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Startschuss für den ersten Bauabschnitt des Radschnellwegs Westmünsterland


Bocholt (PID) - In den kommenden Wochen entscheiden die Stadträte Bocholt und Rhede, ob sie den Bau des ersten Abschnitts des Radschnellwegs RS 2 unterstützen. Bei einem gemeinsamen Termin am Freitag, 13. August, informierten die Bürgermeister der Städte Bocholt und Rhede, Thomas Kerkhoff und Jürgen Bernsmann sowie Dr. Elisabeth Schwenzow, Verkehrsdezernentin des Kreises Borken gemeinsam mit dem Bocholter Stadtbaurat Daniel Zöhler und dem Rheder Beigeordneten Hubert Wewering über das Projekt.

Der erste Abschnitt des Radschnellwegs beginnt in Bocholt am Berliner Platz und endet nach zirka sieben Kilometern am Kreisverkehr an der Bahnhofstraße in Rhede.

Im Termin hoben die Bürgermeister die Chancen und Vorteile dieses Verkehrsweges hervor: Der Radschnellweg wird ein Gewinn für die beiden Städte und für die gesamte Region sein. Er ist eine Investition in eine neue Form der Nahmobilität und damit eine Investition in die Zukunft und ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende. Er bringt Radfahrer ohne große Unterbrechungen durch Kreuzungen schnell, bequem und sicher ans Ziel.

Neben einer zusätzlichen Option für Tourismus-, Freizeit- und Sportradler sind Radschnellwege in erster Linie ein attraktives Angebot für Berufspendler, um vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen. Aber auch für den Weg zum Studium in der Nachbarstadt, zum Bahnanschluss in Bocholt, zu einer Veranstaltung oder zu einem Treffen mit Freunden schafft der Radschnellweg eine Verbindung, um schnell und sicher ans Ziel zu kommen. Auch innerhalb der Städte stärkt der Radschnellweg die Fahrradmobilität, indem Wohngebiete, Freizeit- und Bildungsstandorte miteinander verknüpft werden.

Hohe Qualitätsstandards

Der RS 2 erhält als Zweirichtungsradweg eine komfortable Breite von vier Metern, hinzu kommt ein Gehweg von mindestens zwei Metern. "Für eine Mobilitätswende ist es wesentlich, neue Wege zu schaffen, Innovationen zu berücksichtigen und einen hohen Qualitätsstandard für Radfahrerinnen und Radfahrer zu bieten. Dies machen wir mit dem Radschnellweg", erklärt Thomas Kerkhoff. Der RS 2 wird innerorts durchgängig und außerorts in – an den Arten- und Umweltschutz – angepasster Form beleuchtet. Ein wesentlicher Aspekt bei der Planung der künftigen Radmobilität in der Region ist die Anbindung des Radschnellweges an das örtliche Radverkehrsnetz sowie an ÖPNV-Haltepunkte und über Zubringerwege an zentrale öffentliche Straßen. In Verbindung hiermit bietet der Radschnellweg RS 2 somit eine hervorragende Alternative zum Auto.

"Wichtige Verbindungsfunktion in der Innenstadt"

In Bocholt übernimmt der Radschnellweg RS2 eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen dem Bocholter Rathaus, der südlichen Innenstadt (einschließlich Bahnhof und dem Kubaai-Quartier), dem Euregiogymnasium und dem Stadtgebiet Rhede. "Gerade in diesem Bereich wird die Fahrradinfrastruktur gestärkt und die Sicherheit der Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer erhöht", betont Stadtbaurat Daniel Zöhler.

Insbesondere bei mittleren Weglängen gibt es auf Grund des steigenden Anteils von Pedelecs und E-Bikes große Potenziale, die genutzt würden. Das bisherige umfangreiche Radwegenetz in der Region ist nicht auf schnelle Fahrten ausgelegt. Der Radschnellweg erschließt eine neue Qualität der Nahmobilität und somit auch neue Zielgruppen und neue Reichweiten. Erfahrungen aus den Niederlanden zeigen, dass Radschnellwege einen Qualitätssprung bewirken, der allein mit Sanierungen des bestehenden Radverkehrsnetzes nicht erreicht werden kann.

Planungen begannen vor neun Jahren

Bereits vor neun Jahren begannen die Planungen, auf und im Bereich der stillgelegten Bahntrasse zwischen Isselburg und Coesfeld, einen Radschnellweg zu bauen. Von der Projektidee in 2012 im Rahmen  der REGIONALE 2016 über die Prämierung des Vorhabens mit dem Streckenabschnitt Isselburg bis Velen in 2013 im Landeswettbewerb Radschnellwege NRW, einer vertiefenden Machbarkeitsstudie mit 2 / 2 politischen Grundsatzbeschlüssen in den beteiligten Kommunen in 2015 sowie der folgenden Entwurfsplanung des ersten Trassenabschnitts von Bocholt bis Rhede bis zur Klärung der Frage einer Reaktivierung der Bahnverbindung Bocholt bis Coesfeld liegt ein intensiver Planungs- und Beratungsprozess hinter allen Beteiligten.

Die auf Grundlage des Planungsleitfadens für Radschnellverbindungen entwickelten vertiefenden Planungen für den ersten Bauabschnitt von Bocholt bis Rhede sind in Abstimmung mit den Städten und dem Landesbetrieb Straßen.NRW inzwischen weit vorangeschritten, so dass die Umsetzungsphase nach den entsprechenden Beschlüssen in den Stadträten der beteiligten Kommunen nun starten kann.

Der Radschnellweg RS 2 wird durch den Landesbetrieb Straßen.NRW gebaut. Die insgesamt geplante Trasse von Isselburg bis Velen ist ca. 46 km lang. Grundlage für Bau und Finanzierung durch das Land NRW ist eine Änderung des Straßen- und Wegegesetzes NRW im Oktober 2016, wonach Radschnellwegverbindungen mit Landesstraßen gleichgesetzt worden; damit ist das Land NRW Straßenbaulastträger und für den Bau und Unterhalt von Radschnellwegen zuständig.



14.08.2021 07:00
Kategorie: Stadtentwicklung


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