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Kultur #Bocholt: "Wart ihr schon am Schaukasten"?

Christia Maria Kirch stellt als erste Künstlerin in der ehemaligen Pförtnerloge aus


Bocholt (PID) - Christa Maria Kirch, die erste Künsterlin, die in der ehemaligen Pförtnerloge des Herding-Gebäudes an der Industriestraße 1 ausstellt, wünscht sich einen "Run": "Warst Du schon am Schaukasten?", sollen sich Bocholter und Besucher in der nächsten Zeit fragen.

Ihre Installation "DER SCHEIN TRÜGT" ist eine Inszenierung von diversen vergoldeten Alltagsgegenständen und Utensilien, gruppiert um zwei Protagonisten in Form von goldfarbenen Schaufensterpuppen die zu einer Art Fabelwesen mutiert sind. Ein weiterer Aspekt dieser Arbeit ist, im Hinblick auf die Zukunft den Weitblick für gesellschaftliche Veränderung anzuregen und zu schärfen, sowie die Begegnung mit zeitgenössischer Kunst abseits von musealen Institutionen zu ermöglichen.

Städtische Kulturlandschaft beleben

"Die FKK versteht sich als Interessensgemeinsschaft die spartenübergreifend arbeitet und die städtische Kulturlandschaft beleben will", sagte Christa Maria Kirch bei der Eröffnung ihrer Installation im Schaukasten. Mit "Salamitaktik" sei es gelungen, die Gebäude und das Gelände vom kubaai für künstlerische Aktionen nach und nach zu nutzen. "Wir wollen einen Run auf den neuen Stadtteil", betont Kirch, "und die Leute sollen sich gegenseit fragen: ´Wart ihr schon am Schaukasten?´".

Freie KultuKommune braucht eine Adresse

Über bezahlbaren Wohnraum hinaus sollte es auch Möglichkeiten für Ateliers und Werkstätten geben. "Die Freie Kulturkommune wünscht sich eine Adresse und möchte öffentlich wahrgenommen werden", so Kirch.

Hintergrund

Im letzten Jahr startete die Freie KultuKommune Bocholt gemeinschaftlich die 1. Bocholter Kulturmesse im Spinnsaal Herding und präsentierte sich dort mit einer Werkschau und neuen Projektideen. SCHAUKASTEN ist der Titel eines Veranstaltungsreigens, der über das Jahr 2017 im monatlichen Wechsel Kunstschaffenden die Möglichkeit gibt, die Pförtnerloge der ehemaligen Textilfabrik in eine Ausstellungsvitrine zu verwandeln. Ab April werden nun die Künstlerinnen und Künstler der spartenübergreifenden Initiative den kleinen Raum individuell in ihrem Genre bespielen.
Der krasse Unterschied zu üblichen Galerieräumen liegt in dem Konzept Closed Shop, so kann der Raum nicht betreten werden und gewährt nur Einblick und Ausblick. Allein durch die Fenster und innere Verglasung ist zu sehen, was dort präsentiert wird. So sind es nur Details aus verschiedenen Blickwinkeln, die vom Betrachter wahrgenommen werden können.

 

 



07.04.2017 10:00
Kategorie: Bildung und Kultur



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