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Bepflanzte Dächer und Hauswände kühlen das Haus

Tipp vom Umweltreferat: Internet-Portale zeigen Hauseigentümerinnen und Eigentümern, welche Immobilien sich eignen // Stadt gibt Zuschüsse


Bocholt (PID) - Das Bocholter Umweltreferat gibt jetzt nützliche Tipps für alle Hauseigentümerinnen und Eigentümer, die überlegen, Dach oder Hauswände zu bepflanzen.

Mehr Hitzetage über 30 Grad Celsius und Tropennächte? Das kann sein, meinen nicht wenige Experten. In den vergangenen Jahrzehnten haben diese sommerlichen Phäno­mene stetig zugenommen. Innerhalb der Bebauung erzeugt das zunehmend Hitzestress, besonders bei starker Versiegelung. Die Folgen des Klimawandels werden spürbarer, auch in Bocholt. Mit mehr Grün kann diesem Trend entgegengesteuert werden, am besten gleich vor Ort auf Dächern und an Hauswänden.

Hilfreich dabei: Das neue Gründachkataster des Landes NRW und das Portal „Mehr Grün am Haus“ der Verbraucherzentrale NRW.

Schnell-Check mit Gründachkataster

Mit dem neuen Gründachkataster unter www.gruendachkataster.nrw.de können Eigentümerinnen, Architekten und Stadtplanerinnen abschätzen, ob Dächer für eine Begrünung geeignet sind. Zugleich werden die Kosten oder Faktoren wie das Regenrückhaltevermögen, das CO2- oder Staubbindevermögen des jeweiligen Daches adressscharf angezeigt. Selbst an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Pflanzlisten sind hinterlegt.

„Interessierte können das eigene Hausdach einfach heran zoomen,“ berichtet Bocholts Umweltreferentin Angela Theurich. „Das Kataster macht deutlich, dass sich etwa jeder dritte Quadratmeter Dach potenziell als Grünfläche eignet. Diese fungieren dann als kleine natürliche Klimaanlagen, mit der das Mikroklima verbessert werden kann.“

Mehr Grün am Haus

Ebenfalls tolle Hilfestellung bietet das Info-Portal der Verbraucherzentrale NRW „Mehr Grün am Haus - Spür das bessere Klima“ unter www.mehrgruenamhaus.de. Es zeigt neben Dach- und Fassadenbegrünung weitere Möglichkeiten von Begrünungsmaßnahmen in jeder Wohnsituation auf. Dazu gehören z.B. die Entsiegelung von Schottergärten zugunsten bepflanzter Flächen, durchlässige Pflasterungen, Hecken oder begrünte Gartenhäuschen und Baumscheiben.

„Leitgedanke dabei ist die spürbare Verbesserung des Wohlbefindens der Menschen, die dem Stressabbau dient und zu einer schöneren Wohnsituation führt. Einfach mal reinschauen“, rät Umweltreferentin Theurich.

Förderprogramm mit Zuschüssen

Dach- und Fassadenbegrünung werden in Bocholt zudem mit Zuschüssen unterstützt. Details unter www.bocholt.de/rathaus/umweltreferat/foerderprogramm-dachbegruenung/ .



10.06.2021 12:00
Kategorie: Umwelt



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