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Bocholt bleibt Standort eines "Europe Direct Zentrum"

Zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger im Europahaus vorerst bis Ende 2025 // "Europa verstehen und mitgestalten"


Bocholt (PID) - Bocholt behält seine öffentliche Anlaufstelle rund um europäische Themen: Das "Europe Direct Informationszentrum" im Europahaus an der Adenauerallee bekam den Zuschlag für die nächste Förderperiode bis Ende 2025. Das teilt die Europäische Kommission mit. Die „Europe Direct“-Zentren bringen die EU in allen Bundesländern näher zu den Menschen. Das Bocholter "Europe Direct"-Büro wird von Sebastian Borgert geleitet.

Europäische Politik und Maßnahmen vor Ort

In den Europe Direct Zentren erhalten Bürgerinnen und Bürgern praktische Informationen zu ihren Rechten in der Europäischen Union und können über europapolitische Themen mitdiskutieren. Zudem organisieren sie Engagement zu europäischen Themen. Das eröffnet überall in Deutschland auch viele zusätzliche Möglichkeiten, um etwa aktiv an der "Konferenz zur Zukunft Europas" teilzunehmen. Außerdem bieten die Europe Direct Zentren Schulen und Bildungseinrichtungen eine breite Auswahl an Publikationen, Planspielen und andere Aktivitäten an.

„Wir wollen mit den Leuten reden, wir wollen sie besser verstehen, wir wollen, dass sie Europa mitgestalten“, sagt Jörg Wojahn, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland. „Dazu haben wir 48 starke Partner-Organisationen im ganzen Land gefunden, die gemeinsam mit uns auf die Menschen zugehen, mit Hilfe der neuen Generation von Europe Direct Zentren.“

Wer steckt hinter Europe Direct?

Träger der Europe Direct Zentren sind einerseits Kommunen, Länder, private Einrichtungen mit einem öffentlichen Auftrag, Volkshochschulen oder Verbände. In Bocholt ist dies die Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft der Stadt Bocholt (EWIBO). Die erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerber erhalten für die gesamte Förderperiode jeweils jährlich 38.000 Euro Zuschüsse von der Europäischen Kommission (insgesamt 1.407.984 Euro) und werden ab Mai 2021 fünf Jahre lang bis Ende Dezember 2025 tätig sein.

Rückblick: Im jahr 2005 wurde die erste Generation des Europe-Direct-Informationsnetzes ins Leben gerufen und eingerichtet. Mittlerweile gibt es 424 Informationszentren in der Europäischen Union, Deutschland stellt auf Grund der Bevölkerungszahl größte Netzwerk. „Europe Direct Zentren sind eine Erfolgsgeschichte und ein wichtiges Instrument mit den Bürgerinnen und Bürgern Europas in Kontakt zu treten“, so EU-Vertreter Wojahn. „Das Europe Direct-Netz spielt eine zentrale Rolle dabei, die Menschen vor Ort mit ihren Fragen unmittelbar anzusprechen und ihnen die Europäische Union verständlich zu machen.“

48 Städte sind dabei

In diesen 48 deutschen Städten gibt es EU-Zentren: Aachen, Aalen, Augsburg, Bautzen, Berlin, Bocholt, Bremen, Coburg, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Erfurt, Essen, Frankfurt (Oder), Freyung, Friedrichshafen, Fulda, Furth, Guben, Gütersloh, Halle, Hamburg, Hannover, Ingelheim, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Leer, Leipzig, Lüneburg, Magdeburg, München, Nordhausen, Nürnberg, Oeversee, Offenbach, Oldenburg, Osnabrück, Plauen, Potsdam, Rostock, Saarbrücken, Steinfurt, Stuttgart, Ulm.



01.06.2021 16:00
Kategorie: Europa/International



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