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Schauspiel „Zirkus Empedokles“ begeistert Bocholter Publikum

Ausdrucksstarke und moderne Aufführung zum „Umwelt-Wahnsinn“ mit Schauspieler Peter Trabner


Bocholt (PID) - Der bekannte Filmschauspieler Peter Trabner präsentierte jetzt in Bocholt an der Podiumsbrücke sein „systemrelevantes Theaterspektakel für einen Mann und einen Baum“. Ausdrucksstark und intensiv spielte er eine wilde Mischung aus klassischem Theater, Straßentheater und Improvisationsshow. Gewürzt mit Humor, nahm er rd. 60 Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise beginnend in Zeiten von Dichter Friedrich Hölderlin bis ins Jahr 2022 - mit Plastikmüll, Klima-Katastrophe und Kinderarbeit.

Angeregt durch den Dichter Hölderlin, der in 2020 seinen 250. Geburtstag gefeiert hätte, entstand das Theaterstück „Zirkus Empedokles“.

Im Gespräch mit einer Eiche

Immer wieder überraschte Peter Trabner in seinem Spiel seine Zuschauerinnen und Zuschauer durch schnelle Themenwechsel und interessante Blickwinkel auf heutige Umweltthemen und frühere Dichtung. Mit dabei war sein Gegenpart – eine dicke Eiche, die ruhig und friedlich auf dem Rasenstück die Zwiegespräche mit Trabner über sich ergehen ließ. Gekonnt bezog er die die vorbeifahrenden Radfahrerinnen und Radfahrer in das Stück mit ein. Ob Zurufe oder Bemerkungen – sie reagierten mit schlagfertigen Antworten oder auch verlegenen Kommentaren.

Zuschauer werden zu Schauspielern

Die Umweltgeräusche auf der Rasenbühne durch ein Kleinflugzeug oder die gackernden Hühner des LWL-TextilWerks Bocholt bezog Trabner gekonnt in seine Aufführung mit ein. Besondere Rollen kamen den Zuschauern Veronika, Reza und Philipp zu. Sie wurden von Trabner zu Akteuren ernannt: Veronika spielte ein Reh, das nach dem Pilzefressen von dem „Problem-Wolf“ Reza gerissen wurde. Philip, ein tapferer Jäger, erschoss den Wolf und machte sich aus seinem Fell Stiefel, die mindestens 15 Jahre hielten. Aber auch Philip fand ein jähes Ende. Zwei weitere Zuschauer mussten zum Ende des Stückes ebenfalls als Mitspieler auf die Rasenfläche und sorgten damit für einen lebendigen Abschluss des Theaterabends.

Über den Künstler

Trabner selbst lebt seit einem Jahr mit seiner Familie in Voerde, er arbeitet als Schauspieler für Film- und Fernsehproduktionen sowie am Theater. Trabner arbeitet interdisziplinär in den Bereichen Tanz, Theater und Performance und entwickelte u.a. das für den Kinder- und Jugendtheaterpreis Ikarus nominierte Stück Bettina bummelt. Er arbeitete viele Jahre als Gast am „Jungen Staatstheater Berlin“. Sein Drehbuch, seine Filmidee für den Fernsehfilm Alki Alki (2015) war für den Grimme-Preis nominiert. Im Jahr 2016 war er neben Lars Eidinger und Burkhard Klaussner als bester Darsteller für seine künstlerischen Arbeiten in den Kinospielfilmen „Familienfieber“ und „Alki Alki“ vom „Verband der deutschen Filmkritik“ nominiert. Ein Fokus von Trabners künstlerischer Arbeit ist die freie Improvisation, die er auch als Dozent an deutschen Schauspielschulen lehrt.

Unterstützung durch die EUREGIO

Die Aufführung wurde als Teil der Ausstellung „endless“ gemeinsam mit dem Ökumenischen Arbeitskreis Eine Welt e.V. organisiert. Getränke werden vor Ort angeboten. Die Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung werden durch das INTERREG-Programm Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.



27.06.2022 09:00
Kategorie: Europa/International



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