinfriedung zur Adenauerallee hin. Das Gebäude wurde 1925 von Architekten der Duisburger Baufirma Gebrüder Kiefer für den Textilfabrikanten Fritz Borgers errichtet.


Villa - Adenauerallee 81

Villa Adenauerallee 81 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Villa an der Adenauerallee 81

Denkmalnummer: 69
Tag der Eintragung: 04.03.1994
Lage: Adenauerallee 81    

Charakteristische Merkmale:
Der zweigeschossige Backsteinbau unter schiefer-gedecktem Dach ist ein gut erhaltenes Beispiel für die unter Einfluss des Bauhauses und des Werkbundes entstandene Villenarchitektur der 20er Jahre. Aus der Gruppe der repräsentativen, villenähnlichen Wohnhäuser nördlich der Freiheitstraße ragt es durch die für die Entstehungszeit moderne, konsequente Formgebung heraus. Denkmalwert ist das Haus mit seinem unverändert erhaltenen Grundriss, den originalen Türen, den Einbauschränken, dem Kachelofen und dem Stabparkett im Wohnraum. Die Terrassenanlagen, die Gartentreppen und der Fußweg mit Laubengang von der Straße zum Haus sind ebenfalls denkmalwert.


Villa - Bismarckstraße 4

Villa Bismarckstraße 4 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Villa an der Bismarckstraße 4  

Denkmalnummer: 26
Tag der Eintragung: 01.12.1983
Lage: Bismarckstraße 4  

Charakteristische Merkmale:
Der vierachsige, zweigeschossige, kubische Bau aus Backstein mit Putzgliederung sowie gekappten Mansarddach ist in seinen Stilformen von der niederländischen Renaissance abgeleitet. Hervorzuheben ist der gute Erhaltungszustand und die gute künstlerische Detailqualität, die das Haus als Einzelbaudenkmal erscheinen lassen. Das Haus ist ein qualitätvolles Beispiel einer bürgerlichen Villa, erbaut 1895.
Städtebaulich wichtiges Vermittlungsglied zwischen dem Villenensemble der Bismarckstraße und dem Ensemble um die Christuskirche an der Münsterstraße


Villa - Osterstraße 71

Villa Osterstraße 71 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Villa an der Osterstraße 71  

Denkmalnummer: 40
Tag der Eintragung: 19.03.1984
Lage: Osterstraße 71  

Charateristische Merkmale:
Der zweigeschossige Putzbau mit symmetrischer Fassade und typischer Putzgliederung ist eine von zwei nebeneinander liegenden Neurenaissancevillen von kubischer Form - erbaut um die Jahrhundertwende. Hervorzuheben ist der enge bauliche Zusammenhang mit dem Nachbargebäude Nr. 69 sowohl in der gemeinsamen stilistischen Architektursprache als auch in der gemeinsamen exponierten städtebaulichen Lage, da diese Villengruppe den Altstadtkern am ehem. Ostertor zu der um den Altstadtkern führenden Ringstraße (Ostwall, Theodor-Heuss-Ring) optisch abschließt. Erbaut vor 1900.   


Villa - Schwartzstraße 7

Villa Schwartzstraße 7 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Villa an der Schwartzstraße 7  

Denkmalnummer: 42
Tag der Eintragung: 19.03.1984
Lage: Schwartzstraße 7  

Charakteristische Merkmale:
Zweigeschossige Villa in Putz und Backstein, unter Verwendung von gotischen Motiven.
Am Risalitgiebel Schwebewerk, entsprechend das Ecktürmchen links mit Fachwerkobergeschoss und roter Biberschwanzdeckung. Sonst Pfannendach.
Erbaut 1905 durch Bauunternehmer A.V. Hülskamp, Bocholt.


Volkshochschule - Südwall 4a

Südwall 4a Villa (Volkshochschule) - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Volkshochschule

Denkmalnummer: 19
Tag der Eintragung: 28.10.1983
Lage: Südwall 4a  

Charakteristische Merkmale:
Als Villa erbaut. Verputzter, durch Risalite und Erkervorsprünge lebhaft gegliederter Bau mit Barockanklängen. Einzelheiten der Ornamentik in qualitätvollem Jugendstil. Die Risalitgiebel teils mit Sichtfachwerk und Krüppelwalmgiebeln, Pfannendächer. In dem oberen der zwei Geschosse zwischen den Fenstern Jugendstilblütenfries. Die Schmalseiten und die Rückseite sind künstlerisch sicherer als die Front gestaltet. Der seitliche Aufgang mit feinem Jugendstilgitter. Die Haustür und große Teile der einfachen Ornamentverglasung blieben im Erdgeschoß erhalten. Völlig originale Raumaufteilung. In der Halle, in den Fluren und den großen Erdgeschoßräumen sind noch die Paneele und die Heizungsverkleidungen vorhanden, alles gute Beispiele des industriell hergestellten Jugendstils. Der offene Kamin in der Halle historisierend. In der Raumanlage geschickte Trennung der Wohnräume von den Wirtschaftsräumen, diese mit eigenem Flur erschlossen.
Erbaut 1904 für Textilfabrikant Werner Schwartz.


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Bernhard Deckers
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E-Mailan Bernhard Deckers