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Im Bollwerk 2 - Clemens-Dülmer-Schule

Im Bollwerk 2 Clemens-Dülmer-Schule - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Clemens-Dülmer-Schule  

Denkmalnummer: 82
Tag der Eintragung: 28.03.2012
Lage: Ostwall 9    

Charakteristische Merkmale:
Zweigeschossiges, backsteinernes Schulgebäude mit hohem Sockel. Walmdach zur Straße Ostwall mit Hohlfalzziegel. Das Ziermauerwerk ist bei den Geschoss-, Fensterbank- und Traufgesimsen sehr aufwendig u. a. mit Formziegel und Fliesenbänder gestaltet. In der Fassade sind durch Rücksprünge Ornamente in Form von stilisierten Kreuzen als Zeichen für die ev. Konfessionsschule eingearbeitet.
Mit dem Wiederaufbau von 1948/ 1949 ist der Schuleingang bündig in die Nordfassade verlegt worden. Denkmalwert ist insbesondere das Treppenhaus mit Terrazzofußboden und Schuluhr, das Relief (?Die sieben Schwaben? von Hermann Schlatt, 1949) und der Sandsteinbrunnen zum Schulhof. Erbaut im Jahr 1899 nach einem Entwurf des ersten Bocholter Stadtbaurates Hermann Kraatz, ist das Gebäude ein Beleg für die Stadterweiterung des ausgehenden 19. Jahrhunderts und für die Geschichte des Schulwesens.


In der Ziegelheidde 239a - Sommerhaus Drießen

In der Ziegelheide 239a Sommerhaus Drießen - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Sommerhaus Drießen  

Denkmalnummer: 76
Tag der Eintragung: 25.04.2008
Lage: In der Ziegelheide 239a    

Charakteristische Merkmale:
Denkmalwert ist das Gesamtgebäude aus dem Entstehungsjahr 1913 in sparsamen Formen des Jugendstiles vom Darmstädter Architekten Prof. Dr. Georg Metzendorf (1874-1934). Das Sommerhaus gilt als bedeutendes Verwahrstück für das Schaffenswerk des Architekten Metzendorf und für die Margarethenhöhe, die zu den herausragenden Stadtteilgründungen des 20. Jahrhunderts gehört und ein Paradebeispiel für die deutsche Gartenstadtbewegung ist. Zum denkmalwerten Teil der Anlage gehört auch die axiale Zufahrt mit den zwei hochstämmigen Bäumen.
Bei der Anlage handelt es sich um ein Sommerhaus für den Bocholter Textilfabrikanten Albert Drießen, welches 1913 von dem Darmstädter Architekten Prof. Dr. Georg Metzendorf parallel und in zeitlich enger Folge mit der Essener Kruppsiedlung Margarethenhöhe 1909-1934/38 errichtet wurde. Ähnlich wie bei der Margarethenhöhe als "Denkmal von europäischem Rang" kann man bei diesem Einzelhaus gleichfalls von einer Dichtung in Stein und Grün (E. Bode) sprechen: die einfache, schlichte, werkgerechte Lösung der Bauaufgabe Sommerhaus ist von Metzendorf aus den stadtteilbildenden musterhaften Arbeiterhäusern schlüssig hierhin übertragen worden. Künstlerische Gründe für den Denkmalwert ergeben sich zusammenfassend aus dem Werk Metzendorfs, seiner Stellung in der Zeit des Jugendstiles, den hier ablesbaren Bemühungen im überregionalen Bauschaffen um eine Wiederbelebung der heimatlichen Bauformen unter dem Einfluss des Jugendstiles und die Stellung des Gebäudes am Umbruch zum Reformstil. Die besonderen Details an Türen und Fenstern, Gesimsen, Giebelflächen, Fassadenbekleidungen zeigen dies unverfälscht wie selten.


Kontakt für Fragen und Anregungen:


Bernhard Deckers
Telefon+49 (2871) 953-420
E-Mailan Bernhard Deckers