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"Ein Zuviel des Gedenkens gibt es nicht"

Ausstellung zum Palestine-Transit-Camp in Bocholt eröffnet - Bis zum 4. März kann die Ausstellung besichtigt werden, Gesprächsführungen sind jederzeit nach Vereinbarung über Georg Ketteler (E-Mail: georg.ketteler@gmx.de, Telefon +49 2871 184579 oder Hermann Oechtering (E-Mail: hoechtering@gmx.de, Telefon +49 2871 33099) möglich.


Der eine oder andere zusätzliche Stuhl musste noch schnell herbeigeschafft werden, sodass die über 150 Gäste am Montag Abend auch möglichst alle noch einen Platz bekamen. „Bocholt, für viele Juden ein Tor nach Palästina“ heißt die Ausstellung, mit der an das Palestine-Transit-Camp im Bocholter Stadtwald erinnert wird. Über drei Baracken des Camps im ehemaligen Stadtwaldlager emigrierten in den Jahren 1947/48 mehr als 6000 Juden nach Palästina. Georg Ketteler, Leiter des Stadtmuseums, die Kuratoren Josef Niebur und Hermann Oechtering, Bocholts erste stv. Bürgermeisterin Elisabeth Kroesen und Alo Echelmeyer eröffneten mit ihren Grußworten und Vorträgen am 29. Januar 2018 die Ausstellung, die Priska Strümpfel von der Musikschule Bocholt-Isselburg musikalisch untermalte.


Bildergalerie der Eröffnung von Bruno Wansing, bocholt.de

  • Impressionen der Ausstellungseröffnung am 29.1.2018 - Fotos: Bruno Wansing, bocholt.de
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Antisemitismus bestand weiterhin

Museumsleiter Georg Ketteler ging in seiner Ansprache auf den "Rest der Geretteten" ein, wie sich die 200.000 überlebenden Juden selber bezeichneten. "Der Antisemitismus bestand auch nach Ende des Krieges weiterhin", betonte Ketteler. So habe es in Polen 1947 ein Pogrom gegeben, der Tausende Juden in die westlichen Besatzungszonen getrieben habe. "Die Gemeinschaft der Juden war keine gewachsene Gesellschaft sondern eher zusammengewürfelt", berichtete Ketteler weiter, "viele wollten auswandern, waren frei, aber in Baracken untergebracht." Ketteler lobte die akribische und mühsame historische Arbeit der beiden Kuratoren Josef Niebur und Hermann Oechtering, "sie bringen uns Geschichte ins Bewusstsein und mahnen auch weiterhin, aus der Geschichte zu lernen."

 



Ein Zuviel des Gedenkens gibt es nicht

Bocholts erste stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Kroesen im Gespräch mit einem Ausstellungsbesucher - Foto: Bruno Wansing, bocholt.deBocholts erste stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Kroesen im Gespräch mit einem Ausstellungsbesucher - Foto: Bruno Wansing, bocholt.de

Bocholts erste stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Kroesen, ging in ihrem Grußwort auch auf die Geschichte in der eigenen Familie ein. "Wir, meine Generation, die unserer Kinder und Enkel, durften - verschon von Kriegswirren - aufwachsen", sagte Kroesen, "und gerade deshalb ist es wichtig, dass wir uns dieser Ereignisse mahnend erinnern und sie nicht vergessen." Der Tag des Gedenkens an die Opfer des beispiellos brutalen NS-Regimes wurde 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt, "und ich möchte Josef Niebur und Hermann Oechtering danken, dass sie an jedem Gedenktag an eine Geschichte von Verfolgten, an einen oder eine der 34 Bocholterinnen und Bocholter jüdischen Glaubens erinnern." In diesem Jahr werde die Erinnerung unterbrochen, "ich habe in der Vorbereitung auf dieses Grußwort einen ganz anderen Blick auf das STALAG erhalten", betonte Kroesen, "von dem in unserer Familie immer viel erzählt wurde." Dieser bisher weitgehend unbekannte Teil der Bocholter Stadtgeschichte werde der Bevölkerung durch diese Ausstellung näher gebracht. "Ein Zuviel des Gedenkens gibt es nicht und auch keinen Schlussstrich", betonte Kroesen eindringlich, "und ich hoffe, dass diese Ausstellung viele Besucherinnen und Besucher haben wird, die neue Einblicke erhalten."



Stolz sein auf diesen Teil der Stadtgeschichte

"Ich denk, Bocholt kann stolz sein auf diesen Teil seiner Stadtgeschichte", betont Sharon Fehr in seinem Grußwort, das Alo Echelmeyer aus Münster in dessen Auftrag vortrug, "hat die Stadt doch einen wesentlichen Beitrag geleistet, jungen Menschen den Weg in ihr neues Leben zu ebnen. Jungen Menschen, die duch das Erlebte traumatisiert waren und die of die einzigen aus ihren Familien waren, die überlebt hatten."Fehr bezeichnete Bocholt auch als "Tor der Hoffnung" für 6.000 Menschen, die dem Naziregime entkommen waren und nach Palästina ausreisen wollten.



