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Stadtgeschichte: Denkmaleinweihung beim Turnverein Bocholt

Das Stadtarchiv präsentiert das historische Foto des Monats September 2017


Bocholt (PID) - In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstanden in der hiesigen Umgegend und anderswo vielfach Kriegerdenkmäler zur Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Anfangs waren es vor allem die christlichen Kirchen und die jüdische Gemeinde, die schon früh in Bocholt ihrer Kriegsopfer durch Anbringung von Gedenktafeln oder Reliefs oder in Form von Altären gedachten.

Auch die politischen Gemeinden und die Vereine errichteten Ehrenmale, meistens aber erst Ende der zwanziger bzw. Anfang der dreißiger Jahre. Der Wanderverein Bocholt dagegen hatte schon im Jahre 1921 seinen gefallenen Mitgliedern im Stadtwald ein Denkmal gesetzt.

Kriegerdenkmal in Form eines Findlings

Der Turnverein Bocholt 1867 veranstaltete im 65. Jahr seines Bestehens am 4. September 1932 auf seinem Sportplatz Am Efing leichtathletische Wettkämpfe, zu denen auch andere Sportclubs der Stadt eingeladen waren. Zuvor aber hatte der Turnverein in einer Feierstunde seiner 22 im Weltkrieg gebliebenen Turner gedacht und auf dem Sportgelände ein Kriegerdenkmal in Form eines Findlings enthüllt.

Die Gedenkansprache hielt Oberbürgermeister Dr. Otto Schmitz. In seiner Rede bezeichnete er den Stein als ein Sinnbild, das „die seelische Verbindung aller heute hier Erschienenen“ mit den gefallenen Vereinsmitgliedern verkörperte. Er ehrte die gefallenen Turnfreunde, „die das Beste, was sie hatten, für die Heimat hingaben, […] um das Vaterland vor dem Untergang zu bewahren und zu erhalten.“ Ferner rief der Oberbürgermeister zu Treue und Patriotismus auf und äußerte die Hoffnung, dass die nunmehr übergebene Gedenkstätte späteren Generationen als Zeichen der Erinnerung und Mahnung zugleich dienen möge. Mit einem Dankeswort an die toten Krieger schloss Dr. Schmitz seine Ausführungen und fasste zusammen: „Wir wollen ihnen danken für ihre Opfer, für ihren Heldentod.“

Das Foto zeigt das Gefallenen-Denkmal des Turnvereins Bocholt. Es ist in eine Grünanlage eingebettet, die man ihrerseits mit weiteren kleineren Findlingen und Steinen ausgestaltete. Um das Ehrenmal versammelt stehen die Fahnenabordnungen der dem Stadtverband für Leibesübungen angeschlossenen Vereine. Die weiteren Teilnehmer der Einweihungsfeier, welche mit einer Kranzniederlegung und dem Deutschlandlied endete, hatten auf dem Sportplatz Aufstellung genommen. 

Foto: Stadtarchiv Bocholt, Text: Wolfgang Tembrink



01.09.2017 09:00
Kategorie: Stadtgeschichte



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