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Stadt Bocholt kämpft gegen anhaltende Trockenheit


Bocholt (PID) - Bereits im dritten Jahr in Folge kämpft der Entsorgungs- und Servicebetrieb Bocholt (ESB) gegen die anhaltende Trockenheit. Trotz des Mehr-Schicht-Betriebs bei den Gießeinsätzen warnt die Stadt Bocholt vor eventuellem Astbruch und bittet Bocholterinnen und Bocholter, die Bäume vor der eigenen Haustür zu wässern.

Ein grüner Traktor mit ESB-Aufklebern steht neben einem Pflanzenbeet, im Schlepptau ein Wasserfass. Dieses Bild ist den Bocholterinnen und Bocholter mittlerweile vertraut. Besonders junge Bäume stehen im Fokus von Sven van den Berg und David Niehaves, Meister der Grünflächenunterhaltung beim ESB, die die Gießeinsätze des ESB planen.

Einsatz im Schichtbetrieb

Der ESB setzt bei der momentanen Wetterlage vier Gespanne ein, die im Schichtdienst und bedarfsweise an Samstagen im Stadtgebiet unterwegs sind, um das Bocholter Stadtgrün zu wässern. Hinzu kommen zwei Kolonnen die vorwiegend im Innenstadtbereich das Stadtgrün händisch gießen sowie ein Fahrzeug, dass die aktuell rund 500 Gießsäcke verteilt und turnusgemäß füllt.

Bei Neuanpflanzungen setzt der ESB vermehrt Gießringe ein, die das Wasser im Wurzelbereich halten. Zudem werden Neuanpflanzungen, wie an der Fachhochschule, mit einem Schutzanstrich versehen, der den jungen Baum vor Rindenschäden bei extremer Hitze schützt. Zusätzlich sollen gezielte Düngemaßnahmen die Bäume stärken.

Stadtbäume besonders von Trockenheit betroffen

Auch der städtische Fachbereich für Tiefbau, Verkehr, Stadtgrün und Umwelt beobachtet die zunehmenden Trockenperioden und Extremwetter genau. „Gerade Stadtbäume sind einer Vielzahl von vitalitätsmindernden Faktoren ausgesetzt“, erläutert Peter Schlabs, Pflanzenexperte des Fachbereichs. Durch beengte Baumgruben sei beispielsweise das Wurzelwachstum stark eingeschränkt und durch Bodenverdichtung und die Größe der Baumscheibe sei häufig eine unzureichende Sauerstoff- und Wasserversorgung möglich.

„Daneben leiden Stadtbäume in den Sommermonaten häufig unter Trockenstress und hohen Temperaturen, die durch die Rückstrahlung der Gebäude und versiegelten Flächen deutlich über den Temperaturen im Umland liegen“, so Schlabs weiter. So sind nicht alle Schäden auf fehlendes Wasser zurückzuführen, auch die Temperatur und Sonneneinstrahlung kann Blätter und damit die Pflanze schädigen.

Vermehrt Grün- und Trockenbrücke im Stadtgebiet

Wie die Betriebsleiter Gisbert Jacobs und Heinz Welberg mitteilen, beobachtet der ESB vermehrt auftretende Stressreaktionen der Bäume in Form so genannter Grün- oder Trockenbrüche. Hierbei kann es bei einem Baum zu einem Astbruch kommen, ohne dass es vorher nennenswerte Anzeichen dafür gibt. Laut Expertenmeinung sind sowohl fehlende Versorgung als auch Spannungen im Holz aufgrund extremer Sonnenbestrahlung mögliche Auslöser für dieses Phänomen.

Auch der Anteil an Totholz älterer Bäume hat aufgrund der anhaltenden Trockenheit in den letzten drei Jahren und den damit verbundenen niedrigen Grundwasserständen zugenommen.

Appell: Offizielle Wege nutzen und Gefahrenstellen melden

Die Baumkontrolleure des ESB achten daher besonders auf verschiedene Stufen der Hitzeschädigung und des Vitalitätsverlustes. Dazu zählen beispielsweise hängende Blätter oder der frühzeitige Abwurf von Blättern und Früchten. "Gefahren durch Bäume wird man trotz diverser Maßnahmen und Kontrollen nie gänzlich ausschließen können", so die Betriebsleitung. „Wir bitten  daher um ein umsichtiges Verhalten beim Aufenthalt in der Natur.“

Stadtbaurat Daniel Zöhler weist daher darauf hin, besonders in Bereichen wie im Stadtwald aber auch in den Parkanlagen die offiziellen Wege zu nutzen. „Wenn Sie Auffälligkeiten und Gefahrenstellen entdecken, nutzen Sie den Schadensmelder des ESB, damit die Kolleginnen und Kollegen tätig werden können“, so Zöhler.

Unter www.esb.bocholt.de ist das Online-Meldeformular bei den Onlinediensten zu finden. Der Schaden kann alternativ auch per E-Mail an schadensmelderboh@esb.bocholt.de oder unter Tel. 02871 246-357 gemeldet werden.

Bocholterinnen und Bocholter können unterstützen

Toll wäre es zudem, wenn Bocholterinnen und Bocholter den ESB unterstützen, indem sie „ihren“ Baum vor der eigenen Haustür mit einigen Kannen Wasser wöchentlich mitwässern, so Zöhler abschließend.



18.08.2020 17:00
Kategorie: Entsorgungs- und Servicebetrieb



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