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Akmene (LT) - Humanitäre Hilfstransporte verbinden


"Unser Freund Bocholt" stand in der litauischen Zeitung "Vienybe" in einem ganzseitigen Artikel. Darin wurde nicht nur über humanitäre Hilfsgüter, sondern auch über die Geschichte der Stadt Bocholt berichtet. Initiator der freundschaftlichen Beziehungen zu der Stadt Naujoji Akmene ist und war Stasys Cirpus - gebürtiger Litauer -, der viele Jahre in Bocholt und heute in Rhede lebt und stets bereit ist, mit Sach- und Geldspenden seinen Landsleuten in Litauen zu helfen.

Die Hilfstransporte ins 1.800 km entfernte Akmene hat Stasys Cirpus immer mit vielen freiwilligen Helfern des DRK-Kreisverbandes Bocholt selbst begleitet. Bis heute finden sie regelmäßig unter Leitung des DRK-Kreisverbandes Bocholt statt.

Mehr als nur Hilfstransporte – eine Freundschaft beginnt

Aus diesen Hilfstransporten sind menschliche Kontakte und Freundschaften zwischen den litauischen und deutschen Menschen entstanden. Schulpartnerschaften bestehen heute zwischen den Musikschulen in Bocholt und Akmene sowie durch Schulpartnerschaften des Euregio-Gymnasiums und der Hohe-Giethorst-Schule mit zwei weiterführenden Schulen in Akmene.

Da die Stadt Naujoji Akmene im Vergleich zu Bocholt relativ klein ist, wurde der ganze Kreis Akmene in die freundschaftlichen Beziehungen einbezogen. Am 16. Juni 2000 schlossen Naujoji Akmene und die Stadt Bocholt einen offiziellen Freundschaftsvertrag, um die guten Beziehungen zwischen beiden Städten zu bekräftigen und weiter zu fördern. Bis heute gibt es regelmäßige Projekte zwischen beiden Städten, die zum Teil von der Europäischen Kommission finanziert werden.

Der Bezirk Akmene in den Anfängen bis heute

Der Bezirk Akmene wurde im Jahre 1950 gegründet. Die gesamte Fläche beträgt 105.600 Hektar. Da der Boden im Bezirk sehr fruchtbar ist, bietet er günstige Bedingungen für Ackerbau und Viehzucht. In ganz Akmene leben rund 39.000 Einwohner. Die Stadt ist 290 km von Vilnius, der litauischen Hauptstadt entfernt. Der größte Teil der Industrie befindet sich in der Stadt Naujoji Akmene und besteht hauptsächlich aus der Produktion von Baustoffen.

Das wichtigste von den 817 Bezirksunternehmen, ist die Aktiengesellschaft "Akmenes cementas" (Akmene Zement). Dort wird Portlandzement und sortierte Kalksandbausteine herstellt.

Bildung und Kultur stehen hoch im Kurs

Im Bezirk Akmene zählt man 230 historische und andere Kulturdenkmäler, acht Museen, elf Kultureinrichtungen, 23 Einrichtungen für die Gesundheitspflege, acht Mittelschulen, sechs Hauptschulen und sieben Grundschulen. Für die Ausbildung der jungen Generationen stehen Musikschulen und Sportvereine zur Verfügung.

Im Bezirk leben viele berühmte Schriftsteller, Sportler und Wissenschaftler. Aus dem Bezirk Akmene stammen zum Beispiel die "Tour de France"-Meisterin und Weltbeste im Radfahren im Jahr 1999 Edita Pucinskaite, sowie die Eltern des Basketball - und NBA Spielers Arvydas Sabonis.

In Litauen sind Lieder und Tänze gern gesehen und auch im Bezirk Akmene findet man viele Volksmusiktanz- und Gesangsgruppen.

Akmenes Landschaft – eine Augenweide

Eines der interessantesten Naturdenkmäler dieses Bezirks ist das Naturschutzgebiet „Kamanos“, dessen Hochmoor und Wälder eine Fläche 55.465 Hektar einnehmen. Es gibt hier einen großen See, der von moorartigen Tümpeln und vielen kleinen ovalen Seen umgeben ist. Viele der dort wachsenden Pflanzen - und Tierarten sind unter Artenschutz gestellt und im Roten Buch Litauens eingetragen. Um das Ökosystem und die Teillandschaft des größten fließenden Flusses Venta zu erhalten, wurde im Jahre 1992 der Regionalpark Venta gegründet. Die Fläche des Parks beträgt heute 10.600 Hektar.


Bilder aus Akmene

Foto aus AkmeneFoto aus AkmeneFoto aus AkmeneFoto aus AkmeneFoto aus Akmene
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Interessante Links

Bezirk Akmene - www.akmene.lt