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Ein 340 PS-"Kraftpaket" für die Bocholter Feuerwehr

Neues Löschgruppenfahrzeug in Betrieb genommen


Bocholt (PID) - Aus der Praxis - für die Praxis: Das ist das Motto, mit dem jetzt der Feuerwehr Bocholt ein neues Löschgruppenfahrzeug (Fachbezeichnung: LF 20 KatS) zur Verfügung gestellt wurde. Am 1. Februar 2019 stellten es Ersters Stadtrat Thomas Waschki, Bocholts Feuerwehrchef Thomas Deckers, Dirk Arping (Operativer Dienst) und Kreisbrandmeister Johannes Thesing vor.

 

 

Das Löschgruppenfahrzeug ist eines von insgesamt 109 Fahrzeugen, die das Land Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2021 beschafft. Jeweils zwei Fahrzeuge werden pro Kreis bzw. pro kreisfreier Stadt beschafft. Damit stärkt das Land den Katastrophenschutz, der wesentlicher Bestandteil der Gefahrenabwehr in NRW ist. "Aufgrund der gestiegenen Vielfalt der Einsätze und der Erfahrungen aus den Feuerwehren im Land, als auch aus der Praxis, hat sich das Land zu dieser Förderung entschlossen", berichtet Thomas Deckers, Leiter der Feuerwehr in Bocholt.

"Wir haben in den letzten Jahren vermehrt Schadenslagen gehabt, für die wir dieses leistungsstarke Fahrzeug gebrauchen können", erläutert Deckers. Das sind etwa überörtliche Hilfeleistungen bei sog. Großschadenslagen wie Überschwemmungen, Waldbrände, Unwetterlagen oder Einsätze im Bereich der ABC-Gefahrenabwehr (atomar/biologisch/chemisch). "Die Feuerwehren in NRW haben mit ihren Erfahrungen an der Konzeption für dieses Fahrzeug mitgewirkt und erhalten somit ein Fahrzeug, was speziell für diese Einsatzzwecke ausgerüstet ist", so Deckers.

Ergänzung zum "ZETROS"

Für 300.000 Euro erhält die Feuerwehr ein Fahrzeug nicht nur für den Katstrophenschutz. Deckers: "Es ist ein Fahrzeug, dass uns echten Mehrwert liefert, weil wir es im tagtäglichen Einsatz in der kommunalen Gefahrenabwehr einsetzen können.". Neun Mann Besatzung braucht das Fahrzeug. "Auch wenn das Fahrzeug ausrücken muss, ist der Grundschutz in Bocholt immer sichergestellt", betont Erster Stadtrat Thomas Waschki.

Insgesamt sind bei der Feuerwehr in Bocholt 100 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im hauptamtlichen Bereich und weitere 150 in der freiwilligen Feuerwehr beschäftigt. "Der LF 20 passt toll in unser Logistikkonzept und ist eine ideale Ergänzung zum ZETROS", so Deckers weiter. Der Zetros ist ein weiteres hochspezialisertes Spezialfahrzeug im fuhrpark der Bocholter Wehr.

Praktiker haben sich zusammengesetzt

"Seit einigen Jahren haben wir Praktiker uns beim Land Gehör verschafft, weil wir uns zusammengesetzt und die verschiedenen Szenarien auch in den politischen Gremien vorgestellt haben. Wir haben gemeinsam viel dafür getan und jetzt auch die politischen Rückmeldung und Rückendeckung bekommen, das hat super gefruchtet", ergänzt Kreisbrandmeister Johannes Thesing.

Technische Daten

Das Fahrgestell ist ein MAN TGM 18.340 4x4 mit Allradantrieb und 251 kW/340 PS Leistung. Die 16 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht werden mit einem vollautomatischen Wandlergetriebe für den Feuerwehrbetrieb vorangetrieben. Der LF 20 kann durch bis zu 90 cm hohe Wasser fahren und bis zu 45 Grad "schräg" fahren. 1.000 Liter fasst der Löschwassertank, der mit einer Feuerlöschkreislpumpe mit 2.000 ltr/min bei max. 10 bar geleert wird. "Das reicht für einen ersten Löschangrif", sagt Dirk Apring.

Weitere Ausstattung: Ein Lichtmast, eine tragbare Feuerlöschkreislpumpe mit 1.500 ltr/min, ein mobiler Faltbehälter zur Aufnahme von 5.000 Litern, eine Kühlbox für Getränke, eine Klimaanlage und eine Standheizung für den Mannschaftsraum, Notfallrucksack, Rettungsbrett für die erweiterte Erste Hilfe, zwei Motorsägen und Schutzkleidung, eine Tauchpumpe mit einer Leistung von 400 ltr/min, eine Schmutzwasserpumpe mit diversem Zubehör und einer Leistung von 1.500 ltr./min, ein tragbarer Stromerzeuger 13kVA, der für Fremdeinspeisung geeignet ist, ein Waldbrandbekämpfungs-Set, 120 Liter Schaummittel sowie 360 Meter Schlauchleitung, die während der Fahrt vom Heck aus verlegt werden kann.

"Wir haben zusätzlich noch 8.000 Euro in eine Funkanlage und Atemschutzausstattung investiert", berichtet Dirk Arping.

Hier eine Bildergalerie des neuen "Kraftpakets".

 



04.02.2019 15:00
Kategorie: Feuerwehr und Rettungswache



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