Bocholt auf Facebook Bocholt auf Twitter

"Bocholt.de Logo"
"Bocholt.de Banner"

Heil nach Hause kommen!

Fit mit dem Fahrrad un ddem Pedelec


Die Anzahl der verkauften Pedelecs hat sich in Deutschland von 200.000 im Jahr 2010 auf rund 2 Millionen in 2021 verzehnfacht. Tendenz steigend. Das sieht man auch im Bocholter Straßenbild: Immer mehr Pedelecs sausen durch die Stadt, häufig auch mit älteren Fahrern. Da der typische Bocholter „mit dem Fahrrad in der Wiege“ geboren wurde, beherrscht er nach eigener Einschätzung natürlich auch sein Fahrzeug. Ob er allerdings auch alle Verkehrsregeln kennt, erscheint manchmal zweifelhaft, wenn man den Fahrradverkehr in der Stadt beobachtet. Vielleicht beherrschen viele die Regelungen zwar, aber sie  befolgen diese nicht immer.

Der Seniorenbeirat Bocholt hat zum Thema „Fit mit dem Fahrrad“ den Bocholter Polizeihauptkommissar und Verantwortlichen für Verkehrsunfallprävention Olaf Büßing eingeladen. Er stellte fest, dass der Trend hin zum Fahrrad sehr erfreulich sei, diese Entwicklung hat aber auch eine Kehrseite. Fast jeden Tag kann man im BBV Artikel lesen wie: „Auto erfasst Pedelec“, „Pedelexc-Fahrer gestürzt“ oder „Fahrradfahrer stößt mit Pedelec zusammen“.

Statistik spricht deutliche Sprache

Auch die Verkehrsunfallstatistik spricht eine deutliche Sprache: Die Zahl der Unfälle im Kreis Borken mit Fahrrad- und Pedelecbeteiligung ist von 400 in 2010 auf inzwischen über 700 in 2021 angestiegen, 300 davon entfallen auf Pedelec-Fahrer, mit stark steigenden Anteilen. Von diesen Unfällen besonders betroffen sind die älteren Erwachsenen und Senioren über 65 Jahre.  

Vor diesem Hintergrund ist das Thema „Sicherheit rund um das Fahrrad“ für jeden wichtig. Und Fragen wie

  • Wie schnell darf ein Fahrrad in der verkehrsberuhigten Straße fahren?
  • Wann darf ich, wann muss ich Fahrradwege benutzen?
  • Welche Verkehrszeichen sind besonders für Radfahrer relevant?
  • Wie verhalten sich Fahrradfahrer in den verschiedenen Arten der Kreisverkehre?
  • Wie sind die Promillegrenzen für Radfahrer?
  • Wie hoch sind die Bußgelder für Verkehrsverstöße mit dem Fahrrad?

sind häufig nicht von jedem auf Anhieb zu beantworten.  

Nach dem theoretischen Teil kommt die Praxis:

  • Wie steige ich sicher auf?
  • Wie bremse ich optimal?
  • Rücktritt- oder Handbremse, was ist besser?
  • Wie schaue ich mich vor dem Abbiegen um?  

Auf die nicht ernst gemeinte Frage: Wie kann ich mit der linken Hand noch zeigen, wenn ich in der rechten Hand gerade mein Handy halte, antwortete der Polizist schmunzelnd: „Bitte dann 55 EUR bereithalten, denn das ist das Mindestbußgeld für die Handynutzung während der Fahrt“. Und auch die Ignorierung der roten Ampel, die für Autos und Fahrräder (auch mit Fahrradweg) gilt, kann teuer werden. Das Bußgeld hierfür beträgt für diese häufig zu beobachtende Verkehrswidrigkeit mindestens 100 EUR. Hinzu kommen ein Punkt in Flensburg und 28 EUR Verwaltungsgebühren.

Ein Tipp zum Schluss für Vereine, Gemeinschaften oder Fahrradtrupps: Olaf Büßing informiert gerne rund um das Thema. Die Mindestteilnehmerzahl muss acht betragen. Das Thema kann auf die individuellen Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten werden. Es lohnt sich.  

Kontakt: VDVSB.Borken@polizei.nrw.de                

 

Hans-Georg Bruckmann



02.11.2022 14:42
Kategorie: Senioren
An der Kreuzung am BBV-Gebäude treffen Fahrradfahrer aus vier Richtungen, Busse und Autos auf eine Rechts-vor-links-Regel, eine verkehrsberuhigte Zone und Einbahnstraße. Häufig sind kritische Situationen zu beobachten.

An der Kreuzung am BBV-Gebäude treffen Fahrradfahrer aus vier Richtungen, Busse und Autos auf eine Rechts-vor-links-Regel, eine verkehrsberuhigte Zone und Einbahnstraße. Häufig sind kritische Situationen zu beobachten.

Die rote Ampel, z.B. am Ostwall, gilt auch für Fahrräder. Trotz des separatem Fahrradweges ist die Weiterfahrt nicht erlaub und kann unter Umständen teuer werden - Fotos: Hans-Georg Bruckmann

Die rote Ampel, z.B. am Ostwall, gilt auch für Fahrräder. Trotz des separatem Fahrradweges ist die Weiterfahrt nicht erlaub und kann unter Umständen teuer werden - Fotos: Hans-Georg Bruckmann



Bocholt.de auf

Die offizielle Facebook-Seite der Stadt BocholtDie offizielle Twitter-Seite der Stadt BocholtDie Stadtverwaltung mit ihrem Karriereportal auf Instagram