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Stolpersteine erinnern seit 2007 an jüdische Bocholterinnen und Bocholter

In der zweiten Jahreshälfte 2005 konnte der VHS-Arbeitskreis Synagogenlandschaften nach einem längeren innerstädtischen Meinungsbildungsprozess, maßgeblich mit geprägt von der damaligen Stadtverordneten Brigitte Eckers, entsprechend eines Votums des sogenannten „Ältestenrats“ der Stadt Bocholt mit der konkreten Planung der Verlegung von Stolpersteinen starten. Im Jahr 2007 verlegte dann die Stadt Bocholt die ersten sechs Steine, nun sind es bis dato 49 Stolpersteine in Bocholt. Jeder dieser Steine erinnert an ein individuelles Lebensschicksal eines Menschen, der aus unserer Stadtgesellschaft herausgerissen wurde.

Was sind Stolpersteine?

Bei den Stolpersteinen handelt es sich um Betonwürfel in der Größe 10cm x 10cm x 10cm, mit einer darauf verankerten Messingplatte. Auf dieser werden der Name eines NS-Opfers und, so weit bekannt, sein Geburts- und Sterbedatum vom Künstler Gunter Demnig eingehämmert. Die Steine werden dann vor den Häusern verlegt, in denen jene Menschen gelebt oder gearbeitet haben. Die Verlegearbeit erfolgt plan zum Gehweg, die Farbe des Steins lässt jedoch das Auge stolpern.

Der Künstler Gunter Demnig verfasste 1993 den Entwurf zum Projekt Stolpersteine; 1996 kam es dann zur ersten, damals noch illegalen Verlegung in Berlin-Kreuzberg.

Seit 2000 verlegt nun Gunter Demnig STOLPERSTEINE in Deutschland und Europa, bis Ende 2018 waren das in Deutschland rund 53.000 Steine in 1099 Städten und Gemeinden; insgesamt sind es in 21 Ländern Europas rd. 70.000 Stolpersteine.

Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten.

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.stolpersteine.eu.

 


Stolperstein-Auflistung

Eine detaillierte Auflistung aller Bocholter Stolpersteine mit weiteren Angaben und Foto finden Sie hier als Download.

 


Die Stolperstein-Standorte finden Sie hier (bei Klick Vergrößerung):

Karte mit eingezeichneten Bocholter Stolpersteinen.

Bildergalerie

  • Rechteckige Stolpersteine erinnern an einstige jüdische Nachbarn (Foto: Marius Lange).
  • Bürgermeister Peter Nebelo enthüllt mit Irene Stern Frielich die Stolpersteine der Familie Stern & Herzfeld am 27. Juni 2019 in der Nordstraße (Foto: Stadt Bocholt, Petra Taubach) .
  • Irene Stern Frielich und ihr Bruder David Stern mit dem Ehepaar Lansink bei der Verlegung der Stolpersteine der Familie Stern & Herzfeld (Foto: Stadt Bocholt, Petra Taubach).
  • Der Künstler Gunter Demnig verlegt seit 2007 Stolpersteine in Bocholt (Foto: Stadt Bocholt).
  • Der Künstler Gunter Demnig verlegt Stolpersteine in Bocholt (Foto: Stadt Bocholt).

Stolpersteine – grenzüberschreitend in Dinxperlo


Foto der Stolpersteine in Dinxperlo - Foto: Melanie SteffensStolpersteine in Dinxperlo (Foto: Melanie Steffens)

Die Stiftung Stolpersteine Dinxperlo verlegte am 11. November 2020 die ersten 17 Stolpersteine in Gedenken an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger in Dinxperlo. Erstmals wird damit auch einer jüdischen Geflüchteten, Regina Schwab-Goldberger, aus Deutschland gedacht, die in Dinxperlo zeitweise lebte. In einem Film zeigt die Stiftung in Zusammenarbeit mit Melanie Steffens (Marketing-Service Steffens) die verschiedenen Schicksale der jüdischen Familien und ihre Rollen in der Dorfgemeinschaft. 



Weitere Informationen zu Stolpersteinen in Dinxperlo:

www.stolpersteinedinxperlo.nl