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Haus Büling - Am Hambrock 23-25

Haus Büling Am Hambrock 23-25 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Haus Büling, gen. Hambrock  

Denkmalnummer: 7
Tag der Eintragung: 01.12.1983
Lage: Am Hambrock 23-25  

Charakteristische Merkmale:
Erbaut für Jobst von Hambrock, Generalleutnant der holländischen Kavallerie, und seine Gemahlin Mechtild Anna von Bentinck. Zweigeschossiger Backsteinbau mit Werksteingliederung, über dem Hauptportal Allianzwappen der Erbauer, bez. 1709. Die unvollendet gebliebene Hauptfront in typisch niederländischem Barock; sprossengeteilte Schiebefenster mit gequaderten Werksteinstürzen. Im Binnenwinkel ein niedriger älterer Fachwerkbau mit eigenem Dach.
Die Anlage von einem weit verzweigten unvollständig erhaltenen Grabensystem umgeben. Torhaus und Fachwerkscheune stark verändert.
Zit.: Dehio S. 546 -547  


Haus Efing - Am Efing 20

Haus Efing Am Efing 20 - Foto: Frank Scholt, Stadt Bocholtbocholt rathaus planen denkmal A 49 02 haus efing jahr 1959 01

Haus Efing  

Denkmalnummer: 49
Tag der Eintragung: 04.07.1984
Lage: Am Efing 20  

Charakteristische Merkmale:
Das "Haus Efing" wird erstmalig 1323 in einer Schenkungsurkunde an das große weiße Stift zu Bocholt erwähnt. Um 1570 wird durch Johann von Rhemen auf der von Gräften umschlossenen Grundstücksfläche ein adliges Wohnhaus erbaut. Der achteckige Turm, an dem eine Tafel mit der Jahreszahl und dem Wappen der Erbauer hängt stammt noch aus dieser Zeit. Der Rest des Hauses ist wohl im Dreißigjährigem Krieg zerstört worden. Der Neuaufbau in der heutigen Form erfolgte wohl 1655, 1669 und im 18. Jhd. Ein Torhaus aus dem 18. Jhd. ist noch erhalten, Das zweigeschossige Herrenhaus stellte den kleinsten Gebäudetypus der westfälischen Wasserburg dar, das sog. "Feste Haus". Ein entscheidenes Kennzeichen dieser Befestigungsanlage im Flachland - die umgebende Gräftenanlage - ist noch völlig intakt.  

1996 nach über 40 Jahren Leerstand unfassende Restaurierung des Herrenhauses und Umbau zum Mehrfamilienhaus.  

U.a. aufgeführt im Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Dehio S.61  


Haus Heidefeld - Dinxperloer Straße 340

Haus Heidefeld Dinxperloer Straße 340 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Haus Heidefeld  

Denkmalnummer: 51
Tag der Eintragung: 04.10.1984
Lage: Dinxperloer Straße 340  

Charakteristische Merkmale:
Der Komplex des Gutshofes liegt als ländliche Insel in dem in den letzten Jahren gewachsenen Ortsteil Spork. Die im Kern wohl Anfang des 19. Jh. entstandene Anlage eines Gutshofes erhielt ihre heutige Gestalt im Wesentlichen um 1860. Von der Dinxperloer Str. führt eine Allee schräg auf den Hof. Winklig versetzt zu dem Wirtschaftsflügel mit Satteldach erhebt sich das zweigeschossige Haupthaus. Die Vorderseite in Hufeisenform ist unsymmetrisch gegliedert, da ein Flügel als Turm mit niedrigem Pyramidendach dreigeschossig ausgebaut ist. Der Eingang in der Mittelfront ist unbetont an der rechten Seite angeordnet, die schlichten hohen Fenster sind meist mit ganz leichtem Flachbogenabschluss versehen. Die Gebäudeecken sind mit Lisenen gestaltet und der Putz ist in der Front mit einer geritzten Quaderung gearbeitet. Im Inneren ist die alte Zimmerfolge mit historischen Stuckdecken bewahrt. Der schlichte Bau mit noch klassizistischen Anklängen ist mittlerweile als Bauform des Gutshofes im Münsterland selten geworden. Erbaut wurde das Haus Heidefeld 1810 vom Grafen Friedrich Wilhelm von Hamelberg. Nach seinem Tod vermachte er das Bauerngut seinem Neffen Ferdinand Freiherr von Hamelberg, der von 1848 - 1870 als Landrat des Kreises Borken für den Bau der Chausee von Bocholt nach Dinxperlo verantwortlich war. Ende des 19. Jhd. wurde ein Flügel zum Hotel umgenutzt und nach Osten ein großer eingeschossiger Saal angebaut. Von 1898 - 1914 wurde östlich angrenzend eine 500-Meter-Radrennbahn betrieben. Ab 1919 bis zur Einweihung der neuen St.-Ludgerus-Kirche 1933, wurde der Saal als Notkirche genutzt. Für die Namensgebung zeigt sich der Erbauer verantwortlich, weil in der Umgebung seinerzeit große Heideflächen lagen.
2013 wird das Gut unter einem neuen Eigentümer restauriert, umgebaut und umgenutzt.  


