Sämtliche im Kanalnetz gesammelten Abwässer aus Haushalten und Betrieben, aber auch ein großer Teil des Regenwassers aus Straßeneinläufen und Dachentwässerungen, werden dem Zentralklärwerk-Mussum, welches sich am westlichen Rand des Industrieparks Bocholt befindet, zugeleitet. Mit einer Kombination aus mechanischen, chemischen und biologischen Verfahren werden die Abwässer behandelt, um sie dann wieder gereinigt dem Flusslauf Alte Aa zuführen.
Die hochmoderne Kläranlage ist auf eine Behandlung von 225.000 Einwohnerwerten ausgelegt. Um die vom Gesetzgeber geforderten strengen Ablaufwerte, insbesondere auch für Stickstoff (N) und Phosphor (P) einhalten zu können, wurde die Anlage im Jahr 1995 für umgerechnet rund 33 Mio. Euro erweitert.
In der Kläranlage Bocholt können täglich bis zu 108.000 cbm Abwasser mechanisch, chemisch und biologisch behandelt werden. Die bei der Abwasserbehandlung anfallenden Schlämme werden über Zentrifugen eingedickt und dann zur Ausfaulung in zwei Faulbehälter gepumpt. Anschließend erfolgt die Entwässerung in Kammerfilterpressen, um dann den entwässerten Klärschlamm der Klärschlammverbrennung zuführen zu können.
Das im Faulprozess anfallende Klärgas wird im betriebseigenen Blockheizkraftwerk dazu genutzt, die Faulturmheizung sowie die Heizung des Betriebsgebäudes zu versorgen und zum anderen, um einen Teil des Strombedarfs der Kläranlage zu decken.
Stadt Bocholt - ESB - Peter Wansing (30.09.09 13:15 Uhr)
Der Entsorgungs- und Servicebetrieb Bocholt setzt auf modernste Technik. Durch die Umstellung auf ein neues Eindickverfahren kann so der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Lesen Sie dazu bitte auch den Leitartikel.
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