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Zurück in die Zukunft - Projekt 6

Friedhof der Abhängigen

Team Nr. 6, Josefine Zander & Leonie Schluse - Foto: Bruno Wansing, bocholt.deTeam Nr. 6, Josefine Zander & Leonie Schluse - Foto: Bruno Wansing, bocholt.de

Mariengymnasium Bocholt, Klassenstufe 12, Fach: Kunst Ausstellung:

 

»Zurück in die Zukunft – Influencer gestalten die Zukunft Europas! «

Angeregt durch das Thema Zeitreisen setzen wir uns mit bedeutenden Persönlichkeiten in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinander, die Europa beeinflussten, gerade beeinflussen oder noch beeinflussen werden.

Team Nr. 6, Josefine Zander & Leonie Schluse

Titel: »Friedhof der Abhängigen«

Zur Frage, wie diese Idee entstanden ist, muss gesagt werden, dass wir nach Erläuterung des Themas direkt mehrere Ideen hatten. Schließlich war diese überspitze Auslegung der Folgen eines übermäßigen Medienkonsum die einprägsamste Idee und somit am überzeugendsten.

Wir haben uns gefragt, wo die Medien uns alle und nicht nur die Influencer in der Zukunft noch hinführen sollen, wie weit die Abhängigkeit vom Internetzugang gehen kann und wer insbesondere betroffen sein wird… Die Antwort ist: Bis zum sozialen Tod! Und zwar für uns alle!

Vielleicht kann es für etwas überspitzt gehalten werden, dass wir Grabsteine (Symbole des Todes) erstellen, auf welche wir schreiben, dass bestimmte Menschen die Realität verloren haben. In gewisser Maße wird es jedoch schlichtweg zutreffen. Die Menschen konzentrieren sich mehr und mehr auf die sozialen Medien, wodurch sie komplett den Bezug zur Realität verlieren, lediglich in der medialen Welt existieren und somit im realen sozialen Leben „sterben“.

Der Massenhafte Mediengebrauch hat sich innerhalb von viel zu kurzer Zeit normalisiert, wodurch auch ein rasanter Anstieg an drastischen Auswirkungen nicht verwunderlich wäre.

Wir beide sind der Meinung, dass der Tod genauso ernstzunehmend ist, wie die dauerhafte Flucht aus der Realität und somit der soziale Tod. In der Zukunft wird dieses Phänomen häufig zu finden sein, wenn die Internetnutzung weiterhin so exponentiell ansteigt.

Niemand möchte zu früh sterben! So sollte es auch aus sozialer Sicht sein!

Genau aus diesem Grund wünschen wir beide uns, dass unser Projekt Eindruck schindet und alle Betrachter zum Nachdenken anregt. Enorme Internetbekanntheit ist wenig wert, wenn man in der realen Welt alleine dasteht… Achtet bitte alle auf eure Mitmenschen und euch selbst, damit in naher Zukunft keine massenhaften sozialen Tode zu vermerken sind.

Konzentriert euch auf das „Hier und Jetzt“, denn das Leben wirkt nur halb so schön, wenn man es mit Momentaufnahmen auf Bildschirmen definiert.


Entstehung

Friedhof der Abhängigen - Foto: Bruno Wansing ,bocholt.deFriedhof der Abhängigen - Foto: Bruno Wansing ,bocholt.de

Wir haben zunächst Maschendraht die unterschiedlich großen und von der Form variierenden Grabsteinen geformt. Diese Formen haben wir anschließend mit Zeitungspapier und Kleister verstärkt und bildeten daraus stabile Modelle. Um eine Basis für die spätere Gestaltung zu schaffen, klebten wir weißes Papier auf jedes unserer Modelle und erhielten so eine Grundierung für das weitere Vorgehen. Nach diesem Schritt hatten wir die untere weiße Schicht fertig. Weiter ging es mit dem Anmalen der Grabsteine. Dazu wählten wir eine graue Farbe und bemalten den Grabstein mit dieser. Als die Farbe getrocknet war gingen wir noch einmal an einigen Stellen mit einer etwas helleren Farbe drüber um den Stein echter und älter wirken zu lassen. Danach schrieben wir mit Bleistift “This person lost reality in cause of…“ auf die Grabsteine, wobei wir jeweils noch ein social media Zeichen unter die jeweilige Schrift geklebt haben. Nachdem der letzte Stein fertig war, machten wir uns an das Äußere des Zeitungsartikels. Dieser dient dazu, den Betrachter unserer Grabsteine erste Denkanstöße der Bedeutung dieser Grabsteine zu geben. Hierfür nahmen wir eine große Leichtstoffplatte auf der wir mit schwarzer Schrift die Überschrift für unseren Zeitungsartikel drauf schrieben. Danach schnitten wir ein Teil aus, damit eine Aussparung entsteht, durch welche die Grabsteine betrachtet werden können. Mit Beendung dieses Schrittes war unser Projekt schließlich fertiggestellt.


Betreuender Lehrer

Daglef Seeger ist Kunsterzieher am Mariengymnasium

E-Mail: daglef.seegerping@gmailpong.com
Telefon: +49 176 83026452



Fotos

Bruno Wansing
Telefon+49 (2871) 953-571
E-Mailan Bruno Wansing

Europabeauftragte

Petra Taubach
Telefon+49 (2871) 2522-22
E-Mailan Petra Taubach