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Europabüro Bocholt: Grüße zum neuen Jahr in alle Welt

Bürgermeister Peter Nebelo schreibt ehemaligen jüdischen Mitbürgern


Bocholt (EUBOH) - Post von Bürgermeister Peter Nebelo erhalten zum Jahreswechsel 13 ehemalige Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens bzw. deren Angehörige. Traditionell berichtet er über Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen aus ihrer alten Heimat. Acht Briefe gehen in die USA, drei werden nach Argentinien, einer nach Chile und einer innerhalb Deutschlands versandt.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl mit 13 Adressaten in 2019 konstant geblieben. "Die Erfahrung zeigt, dass sich die Zahl der ehemaligen Bocholter normalerweise jährlich reduziert. Bekannt ist, dass einige Briefe von den Nachfahren gelesen werden, die sich für die Heimat ihrer Eltern interessieren. Sie bekommen die Post zum Jahreswechsel auch online", berichtet Petra Taubach, städtische Städtepartnerschafts- und Europabeauftragte.

Neues aus der Europäischen Union

In seinem diesjährigen Brief zum Jahreswechsel geht Nebelo u.a. auf die Europawahl am 26. Mai 2019 ein. Er teilt mit, dass durch die starke Wahlbeteiligung die Demokratie gesiegt habe und die europafeindlichen Kräfte weniger stark abgeschnitten hätten als erwartet. Der Bürgermeister berichtet außerdem über die aktuellen Entwicklungen in der Europäischen Union. So ist die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Deutsche, die künftig die Geschicke in der EU mit lenken werde. Außerdem informiert Nebelo über den kommenden Austritt Großbritanniens ("Brexit") und die Klima- und Umweltbewegung „Fridays for Future“, die auch in Bocholt zu Aktionen geführt habe.

Gleich zwei Besuche aus Amerika

Irene Stern Frielich und ihr Bruder David Stern kamen zur Verlegung von fünf Stolpersteinen am 27. Juni 2019 aus den USA nach Bocholt. Die Steine wurden im Beisein von Bürgermeister Peter Nebelo, Schülerinnen und Schülern der Bocholter Schulen sowie Bürgerinnen und Bürgern verlegt. Sie erinnern an die Angehörigen der Familie Stern und Herzfeld, die bis zur Reichskristallnacht am 9. November 1938 in der Nordstraße wohnten und ein Bekleidungsgeschäft betrieben. Im August besuchte Dan Rosenfeld, Urenkel von Greta Meier (geb. Löwenstein), die Stadt Bocholt.

Mit diesem Besuch erhoffte sich Rosenfeld, seinen deutschen Wurzeln näher zu kommen. Gleichzeitig wollte er die Heimatstadt seiner Familie kennenlernen. Für Dan Rosenfeld war es der erste Besuch in Bocholt und laut seinen Aussagen auch nicht der letzte.

75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg im Jahr 2020

Viele weitere Aktionen, Veranstaltungen und Events fanden in 2019 in Bocholt statt. Zu diesen kamen auch die Bürgerinnen und Bürger aus den benachbarten Niederlanden, schreibt Nebelo. Die Stärkung der grenzüberschreitenden Beziehungen sei für die Stadt Bocholt ein besonderes Anliegen geworden. Im kommenden Jahr erinnere Bocholt gemeinsam mit den niederländischen Nachbarkommunen an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren. Zahlreiche Veranstaltungen werden dazu in deutsch-niederländischer Zusammenarbeit organisiert. „Als Europastadt widmen wir uns in 2020 auch der Robert-Schumann-Erklärung vor 70 Jahren. Als Kultur- und Musikstadt organisieren wir mehrere Events zu „250 Jahre Beethoven“, so der Bürgermeister.

Dank für die langjährigen Kontakte

Bürgermeister Nebelo schließt den Brief mit dem persönlichen Hinweis, dass seine Amtszeit in 2020 endet und er in den Ruhestand gehen werde. Gleichzeitig bedankte er sich bei den ehemaligen jüdischen Mitbürgern für die Briefe, Besuche und die Möglichkeit, in diesen Jahren mit ihnen in Kontakt zu kommen. Er wünschte ihnen zum kommenden Jahreswechsel und für die weitere Zukunft alles Gute, viel Gesundheit und Frieden in der Welt.



20.12.2019 09:00
Kategorie: Europa/International, Stadtgeschichte



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