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Neues Rathaus mit Kulturzentrum

Partnerschaftssignet, im Hintergrund das neue Rathaus (Foto: Bruno Wansing, Stadt Bocholt)

Bocholt, die Stadt mit den zwei Rathäusern - und das ist sicher eine Besonderheit. Am Berliner Platz steht ein in den siebziger Jahren errichtetes modernes Rathaus mit Kulturzentrum und Theater, in dem die Verwaltung das kommunale Leben organisiert.

Für dieses Rathaus wurde der Architekt Gottfried Böhm mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet, das ist sozusagen der Nobelpreis der Architektur. Ein Mann, dessen Vater Dominikus Böhm die Hl. Kreuz-Kirche baute und der selbst neben dem Rathaus auch St. Paul, eine sehr moderne Kirche, den Bocholtern hinterließ.

Bevor das Rathaus mit Kulturzentrum fertiggestellt war, waren die verschiedenen Verwaltungsdienststellen in vielen verschiedenen Gebäuden der Stadt untergebracht. In seiner Weihnachtssitzung 1972 gab der Rat der Stadt Bocholt die Zustimmung für ein neues Verwaltungsgebäude und für den gleichzeitigen Bau eines Theaters. Den von der Stadt ausgeschriebenen Wettbewerb gewann der Kölner Architekt Gottfried Böhm als 1. Preisträger. Die Idee des Architekten war, ein Rathaus auf einer Insel zu errichten, um symbolisch Alt- und Neustadt zu verbinden.

Im Jahre 1977 war es dann soweit, das für 38 Millionen DM erbautet neue Haus war bezugsfertig. Die Bocholter bewiesen mit dem nach allen Seiten offenen Haus eine gehörige Portion Mut. Das Verwaltungs- und Kulturzentrum fasst nicht nur die vielen Dienstleistungsangebote der Stadt an zentraler Stelle zusammen, es beherbergt gleichzeitig das Stadttheater mit ca. 700 Plätzen, den Ratssaal für Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung und seiner Ausschüsse, sowie auch die Sitzungsräume für Sitzungen der Ratsfraktionen. Die Büroräume sind nach dem Plan der Großraumlösung ausgestattet, jedoch durch das weiterentwickelte Raum-in-Raum-System wabenfrömig in die einzelnen Dienststellen aufgeteilt.

Im Rathaus befinden sich Arbeitsplätze für ca. 350 Beschäftigte. Seit November 1997 befindet sich im Zwischengeschoss ein Bürgerbüro, ebenso ist die Nebenstelle des Kreises Borken ebenfalls im Rathaus untergebracht. Das Rathaus ist als offenes Bürgerhaus konzipiert, was nicht nur am Foyer, das als Bürgerhalle dient, erkennbar ist.

Schon bevor es dieses Theater gab, ist in Bocholt Theater gespielt worden, und zwar schon seit 1909. Es hat zwar niemals ein eigenes Ensemble dort gegeben, sondern man hat jeweils Bühnen von auswärts verpflichtet und war dabei stets bemüht, ein breitgefächertes Programm zu zeigen. Bemerkenswert ist dabei, dass dieses nicht als Regiebetrieb der Stadt, sondern, wie auch vieles andere in dieser Stadt, mit einem privaten Verein erreicht wurde. Und auch heute noch wird, dem Theaterverein Bocholt e.V. In der Öffentlichkeit - und auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - ist das Haus mehrfach kritisiert worden, und das wohl auch wegen der hohen Kosten, die insgeamt 38 Millionen DM betrugen.

Ähnlich wie das Historische Rathaus, allerdings in anderer zeitgemäßer Form, hat die Fassade des neuen Hauses Sehenswertes zu bieten: So "wächst" über die Haupteingangstür hinaus die stilisierte, gemalte Buche als Wappenbild der Stadt. In Anlehnung an den Erker des Renaissancebaus wurde ein ausladender Gebäudevorsprung gebaut; auf ihm sind wichtige Daten aus der Stadtgeschichte in Stichworten zu lesen.


Das neue Rathaus im Stadtplan

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Das neue Rathaus können Sie sich im Stadtplan anzeigen lassen. zum Standort



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