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Umspannstation - Karolingerstraße 40

Umspannstation Karolingerstraße 40 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Umspannstation  

Denkmalnummer: 80
Tag der Eintragung: 18.06.2010
Lage: Karolingerstraße 40    

Charakteristische Merkmale:
Umspannstation aus dem Jahre 1914 mit zugehörigem Dienstgebäude, welche den Ausgangspunkt der für Bocholt wichtigen Stromversorgung zu Beginn des 20. Jahrhunderts dokumentiert. Dem hochrechteckigen Schalthaus unter einem hohen, leicht ausgestellten Walm- / Satteldach ist traufenseitig zur Straße der dreiseitige, ebenfalls bewalmte Anbau für die Transformatoren vorgelagert. Linksseitig schließt sich das Wohngebäude mit einem leicht geschwungenen Satteldach an. Straßenseitig auf dem Schalthaus befindet sich ein ehemals für die Einführung der Stromleitungen genutztes breitgelagertes, übergiebeltes Dachhaus. Alle Gebäude bestehen aus rotem Backstein; die Dächer sind mit dunklen Pfannen gedeckt. Die Fassaden der Umspannstation sind mit Ausnahme der Giebelseite des Schalthauses mit Lisenen gegliedert; die Fenster- und Türöffnungen sind in den Zwischenfeldern angeordnet. Die hochrechteckigen Fenster bestehen aus Eisen und sind kleinteilig gegliedert. Der seitliche Zugang zum Transformatorengebäude wird durch eine spitzbogige Eisentür verschlossen. Die drei großen Öffnungen zum Ein- und Ausbau der Transformatoren wurden nachträglich zugemauert. Das angrenzende kleine, eingeschossige Wohngebäude mit ausgebautem Dachgeschoss ist im Detail besonders sorgfältig gestaltet. Das Wohngebäude wurde teilweise modernisiert, diese Maßnahmen greifen aber nicht wesentlich in die Originalsubstanz mit den hochrechteckigen Fensterformaten, dem geschwungenen Dach mit dem weiten Überstand und breiter Schleppgaube ein. Details wie die ovalen Fensteröffnungen auf der Giebelseite und ein quadratisches Fenster im Giebel mit originalem Holzfenster (Teilung: Quadrat im Quadrat) sind erhalten geblieben. Die schlichte Backsteinarchitektur der Umspannstation weist auf die zu dieser Zeit beginnende Moderne hin (Reformstil), während das Wohngebäude dem Heimatschutzstil verpflichtet ist.


Kontakt für Fragen und Anregungen:


Bernhard Deckers
Telefon+49 (2871) 953-420
E-Mailan Bernhard Deckers