Haus Woord - Münsterstraße 9-13

Haus Woord Münsterstraße 9-13 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Haus Woord einschließlich Nebengebäude und Statuen  

Denkmalnummer: 1
Tag der Eintragung: 24.08.1983
Lage: Münsterstraße 9-13  

Charakteristische Merkmale:
Beim "Haus Woord" handelt es sich um ein zweigeschossiges spätbarockes Herrenhaus aus Ziegel- und Werkstein mit Walmdach von 1792-1795, erweitert 1934. Die Nebengebäude (Remisen) stammen aus dem 18.-19. Jahrhundert. Nach Kriegszerstörung 1948-1951 wurde das Herrenhaus in alter Form und die Nebengebäude verändert wiederhergestellt.
Erbaut vom letzten Amtsrentmeister des Amtes Bocholt Josef v. Raesfeld kaufte die Familie Ludwig Schwartz 1826 das Haus Woord.
Eingerahmt wird die Anlage von den beiden Wirtschaftsgebäuden, die zusammen mit der Garteneinfriedigung die Gesamtanlage zur Münsterstraße abschließen und axial zur gegenüberliegenden Bismarckstraße ausgerichtet sind. Links und rechts der mittleren Einfahrt mit sandsteinernen Radabweisern befinden sich jeweils drei gemauerte Säulen mit sandsteinerner Platte und Kugelbekrönungen sowie zwischenliegenden Metallgitter.
Die vier im Ehrenhof aufgestellten, ursprünglich aus dem Schlossgarten Ahaus stammenden und wohl seit dem frühen 19. Jahrhundert in Bocholt aufgestellten Sandsteinskulpturen vom Münsteraner Bildhauer Johann Mauritz Gröninger (Merkur, Diane, Apollo, Aurora) gehören zu den bedeutendsten profanen Bildwerken des 17. und 18. Jahrhunderts in Westfalen.
Die Postamente tragen die Wappen des Fürstbischofs Friedr. Christian von Plettenberg (1688-1706).
Erwähnt seien hier noch zwei weitere existente Gartenfiguren (Flora und Ceres) im Garten, an der Kurfürstenstraße 21 (siehe Eintragung in der Liste Nr. 37).
Hinweis: In Abstimmung mit dem Westfälischen Amt für Denkmalpflege wurden die Originalfiguren im Schloss Ahaus aufgestellt. Die vier im Ehrenhof von Haus Woord aufgestellten Skulpturen sind originalgetreue Abgüsse.


Harderhook 3 - Bauernhaus Klein-Hardt

Bauernhof Klein-Hardt Harderhook 3 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Bauernhaus Klein-Hardt  

Denkmalnummer: 67
Tag der Eintragung: 17.12.1993
Lage: Harderhook 14    

Charakteristische Merkmale:
Eines der ältesten Bauernhäuser auf T-förmigem Grundriss im westlichen Münsterland. Der querliegende Wohnteil vor dem erneuten Wirtschaftsteil mit Längsdeele zweigeschossig mit Krüppelwalmdach. Die Fassade des Backsteinhofes zu fünf Achsen, Fensterzargen aus Holz, im Erdgeschoss Blendladen, schlichte Maueranker, auf der Mittelachse im Schriftstein bez.: G. H. H. - A. C. S. T - Nr. 39 -L. H. M. C. W. - B. I. H. 1834 - E 216G, - Baumeister Gebrüder Giesing. Die Oberlichttür auf der zweiten Achse von links.


Hellweg 32-34 - Kath. Pfarrkirche St. Michael + Pfarrhaus

Kath. Pfarrkirche St. Michael + Pfarrhaus Hellweg 32-34 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Katholische Pfarrkirche St. Michael und Pfarrhaus, Suderwick

Denkmalnummer: 6
Tag der Eintragung: 30.11.1983
Lage: Hellweg 32-34  

Charakteristische Merkmale:
Erbaut wurde diese Kirche 1765.
Schlichter Backsteinsaal mit 3/8-Schluß. Rundbogenfenster und -blenden in rechteckigen Wandblenden. Flache verputzte Holztonne.
Zit.: Dehio S. 550
Die neubarocke Ausmalung mit schablonierter Architekturmalerei mit Bildmedaillons ist 1980 wiederhergestellt.
Auf der abgewandten Seite der traufseitig zur Straße stehenden Kirche das Pfarrhaus an die Kirche gebaut. Bez.: H.V.H. 1825. Schlichter eingeschossiger Backsteinbau mit Krüppelwalmdach. Der Hauptgiebel nach Osten neben das Chorpolygon gesetzt. Feines klassizistisches Türgewände.Die Bauart wie bei den schlichten Bürgerhäusern in dieser Gegend.


