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Stadtgeschichte: Achtteilige Vortragsreihe "Bocholt im 20. Jahrhundert"

Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte lädt ein // Start als Online-Livestream am Donnerstag, 21. Januar, ab 18:30 Uhr über die "politische Kultur in Bocholt von 1913 bis Weimar"


Bocholt (PID) - Am Donnerstag, 21. Januar 2021, hält der Historiker Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl einen Vortrag unter dem Titel "Zeitenwende. Der Wandel der politischen Kultur in Bocholt zwischen dem Arbeitskampf von 1913 und dem Beginn der Weimarer Republik". Wegen der derzeitigen Pandemielage können sich Interessierte über Internet ab 18:30 Uhr in den Livestream zuschalten. Der Vortrag ist Auftakt einer achtteiligen Reihe zum Thema "Bocholt im 20. Jahrhundert".

Schmuhl ist wissenschaftlicher Leiter des Projekts „Stadtgeschichte Bocholts im 20. Jahrhundert“ und widmet sich in seinem Grundlagenbeitrag der Zeit von 1896 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.  

Klassengegensätze traten hervor

Der große Arbeitskampf in der Bocholter Textilindustrie im Juni/Juli 1913 markierte in der politischen Kultur der Stadt eine tiefe Zäsur. Die Klassengegensätze zwischen Unternehmern und Arbeiterschaft traten schärfer hervor, der Stil der Auseinandersetzungen zwischen der Fabrikanten-Vereinigung und den christlichen Gewerkschaften wurde zusehends konfrontativer, die Spaltung der städtischen Gesellschaft nahm zu. Unter den Bedingungen des Ersten Weltkriegs setzten sich diese Entwicklungen beschleunigt fort. Nach der Novemberrevolution offenbarte die Kommunalwahl vom 2. März 1919, wie sehr sich die politische Landschaft verändert hatte.

Wegen der Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie findet diese Veranstaltung in Form einer Videokonferenz statt. Beginn ist um 18:30 Uhr. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich online über den Link https://bit.ly/3oG0zzm live zuschalten. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, dem Referenten per Video, Tonbeitrag oder Chat Fragen zu stellen und sich an einer Diskussion zu beteiligen. Die Veranstaltung wird anschließend auf der Homepage der Stadt Bocholt www.bocholt.de/rathaus/bocholt-im-20-jahrhundert gepostet und kann dort auch zu einem späteren Zeitpunkt noch verfolgt werden. Auf der Seite findet sich auch eine Themen- und Terminübersicht über die folgenden sieben Vorträge.

Hintergrund: 800 Jahre Stadt Bocholt

Hintergrund der Vortragsreihe ist das Stadtjubiläum im kommenden Jahr. Zur Feier des 800-jährigen Stadtjubiläums Bocholts plant das Stadtarchiv ein Buch zur Stadt­ge­schichte Bocholts im 20. Jahrhundert. "Im Zentrum stehen die politi­schen, wirt­schaftli­chen und sozialen Entwicklungen in Bocholt in der Zeit von 1896 bis zum Beginn des 21. Jahr­hun­derts", verrät Heike Schoo, Leiterin des Bocholter Stadtarchivs. In zwei grundlegenden Beiträgen werden die Hauptlinien der Entwicklung dargestellt; in mehreren Kurzbeiträgen gehen Autorinnen und Autoren auf einzelne Aspekte gesondert ein.

Kulturdezernent Thomas Waschki: „Ich freue mich sehr, dass wir nach dem Startschuss zum Jubiläumsjahr nun mit dieser hochrangig besetzten Vortragsreihe zum Stadtjubiläum starten können.“

Weitere Vorträge und Themen

Den zweiten Vortrag hält Marius Lange (Düsseldorf) zum Thema „Leben im Lager – Das Bocholter Stadtwaldlager und seine Bewohner in zeitgenössi­schen Fotografien“. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 25. Februar 2021, statt.

„Von der Textil- zur Europastadt? Geschichte und Zukunftsentwürfe in den Bocholter Stadtjubiläen 1922 und 1972“ lautet der dritte Vortrag von Dr. Katrin Minner (Münster), die am Donnerstag, 25. März 2021, referiert.

Flemming N. Feß (Kreis Borken) hat sich mit dem Thema „Das Vordringen des Rundfunks im Westmünsterland in den 1920er Jahren“ befasst und referiert am Dienstag, 27. April 2021.

Im fünften Vortrag stellt Wiebke Neuser, LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, ihr Thema “Die Bocholter Aa – Angstraum und Lebensraum“ vor. Ihr Vortrag findet am Mittwoch, 19. Mai 2021, statt.

„Von Kollaboration bis Widerstand: Zum Verhältnis von katholischem Milieu und Natio­nalsozialismus in Bocholt“, so das Thema des Vortrags von Dr. Sarah Thieme, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, am Donnerstag, 10. Juni 2021.

Am Dienstag, 21. September 2021, folgt der Vortrag „Krise war immer! Das 20. Jahrhundert und die Bocholter Textilindustrie“. Referent ist Martin Schmidt vom LWL-Industriemuseum Bocholt.

„Bocholt 1945 – 2020: Hauptlinien der Entwicklung“, so lautet schließlich der Vortrag von Dr. Alexandra Bloch Pfister vom Büro für Geschichte & historische Kommunikation aus Münster am Donnerstag, 28. Oktober 2021.

Alle Vorträge finden jeweils von 18:30-20 Uhr statt. Sobald es die Corona-Schutzbestimmungen erlauben, sind auch wieder Präsenzveranstaltungen im Medienzentrum geplant. Dazu werden aktuelle Informationen über die Presse und auf der Themenseite im Internet unter www.bocholt.de/rathaus/bocholt-im-20-jahrhundert bekannt gegeben.

Mitveranstalter

Die Vortragsreihe wird in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für historische Lan­deskunde des westlichen Münsterlandes e.V. veranstaltet. Verantwortlich für die technische Durchführung ist Sebastian Borgert, Mitarbeiter der Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft der Stadt Bocholt (EWIBO).



17.01.2021 08:00
Kategorie: Stadtgeschichte



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