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Markt 1 - Historisches Rathaus

Historisches Rathaus  

Denkmalnummer: 20
Tag der Eintragung: 28.10.1983
Lage: Markt 1  

Charakteristische Merkmale:
1618-21 an der Stelle eines älteren Stadthauses errichtet. 1945 bis auf die Umfassungswände zerstört, bis 1955 wiederaufgebaut. Das Innere verändert.
Einer der herausragenden Leistungen der Renaissancearchitektur in Westfalen, wobei heimisches und niederländisches Formengut miteinander verschmelzen. Dreigeschossiger Rechteckbau. Das künstlerische Hauptgewicht liegt auf der traufenseitig zum Marktplatz gerichteten achtachsigen Schaufront. Backsteinflächen mit Hausteingliederungen. Vorzügliches Ornament, den großen Linien untergeordnet. Das Gliederungssystem südniederländischen Vorbildern entlehnt (vgl. Middelburg, Häuser de Steenrotse und de Gouden Zon; Antwerpen Schützengildenhaus). In der nach münsterländischer Art durch Bögen geöffneten Erdgeschoßhalle Pfeiler mit jonisierenden Halbsäulen; die Zwickel und Bogenschlußsteine prächtig dekoriert. Das folgende Geschoß und Zwerchgiebel durch Hermenpilaster gegliedert. Zwischen den Geschossen jeweils architravartige Zonen. Als Abschluss der Traufenlinie eine Balustrade. Steinkreuzfenster in korbbogigen Blendnischen. Der jetzt erneuerte Zwerchgiebel mit prachtvollem Schweifwerk, Hermenpilaster, Obelisken, einer bekrönenden Ädikula und Relief des hl. Georg. Das Prunkstück der Fassade der unsymmetrisch vorgesetzte Erker, dessen Flächen völlig in der ornamentalen Fülle des Knorpelstils aufgehen (vgl. den Kamin im Friedenssaal des Rathauses zu Münster). Die schlichteren Seitengiebel durch ausladend kurviges Bandwerk konturiert.
Die neuen einfachen Gebäude in traditioneller Backsteinbauweise rings um den Markt schaffen ruhige Platzwände, die der Rathausfront bedeutsam untergeordnet sind und ihren Reichtum so noch stärker hervorheben.
Zit.: Dehio S. 61
Der Baumeister des Rathauses ist unbekannt.  


Münsterstraße - Statue St. Michael

Statue St. Michael Münsterstraße - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Statue (St. Michael)  

Denkmalnummer: 50
Tag der Eintragung: 04.07.1984
Lage: Münsterstraße  

Charateristische Merkmale:
Am Ausgang des heutigen Stadtgebietes gelegen steht auf hohem feinem Rechtecksockel mit Doppelwappenkartusche die Statue des Heiligen, dargestellt in römischer Kriegerrüstung mit Blitzbündel in der erhobenen rechten Hand. In der linken Hand das Schild mit dem Kreuzzeichen. Er steht auf dem überwältigten Teufel, der in verzerrter Haltung auf dem Rücken liegt.
Die sehr bewegte barocke Figurengruppe ist von hoher künstlerischer Qualität (datiert um 1700, in Sandstein).


Münsterstraße/Am Kreuzberg - Kreuzigungsgruppe

Kreuzigungsgruppe Münsterstraße/Am Kreuzberg - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Kreuzigungsgruppe (Kalvarienberg)  

Denkmalnummer: 14
Tag der Eintragung: 30.11.1983
Lage: Münsterstraße / Am Kreuzberg  

Charakteristische Merkmale:
Die Gruppe an der Münsterstr. gegenüber der Front der Hl. Kreuz Kirche angeordnet. Auf kleinem Hügel drei Kreuze aus Sandstein auf erneuerten Sockeln aufgestellt. Original noch die Kreuze und die Skulpturen der Schächer, um 1550. Diese an runde Kreuzbalken gebunden. Das Kreuz Christi mehrfach erneuert, in seiner heutigen Gestalt eine qualitätvolle Steinmetzarbeit des späteren 19. Jh.
Die Schächerfiguren erinnern an der Gesamtanlage an Kalvarienberge des benachbarten Niederrheins wie die in Xanten und in Dinslaken, die etwas eher entstanden sind. Deutlich ist bei den Schächerfiguren noch der spätgotische Einfluss. Das Material der alten Teile wohl Baumberger Sandstein. Im Stilistischern Anklänge an die Skulpturen Johann Brabenders für den münsterschen Dom.  