Einführung in die Ausstellung

Hermann Oechtering bei seiner Einführungsansprache - Foto: Bruno Wansing, bocholt.deHermann Oechtering bei seiner Einführungsansprache - Foto: Bruno Wansing, bocholt.de

Hermann Oechtering dankte - auch stellvertretend für Josef Niebur - den vielen Beteiligten, die auf den unterschiedlichsten Wegen zum Gelingen dieser Ausstellung beigetragen haben. Dann führte er die Gäste - quasi virtuell - durch die Ausstellung „Bocholt, für viele Juden ein Tor nach Palästina. Das Palestine Transit Camp im Stadtwald“.

Im Erkerzimmer, das Sie auf ihrem Rundgang durch die Ausstellung als erstes betreten, zeigen Niebur und Oechtering die verschiedenen Nutzungen des Geländes, auf dem von 1935 bis Ende 1981 die Baracken des Stadtwaldlagers standen. In drei Baracken dieses Lagers war 1947/48 das Palestine-Transit-Camp.

Aus der Pferderennbahn und deinem Parcours fürs Springreiten wurde im Frühjahr 1935 ein Barackenlager für österreichische SA-Männer errichtet. 1938 zogen die SA-Truppen ab. Von 1939 - 1944 war hier ein Kriegsgefangenenlager. "Wir veranschaulichen die unmenschlichen Verhältnisse im in Bocholt so genannten Russenlager durch mehrere, zum Teil sehr bedrückende Aussagen von Zeitzeugen, mit denen wir teils noch in den letzten Monaten sprechen konnten", berichtet Oechtering.

"DP-Lager"

1946 wurde das Stadtwaldlager bis August 1957 zu einem sogenannten „DP-Lager“. In den Baracken lebten Displaced Persons, also heimatlose oder zwangsverschleppte Ausländer. Dazu zählen auch die Menschen jüdischen Glaubens, denen der Hauptteil der Ausstellung gewidmet
ist.

Transit-Camp in der Öffentlichkeit nicht bekannt

Das Palestine Transit-Camp im Stadtwald war jedoch einer breiten Öffentlichkeit in Bocholt nicht bekannt geworden. In den Westfälischen Nachrichten – Ausgabe Bocholt-Borken – wird sehr wohl über das Baltic-Camp U 8 in Bocholt berichtet, nicht aber über das ih ihm liegende Palestine-Transit-Camp.

Das Bocholter Stadtwaldlager war von der britischen Militärregierung am 28. Januar 1947 als Standort für ein Palestine-Transit-Camp ausgewählt worden. Es hatte einen direkten Bahnanschluss und lag verkehrsgünstig.
Der erste Transport aus dem jüdischen DP-Camp Bergen-Hohne nach Bocholt war in zwei Abteilungen aufgeteilt worden. Der erste Teil des Transportes kam mit der Eisenbahn am 13. März in Bocholt an. Der zweite Teil des Transports folgte eine Woche später am 21. März 1947. Insgesamt brachten diese (ersten) Transporte 396 Menschen in das Palestine-Transit-Camp Bocholt.

"Es ist unser Anliegen", führt Oechtering weiter aus, "das Leben der jüdischen Transitis – wie sie in den Berichten genannt werden – im Bocholter Camp zu veranschaulichen. Wir dokumentieren die Probleme, aber auch das dort entfaltete kulturelle Leben."

6.000 Menschen gelangten von Bocholt nach Palästina

Aus dem Palestine-Transit-Camp Bocholt sollen von April 1947 bis April 1948 insgesamt 11 Transitzüge nach Marseille gegangen sein. So gelangten wohl 6.000 Menschen von hier nach Palästina.

Den kompletten Vortrag von Hermann Oechtering lesen Sie hier:




30.01.2018 08:59
Kategorie: Stadtgeschichte
Von: Bruno Wansing
Die Kuratoren der Ausstellung, Josef Niebur (li) und Hermann Oechtering vor der Thora - Foto: Bruno Wansing, bocholt.de

Die Kuratoren der Ausstellung, Josef Niebur (li) und Hermann Oechtering vor der Thora - Foto: Bruno Wansing, bocholt.de

Über 150 Gäste waren der Einladung zur Ausstellungseröffnung ins Stadtmuseum Bocholt gefolgt - Foto: Bruno Wansing, bocholt.de

Über 150 Gäste waren der Einladung zur Ausstellungseröffnung ins Stadtmuseum Bocholt gefolgt - Foto: Bruno Wansing, bocholt.de



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