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Sport: Westdeutscher Meister der U 20 Volleyballer kommt aus Bocholt

Mit einem 2:0 gegen den Favoriten Moerser SC sicherte sich die U 20 von TuB Bocholt den Titel des Westdeutschen Meisters.


Raimund Schneider vom Ausrichter TuB Bocholt berichtet:

Zwei gelungene Tage mit krönendem Abschluss

Als am Sonntagabend gegen 18 Uhr mit der Siegerehrung die Westdeutschen Volleyballmeisterschaften der männlichen U20 endeten, waren sich alle Beteiligten einig: Es hat sich absolut gelohnt, dieses Turnier in Bocholt durchzuführen. Großes Lob gab es sowohl von den teilnehmenden Teams, den vielen Zuschauern aber auch von offizieller Verbandsseite. Mit TuB Bocholt habe man einen verlässlichen Partner gefunden, der mit dem reibunsglosen Ablauf im Spielbetrieb und dem großen Aufwand im Servicebereich für eine gelungene Veranstaltung gesorgt habe, ließ Verbandspräsident Hubert Martens, der persönlich die Siegerehrung vornahm, in seiner kurzen Ansprache verlauten.

Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften

Und auch sportlich hat sich die Meisterschaft für den Gastgeber gelohnt, konnte man doch nach dem U18-Titel vor zwei Wochen in Solingen auch beim Heimspiel in der Euregio-Halle vor am Ende über 300 Zuschauern den Favoriten Moerser SC im Endspiel mit 2:0 (25:23 und 25:15) besiegen und den ersten Platz belegen. Neben den Goldmedaillen, den Sieger-T-Shirts und dem neuen Ball gibt es als I-Tüpfelchen die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in Unterhaching am 3. und 4. Juni 2017.

Unbeschwerlicher Weg ins Finale

Der Weg bis ins Finale war für die jungen "TuB-Schrauber" nicht allzu beschwerlich. In der Vorrunde konnte Trainer Sven Böhme seinen Schützlingen aus der Zweitligamannschaft noch weitgehend Schonung verordnen, setzten sich doch auch die NRW-Liga erprobten Spieler gegen die Konkurrenten aus Stockum und Meckenheim jeweils deutlich mit 2:0 durch. Und auch im Viertelfinale gegen den VC Menden Much probte man mit der vermeintlichen ersten Sechs nur zu Beginn des Spieles, so dass Satz eins hier mit 25:18 ans Heimteam ging. Noch deutlicher wurde es dann im weiteren Verlauf, in dem alle zum Einsatz kamen und so mit 25:12 eine Demonstration der Leistungsstärke des gesamten Kaders gab.

Während das Orgateam eine logistische Meisterleistung ablieferte und nach den Viertelfinalspielen in Windeseile die Halle für das Zweitligaspiel gegen Schöneiche umbaute und sich Luis Kubo und Co. mit ihren Teamkollegen auf diese wichtige Begegnung vorbereiteten, konnte sich der Rest der Mannschaft bereits auf die Halbfinalpartie gegen den TV Hörde freuen, der sich in einem weiteren Viertelfinale ebenfalls mit 2:0 gegen die RWR Volleys aus Bonn-Röttgen. Im anderen Halbfinale standen mit dem Moerser SC und VV Humann Essen ebenfalls die Teams, die sich auch in der Normalrunde der NRW-Liga durchgesetzt hatten.

"Wie die Feuerwehr"

Nach dem knapp gewonnen Spiel gegen Schöneiche legten die Jungs vom TuB Bocholt auch am nächsten Tag im Halbfinale gegen Hörde, denen es im Ligabetrieb als einzige Mannschaft gelungen war, den TuB zu besiegen, zunächst los wie die Feuerwehr. Schnell war ein Vorsprung von acht Punkte herausgespielt, als Yannik Ahr, am Vorabend noch MVP des Zweitligaspiels, ein Zwicken im Rücken verspürte und zur Bestürzung vieler nicht weiterspielen konnte. Und während der erste Satz noch klar gewonnen wurde (25:16), witterten die Gäste aus Dortmund ihre Chance und setzen jedem Ball nach. Bis kurz vor Satzende lagen die Hörder Jungs beständig in Front, ehe der Spieß zum Ende umgedreht werden konnte und auch dieser Satz kanpp aber verdient mit 25:23 an die Böhme-Truppe ging.

Im Schnitt zwei Jahre jünger

Durch Einsatz von Physiotherapie soweit wiederhergestellt, konnte Yannik dann am Endspiel doch teilnehmen und dieser Einsatz sollte sich auszahlen. Fast alle Zuschauer und Teams waren auf der Seite der im Schnitt zwei Jahre jüngeren Bocholter, die schnell einen deutlichen Vorsprung heraussspielten und beim 21:13 wie der sichere Satzgewinner aussahen. Dass aber auch der Finalgegner Moers ausgezeichnet Volleyball spielen kann und sehr nervenstark ist, zeigte die Kotte-Sechs dann in der Folge. Im Halbfinale gegen Essen hatte man schon einen großen Rückstand aufgeholt und auch jetzt gelang eine Aufholjagd, die fast noch von Erfolg gekrönt wurde. Am Ende war das Quäntchen Glück aber auf der TuB-Seite und der Satz wurde noch mit 25:23 eingefahren.

Kollektiver Jubel

Der zweite Satz war dann ein Spiegelbild des ersten. Bocholt für schnell mit 5:0, ließ aber in der Folgezeit den Gegner nicht mehr herankommen, der zudem mit sich und dem umsichtigen Schiedsgericht haderte. Immer wieder setzen sich Rudy Schneider, Yannik Ahr und Co, geschickt eingesetzt von Zuspieler Henrik Westhoff, im Angriff durch und die Mittelblocker Thomas Wittkowski und Ben Stoverink stellten die Moerser Riesen vor unlösbare Aufgaben. Außerdem zeigt Libero Jan Schmitz über das gesamte Spiel eine exzellente Leistung. Der Vorsprung wurde konsequent ausgebaut und Kapitän Kubo war es vorbehalten, mit einem schönen Angriffskreuz den Matchball zum 25:15 zu verwandeln. Was folgte, war kollektiver Jubel und eine stimmungsvolle Siegerehrung.



20.03.2017 09:03
Kategorie: Sport
Von: Bruno Wansing
Westdeutscher Meister TuB Bocholt: Nach dem 2:0 über den Moerser SC kannte der Jubel bei den U 20 Volleyballern der 'Veilchen' keine Grenzen - Foto: TuB BOH

Westdeutscher Meister TuB Bocholt: Nach dem 2:0 über den Moerser SC kannte der Jubel bei den U 20 Volleyballern der 'Veilchen' keine Grenzen - Foto: TuB BOH



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