Münsterstraße 12 - Wohnhaus

Wohnhaus Münsterstraße 12 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Wohnhaus an der Münsterstraße 12  

Denkmalnummer: 63
Tag der Eintragung: 29.07.1986
Lage: Münsterstraße 12    

Charakteristische Merkmale:
Dreiachsiges Neurenaissancehaus mit Putzgliederung auf Backsteinflächen.


Münsterstraße 9-13 - Haus Woord

Haus Woord Münsterstraße 9-13 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Haus Woord einschließlich Nebengebäude und Statuen  

Denkmalnummer: 1
Tag der Eintragung: 24.08.1983
Lage: Münsterstraße 9-13  

Charakteristische Merkmale:
Beim "Haus Woord" handelt es sich um ein zweigeschossiges spätbarockes Herrenhaus aus Ziegel- und Werkstein mit Walmdach von 1792-1795, erweitert 1934. Die Nebengebäude (Remisen) stammen aus dem 18.-19. Jahrhundert. Nach Kriegszerstörung 1948-1951 wurde das Herrenhaus in alter Form und die Nebengebäude verändert wiederhergestellt.
Erbaut vom letzten Amtsrentmeister des Amtes Bocholt Josef v. Raesfeld kaufte die Familie Ludwig Schwartz 1826 das Haus Woord.
Eingerahmt wird die Anlage von den beiden Wirtschaftsgebäuden, die zusammen mit der Garteneinfriedigung die Gesamtanlage zur Münsterstraße abschließen und axial zur gegenüberliegenden Bismarckstraße ausgerichtet sind. Links und rechts der mittleren Einfahrt mit sandsteinernen Radabweisern befinden sich jeweils drei gemauerte Säulen mit sandsteinerner Platte und Kugelbekrönungen sowie zwischenliegenden Metallgitter.
Die vier im Ehrenhof aufgestellten, ursprünglich aus dem Schlossgarten Ahaus stammenden und wohl seit dem frühen 19. Jahrhundert in Bocholt aufgestellten Sandsteinskulpturen vom Münsteraner Bildhauer Johann Mauritz Gröninger (Merkur, Diane, Apollo, Aurora) gehören zu den bedeutendsten profanen Bildwerken des 17. und 18. Jahrhunderts in Westfalen.
Die Postamente tragen die Wappen des Fürstbischofs Friedr. Christian von Plettenberg (1688-1706).
Erwähnt seien hier noch zwei weitere existente Gartenfiguren (Flora und Ceres) im Garten, an der Kurfürstenstraße 21 (siehe Eintragung in der Liste Nr. 37).
Hinweis: In Abstimmung mit dem Westfälischen Amt für Denkmalpflege wurden die Originalfiguren im Schloss Ahaus aufgestellt. Die vier im Ehrenhof von Haus Woord aufgestellten Skulpturen sind originalgetreue Abgüsse.


Münsterstraße 17 - Wohnhaus

Wohnhaus Münsterstraße 17 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Wohnhaus (Eckgebäude) an der Münsterstraße 17  

Denkmalnummer: 25
Tag der Eintragung: 01.12.1983
Lage: Münsterstraße 17  

Charakteristische Merkmale:
Die exponierte Lage des Eckgebäudes, die den städtebaulichen Zusammenhang mit der Christuskirche rahmt, weist das Gebäude als historisches Zeugnis der ursprünglichen Neustadtbebauung außerhalb des mittelalterlichen Stadtkerns und als Bestandteil der gleichzeitig entstandenen Ensembles Christuskirche aus.
Erbaut 1897 für Adolf Reygers durch die Bocholter Firmen Hermanns und Rümann.
1986 wurde bei Restaurierungsarbeiten ein aufwendiges Deckengemälde im Treppenhaus freigelegt.
Zweigeschossiges Mietshaus mit gekapptem Dach. Eckabschrägung mit hübschem Erker im Obergeschoß. Die Putzornamente mischen Renaissance- und Barockmotive. Dach verschiefert.  


Münsterstraße 19 - Ev. Christuskirche

Ev. Christuskirche Münsterstraße 19 - Foto: Wolfgang Tembrink, Stadt BocholtBild der Christuskirche an der Münsterstraße (Foto: Wolfgang Tembrink)

Evangelische Christuskirche  

Denkmalnummer: 4
Tag der Eintragung: 01.09.1983
Lage: Münsterstr. / Schwartzstr.  