Herzogstraße 4/Adenauerallee - St.-Georg-Gymnasium

St.-Georg-Gymnasium Herzogstraße 4/Adenauerallee - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

St. - Georg - Gymnasium  

Denkmalnummer: 17
Tag der Eintragung: 28.10.1983
Lage: Herzogstraße 4 / Adenauerallee  

Charakteristische Merkmale:
Dreigeschossiger Großbau in Backstein unter teilweiser Verblendung mit Sandstein. Zum Platz hin zur Hälfte mit Laubengang. An der Platzfassade seitlich verschobener, teils vor die Fassade gesetzter Turm mit Uhr und abschließendem gedecktem Umgang. Als Abschluss kleine Laterne mit kupfergedeckter Zwiebelkuppel. Ein kleinerer Turm nimmt diese Formen an der Fassade zur Adenauerallee auf. Das L-förmige Gebäude von Walmdach überdeckt.
Erbaut durch den Architekten Fritz Hitzbleck 1931.  


Hindenburgstraße 5 - Bahnhof

Bahnhof Hindenburgstraße 5 - Foto: Bernhard Deckers, Stadt Bocholt

Bahnhof  

Denkmalnummer: 65
Tag der Eintragung: 27.04.1990
Lage: Hindenburgstraße 5    

Charakteristische Merkmale:
a) Empfangsgebäude mit b) 2 Bahnsteigüberdachungen, c) Abgang im Empfangsgebäude einschl. Unterführung und Aufgang zu den Gleisen, d) geschlossener Überdachung des Aufganges auf dem Bahnsteig. zu a): eingeschossiges Empfangsgebäude von 1904. Hauptbau (ziegelsichtig ausgebildet) mit seitlichen Anbauten (durch putz- und ziegelsichtige Flächen gegliedert). Hauptbau unter Satteldach, nördlicher Anbau unter Walmdach, südlicher Anbau nahezu flach gedeckt. Mittelbau mit Halle wird von 2 oktogonalen Türmen (ursprüngl. Hauben-Dächer nicht mehr vorhanden) flankiert. zu b): genietete Stahlkonstruktion von 1904 mit aufliegenden Flächen mit Innengefälle. zu c): jugendstilhaftes Geländer am Abgang zur Unterführung, zum Teil erhaltene Wandfliesen (weiß, mit gebrochenen Kanten) im Bereich des Ab- und Aufganges sowie der Unterführung. zu d): kleine Halle in einer Eisenkonstruktion von 1904 mit verglasten Feldern und Giebelbekrönung. Begründung: Der Bahnhof ist ein Baudenkmal (Abgrenzung oben), weil er anschaulich informiert über die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse (hier: der Verkehrstechnik) in Bocholt und erhaltenswert ist aus wissenschaftlichen (insbesondere Verkehrs- und architekturgeschichtlichen) sowie städtebaulichen Gründen (§ 2 Abs. 1 u. 2 DSchG).


Historisches Rathaus - Markt 1

Historische Rathaus  

Denkmalnummer: 20
Tag der Eintragung: 28.10.1983
Lage: Markt 1  

Charakteristische Merkmale:
1618-21 an der Stelle eines älteren Stadthauses errichtet. 1945 bis auf die Umfassungswände zerstört, bis 1955 wiederaufgebaut. Das Innere verändert.
Einer der herausragenden Leistungen der Renaissancearchitektur in Westfalen, wobei heimisches und niederländisches Formengut miteinander verschmelzen. Dreigeschossiger Rechteckbau. Das künstlerische Hauptgewicht liegt auf der traufenseitig zum Marktplatz gerichteten achtachsigen Schaufront. Backsteinflächen mit Hausteingliederungen. Vorzügliches Ornament, den großen Linien untergeordnet. Das Gliederungssystem südniederländischen Vorbildern entlehnt (vgl. Middelburg, Häuser de Steenrotse und de Gouden Zon; Antwerpen Schützengildenhaus). In der nach münsterländischer Art durch Bögen geöffneten Erdgeschoßhalle Pfeiler mit jonisierenden Halbsäulen; die Zwickel und Bogenschlußsteine prächtig dekoriert. Das folgende Geschoß und Zwerchgiebel durch Hermenpilaster gegliedert. Zwischen den Geschossen jeweils architravartige Zonen. Als Abschluss der Traufenlinie eine Balustrade. Steinkreuzfenster in korbbogigen Blendnischen. Der jetzt erneuerte Zwerchgiebel mit prachtvollem Schweifwerk, Hermenpilaster, Obelisken, einer bekrönenden Ädikula und Relief des hl. Georg. Das Prunkstück der Fassade der unsymmetrisch vorgesetzte Erker, dessen Flächen völlig in der ornamentalen Fülle des Knorpelstils aufgehen (vgl. den Kamin im Friedenssaal des Rathauses zu Münster). Die schlichteren Seitengiebel durch ausladend kurviges Bandwerk konturiert.
Die neuen einfachen Gebäude in traditioneller Backsteinbauweise rings um den Markt schaffen ruhige Platzwände, die der Rathausfront bedeutsam untergeordnet sind und ihren Reichtum so noch stärker hervorheben.
Zit.: Dehio S. 61
Der Baumeister des Rathauses ist unbekannt.  


Kontakt für Fragen und Anregungen:


Bernhard Deckers
Telefon+49 (2871) 953-420
E-Mailan Bernhard Deckers