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Duisburg gilt als wichtiger Knotenpunkt der Neuen Seidenstraße – Wie kann Bocholts Wirtschaft davon profitieren?

Johannes Pflug Chinabeauftragten der Stadt Duisburg liefert persönliche, politische Einblicke zur strategien Aufstellung der chinesischen Führung


Bocholt. Am Donnerstag, 28. Juni 2018 luden die Wirtschaftsförderung Bocholt und die Deutsch-Chinesische Gesellschaft Bocholt e.V. gemeinsam zu einem Vortrag im Rahmen der Deutsch-Chinesischen Veranstaltungsreihe ein. Es ist gelungen für diesen Abend den Chinabeauftragten der Stadt Duisburg, Johannes Pflug, MdB a.D. zu gewinnen.

„Was hat Bocholt mit China zu tun?“, fragte Ulrich Paßlick, Präsident der Deutsch Chinesischen Gesellschaft Bocholt e.V. zur Einleitung des Vortragabends. Hierauf lieferte der Referent prompt eine Antwort und war somit schon mitten in seinem Vortrag drin.

Johannes Pflug schilderte in seinem gut 60 minütigen Vortrag anschaulich und spannenden sowohl die Chancen als auch die Probleme des Konzepts „One Belt – One Road“, welches sich hinter der Neuen Seidenstraße versteckt. Seit der chinesische Parteichef und Staatspräsident Xi Jinping 2013 an die Macht kam, verfolgt er das Ziel, ein umfassendes eurasisches Infrastrukturnetz aus Eisenbahnlinien, Seehäfen-Verbindungen, im Wesentlichen von China finanzierten Wirtschaftskorridoren zwischen China und Zentralasien aufzubauen.  

Auf mehr als 40 Chinareisen begleitete Herr Pflug über 15 Jahre lang als Mitglied des Deutschen Bundestages und stellvertretender außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Bundeskanzler Schröder, Bundeskanzlerin Merkel, die Außenminister Steinmeier und Westerwelle sowie Bundespräsident Köhler. Er sammelte über die Jahre politisches Insiderwissen, welches er gerne an die Bocholter Gäste weitergab. 

Laut Johannes Pflug bietet das Konzept der „One Belt – One Road“ Strategie große Chancen für Deutschland und die europäischen Staaten, allerdings ist es auch höchste Zeit für eine Haltung der Bundesregierung und eine gemeinsame Haltung der EU-Staaten zu diesem Projekt und gegenüber China. Denn China investiert Milliarden in die Infrastruktur und bestimmt damit die Regeln – und wo neue Regeln entstehen, so Pflug, entsteht auch eine neue Ordnung. Duisburg profitiert schon jetzt als europäischer Endpunkt erheblich von der neuen Seidenstraße. Viele chinesische Firmen richten hier ihre zentralen Standorte für ganz Westeuropa ein. Es lässt sich schon heute absehen, dass nicht nur die Stadt Duisburg, sondern auch das Umland von der starken Expansion Chinas profitieren wird, da Duisburg die Nachfrage nach Flächen alleine kaum mehr bewältigen kann. Hieraus können sich große Chancen für u. a. die Bocholter Logistikunternehmen ergeben.



02.07.2018 15:43
Kategorie: Bocholt (er) Leben, Wirtschaft
Von: Hullermann
Foto 1: Johannes Pflug, China Beauftragter der Stadt Duisburg schilderte die Strategien zur Neuen Seidenstraße. Aufnahme: Wirtschaftsförderung Bocholt.

Foto 1: Johannes Pflug, China Beauftragter der Stadt Duisburg schilderte die Strategien zur Neuen Seidenstraße. Aufnahme: Wirtschaftsförderung Bocholt.

Foto 2: Ulrich Paßlick, Präsident der Deutsch Chinesischen Gesellschaft Bocholt e.V. begrüßt die Gäste zum Vortragsabend. Aufnahme: Wirtschaftsförderung Bocholt.

Foto 2: Ulrich Paßlick, Präsident der Deutsch Chinesischen Gesellschaft Bocholt e.V. begrüßt die Gäste zum Vortragsabend. Aufnahme: Wirtschaftsförderung Bocholt.



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