Charakteristische Merkmale:
Die Kirche wurde 1899-1901 erbaut. Entworfen wurde die Christuskirche vom Architekten Otter aus Wesel.
Unsymmetrische zweischiffige Hallenkirche mit vor das Seitenschiff gesetztem Fassadenturm. Leuchtend rote Maschinenziegel, Maßwerke und Baudetails aus Sandstein. Die reiche Formensprache mit Elementen der französischen Hochgotik in typischer, häufiger Form der zweiten Jahrhunderthälfte. Geschickte, dem protestantischen Kirchenraum gemäße Anordnung im Inneren. Zweiseitig umlaufende Holzempore, die das Seitenschiff ausfüllt. Der kurze flachgeschlossene Altarraum durch diagonalgestellte Wände zum Schiff angeschlossen, hinter denen sich Emporen- und Konzeltreppen verbergen (außen als selbständige Treppentürme sichtbar). Die Stützen aus urspr. sichtbarem Backstein. Kreuzrippengewölbe. Teile der Ausstattung erneuert, leider auch die Verglasung. Schöne Kanzel des 17. Jh. mit zugehörigem Schalldeckel, die figürliche Bemalung für den Kirchchenraum zugefügt.
Durch die gleichzeitige Bebauung um die Kirche, das gesamte Ensemble eine anschauliche Insel historischer Stadtgestaltung, in dieser Dichte das einzig in Bocholt erhaltene.  


Münsterstraße 21 - Wohnhaus

Wohnhaus Münsterstraße 21 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Wohnhaus an der Münsterstraße 21  

Denkmalnummer: 31
Tag der Eintragung: 10.02.1984
Lage: Münsterstaße 21  

Charakteristische Merkmale:
Erbaut 1899 im einzig erhaltenen Bereich von historischer Stadtgestalt Bocholts, ein "Herzstück".
Bildet zusammen mit dem Eckgebäude Leopoldstraße 2 / Münsterstraße eine Einheit.  


Münsterstraße 76 - Verwaltungsgebäude

Verwaltungsgebäude Münsterstraße 76 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Verwaltungsgebäude  

Denkmalnummer: 75
Tag der Eintragung: 11.07.2002
Lage: Münsterstraße 76    

Charakteristische Merkmale:
Denkmalwert ist das dreigeschossige Gebäude aus dem Entstehungsjahr 1922 mit der originalen Grundrissaufteilung, dem repräsentativem Treppenhaus und den originalen Türbeschlägen, Türen und Türzargen, Fenstern, Treppenanlagen und Bodenbelägen sowie den Wand-, Decken- und Heizkörperverkleidungen. Das Verwaltungsgebäude für die Maschinenbaufirma Pieron wurde nach Entwürfen der Architekten Prof. Fritz Becker und Carl Staudt aus Düsseldorf erbaut. Das lang gestreckte Gebäude erfüllt eine straßenbildprägende Funktion im Verlauf der Münsterstraße. Im Inneren ist die originale Aufteilung erhalten. Hinter dem Vorraum des Eingangsbereiches befindet sich ein repräsentatives Treppenhaus. Dekorationselemente aus der Außenfassade werden hier wiederholt. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein repräsentatives Verwaltungsgebäude einer größeren Firma, das im Stile der Zeit unter Einfluss des Art nouveau (franz. Jugendstil) errichtet wurde.


Musikschule - Salierstraße 6

Villa (Musikschule) Salierstraße 6 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Musikschule 

Denkmalnummer: 22
Tag der Eintragung: 28.10.1983
Lage: Salierstraße 6  

Charakteristische Merkmale:
Erbaut um 1900 für Theodor Schwarz. 1953 durch die Stadt Bocholt erworben für dringend benötigte Verwaltungsräume sowie die Unterbringung des Kunstkreises.
Großer zweigeschossiger Putzbau mit pfannengedecktem Walmdach. Fenstergewände und Gesimse aus Werkstein mit reicher Profilierung. Das Dachgeschoß des achteckigen Türmchens links, wie auch der Risalitgiebel in reichem Zierfachwerk. Rechts zurückliegend Anbauten mit Fachwerkobergeschoß und Krüppelwalmdach. Die Dachform schonend etwas schlichter erneuert. Auch die Ausstattung noch teilweise vorhanden. Die Originalpläne sind noch erhalten.


Kontakt für Fragen und Anregungen:


Bernhard Deckers
Telefon+49 (2871) 953-420
E-Mailan Bernhard Deckers